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Land.Technik für Profis

Pflanzenschutz: Die Suche nach Alternativen

am Donnerstag, 13.02.2020 - 08:14 (Jetzt kommentieren)

Die aktuellen Diskussionen um den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und deren Auswirkungen auf Natur und Umwelt verstärken die Suche nach Alternativen.

Pflanzenschutz ist nicht nur eine Frage der Technik. Pflanzenschutz fängt bei Fruchtfolge und Sortenwahl an und geht bis zum Schadschwellenprinzip, das Aufwand und Nutzen in Beziehung setzt. Der Nutzen orientiert sich nicht nur an einem Ergebnis, sondern an vielen, sich zum Teil widersprechenden Zielen“, so Dr. Hartmut Matthes, Bundesverband Lohnunternehmer, zur Eröffnung der Fachtagung Land.Technik für Profis. Rund 250 Praktiker, Wissenschaftler und Entwickler von Unternehmen diskutierten über Impulse und Lösungen im Bereich Pflanzenschutz.

50 Jahre Pflanzenschutz

Tagung Amazone

Die Branche ist sich einig: Es war eine schöne Zeit – jetzt wird es spannend. Nun werden neben der etablierten Düse nicht nur Weiterentwicklungen, beispielsweise in der Applikationstechnik, sondern auch alte mechanische Verfahren neu betrachtet. Ständiger Begleiter sind hier moderne, zukunftsorientierte Elemente wie Digitalisierung, Sensoren und Aktoren, verknüpft mit Instrumenten der Künstlichen Intelligenz.

Ziel muss definiert werden

Pflanzenschutz der Zukunft wird zu vielfältigen Lösungen führen, die letztendlich die Landwirtschaft von heute verändern. Es werden sich Lösungen durchsetzen, die sowohl ökonomische wie auch ökologische Vorteile bieten und das Vertrauen der Gesellschaft zurückgewinnen.

Spotfarming oder -spraying, Einzelpflanzenbehandlung, acker- und pflanzenbauliche Lösungsansätze oder aber mechanische Verfahren sind diverse Lösungsansätze, die den Pflanzenschutz der Zukunft prägen können.

Klaviatur der Instrumente

Für einen effektiven Pflanzenschutz werden auch in Zukunft mehrere Instrumente zur Verfügung stehen müssen – vor allem unter Berücksichtigung des Klimawandels. Gerade bei Wetterkapriolen stößt die mechanische Unkrautbekämpfung an ihre Grenzen. Altbewährtes muss neu gedacht werden. Liegt das Optimum zum Hacken sicherlich im trockenen Bereich. Doch was passiert, wenn wir es mit nassen Bedingungen zu tun haben? Wird dann das Unkraut nur verpflanzt?

Es muss zu einem modularen Denken gekommen werden. Zu jedem Einsatzfenster das optimale System. Das kann in einem Jahr 100 Prozent Chemie bedeuten wohingegen unter optimalen Bedingungen entsprechende Einsparungspotenziale durch eine Kombination von Hacke und Spritze erzielt werden.

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