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Ackerbau

Pflanzenschutzgeräte alle drei Jahre zum TÜV

© Katharina Krenn/agrarheute
von , am
11.03.2014

Bonn - In den Landmaschinenwerkstätten werden in den kommenden Wochen bundesweit wieder Geräte für die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln geprüft.

Pflanzenschutzspritzen müssen regelmäßig überprüft werden. © Mühlhausen/landpixel
Sämtliche Pflanzenschutzgeräte müssen seit dem 6. Juli 2013 nur noch alle drei Jahre zur Kontrolle. Hierbei gilt es Übergangsregelungen zu beachten. Jeder Anwender der vor dem genannten Termin bei der Kontrolle war, muss spätestens ein Jahr nach dem auf der Prüfplakette angegebenen Kalenderhalbjahr zur Kontrolle.
 
Wer eine gelbe Plakette (2015) mit erstem Halbjahr auf seiner Spritze hat, darf bis zum 30. Juni 2016 seine Spritze einsetzen. Darauf weist der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammern wie in Nordrhein-Westfalen hin.

Einige Handgriffe bevor es zum TÜV geht

Rechtzeitig vor der Kontrolle sollte man sich um einen Termin bei seiner Fachwerkwerkstatt bemühen, rät die Kammer. Die Kosten für die Gerätekontrolle und die Zeit der Prüfung können deutlich reduziert werden, wenn das Pflanzenschutzgerät entsprechend vorbereitet wird.
 
Das heißt, dass die Spitze sauber ist, Gerätefilter und Düsen zuvor ausgebaut und gereinigt wurden; Membranen sollten nicht nachtropfen. Das Gerät sollte vor der Kontrolle auf Undichtigkeit geprüft worden sein. Außerdem empfiehlt die Landwirtschaftskammer, mit ausreichend Wasser - mindestens einem halbvollen Behälter - zur Kontrolle zu fahren. 

Das wird kontrolliert

Bei der Kontrolle werden Teile beziehungsweise Baugruppen wie Antrieb, Pumpe, Rührwerk, Spritzflüssigkeitsbehälter, Armaturen, Leitungssystem, Filterung, Düsen (Messung der Querverteilung bei Feldspritzen beziehungsweise Einzeldüsenausstoß bei Sprühgeräten, Bandspritzen, Erdbeergestänge), Spritz- und Sprühgestänge und Gebläse bei Sprühgeräten kontrolliert.
 
Die wichtigste Prüfung gelte der Verteilgenauigkeit. Hierzu werde Wasser mit der Spritze auf eine wellblechartige Oberfläche ausgebracht. In jeder Rille dieses Wellblechs werde das aufgefangene Wasser getrennt erfasst, sodass genau festgestellt werden könne, ob die Flüssigkeit über die gesamte Arbeitsbreite gleichmäßig verteilt werde. Verschlissene oder fehlerhafte Düsen könnten so schnell aufgespürt werden.
 
Die Kontrollpflicht gelte auch für Sprühgeräte, die zum Beispiel im Obstbau eingesetzt würden. Nach bestandener Prüfung in einer von der Landwirtschaftskammer amtlich anerkannten Fachwerkstatt gebe es eine farbige Plakette.

Prüfkriterium für CC-Kontrollen

In Nordrhein-Westfalen gebe es etwa 160 Kontrollwerkstätten, berichtete die Kammer. Die regelmäßige Kontrolle der Pflanzenschutzgeräte stelle sicher, dass Pflanzenschutzmittel exakt und genau in der vorgeschriebenen Dosierung ausgebracht werden könnten. Sie stelle damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz dar. Landwirte und Gärtner, die gegen die Kontrollpflicht verstießen, müssten mit einem Bußgeld rechnen.
 
Ebenso stellt die Gerätekontrolle ein Prüfkriterium für die CC-Kontrollen dar. Weiterhin wären auch die in Anspruch genommenen Prämien für verschiedene Fördermaßnahmen betroffen, informiert die Landwirtschaftskammer.

Lemken präsentiert Technik und Trends im Pflanzenschutz

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