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Ackerbau

Das Optimum rausholen

von , am
15.06.2012

Das Angebot an Stickstoffsensoren wird bunter. Weitere Hersteller drängen auf diesen Markt. Alle Sensoren können Bestandsunterschiede erkennen und die Ausbringmenge variieren. Die Ansätze sind aber durchaus unterschiedlich.

N-Sensoren erkennen während der Fahrt die Bestandesdichte und passen die Düngemenge entsprechend an. © Werkfoto
 Höhere Erträge, bessere Qualitäten, Senkung des Betriebsmittelverbrauchs und deren gezielter, gewinnbringender Einsatz sind die Entwicklungsziele, die mit Hilfe moderner Elektronik und Sensorik erreicht werden sollen. Diesen Weg gehen auch die Hersteller der N-Sensoren mit. Bei der teilflächenspezifischen Düngung werden N-Sensoren eingesetzt, die während der Fahrt die Bestandsdichten oder Blattfärbung erkennen, und die Ausbringmenge am Düngerstreuer oder der Pflanzenschutzspritze sofort verändern.

Die Anbieter von N-Sensoren im Überblick

Seit 1999 verkauft Agricon die Yara N-Sensoren in Deutschland. Seit rund zwei Jahren kommen weitere Anbieter mit ihren Sensoren auf den Markt: OptRX von Ag- Leader Claas mit dem Crop Sensor, Fritzmeier mit dem Isaria sowie LandData Eurosoft mit dem Greenseeker. Am längsten am Markt sind Yara und Agricon mit dem passiven N-Sensor, der die Pflanzenfärbung optisch aus reflektierendem Sonnenlicht erfasst.
 
2006 kam der aktive Yara N-Sensor ALS mit einer aktiven Lichtquelle dazu. LandData Eurosoft hat sich die Vertriebsrechte der Firma Trimble für den Greenseeker für Deutschland gesichert. Seit 2009 wird der Greenseeker aktiv beworben und in Deutschland vertrieben. Den Crop Sensor führt Claas Agrosystems seit 2010 im Programm.
 
Fritzmeier hat den Isaria neu entwickelt und bringt ihn jetzt auf den Markt. Wie der Greenseeker und der Isaria wird der Claas Crop Sensor entweder in der Fronthydraulik oder auf einem Frontgewichtsträger geführt. Damit lassen sich die Sensoren einfach montieren. Der größere Abstand zum Streuer soll ein präziseres Streuen ermöglichen. Bei Claas sind die Sensoren jeweils circa drei Meter von der Schleppermitte aus angebracht. In der Transportposition sind sie kompakt zusammengeklappt. Mit seiner eigenen Lichtquelle ist der Crop Sensor 24 Stunden einsetzbar. Das ausgesendete gepulste Licht wird von den Pflanzen reflektiert. Die Filter selektieren spezifische Spektralbereiche, die die Grünfärbung und die Biomassedichte wiedergeben. Aus den gemessenen Lichtbereichen wird ein Pflanzen-Index errechnet.
 
Vor Beginn der Arbeit ist eine Kalibrierfahrt in einer repräsentativen Fahrgasse notwendig. Damit erstellt der Landwirt bei Beginn der Arbeit mit seiner eigenen ackerbaulichen Erfahrung eine passende Kalibrierkurve, dem höchsten und niedrigsten Indexwert der Kalibrie- rung wird ein Ausbringwert zugeordnet. Somit bestimmt der Landwirt, was der Sensor regelt.
 
 
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