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Ackerbau

Pflug verliert beim Maisanbau an Bedeutung

© Amazone
von , am
26.06.2014

Bei der Bodenbearbeitung für Mais werden vermehrt pfluglose Methoden wie Mulch- oder Direktsaat angewendet, wie eine Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts zeigt.

In Westdeutschland wird der Pflug beim Maisanbau häufiger eingesetzt als in Ostdeutschland. © Rabe
Im vergangenen Jahr verzichteten deutsche Landwirte auf 36 Prozent der Maisanbaufläche auf den Einsatz des Pfluges. 2004 lag der Anteil noch bei 16 Prozent, wie aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kleffmann Group hervorgeht.
 
Deutliche Unterschiede gibt es zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern, schreibt das Deutsche Maiskomitee (DMK) in einer Pressemitteilung. Im Osten haben Mulch- und Direktsaat mit Anwendung auf 57 Prozent (%) der Anbauflächen einen klar höheren Stellenwert als im Westen, wo im gleichen Jahr, 2013, nur 29 % der Flächen pfluglos bearbeitet wurden. Seit 2004 ist dies in ostdeutschen Bundesländern eine Zunahme von 37 %, während im Westen Deutschlands die pfluglose Bodenbearbeitung um 14 % angestiegen ist.

Mulchssaat schützt vor Erosion

Die Entscheidung für den Pflug oder die Mulch- bzw. Direktsaat ist für die Landwirte ein Abwägungsprozess. Relevante Faktoren sind neben phytosanitären Aspekten auch der Standort und die besonderen Gegebenheiten der Parzelle. Immer noch entscheiden sich viele Maisbauern für die Bodenbearbeitung mit dem Pflug, um den Unkrautdruck zu mindern oder den Maiszünsler und Pilzerreger in den Pflanzenresten zu stören. Die Mulchsaat hingegen ist beispielsweise in Hanglagen vorteilhaft, wo sie den Boden ganzjährig vor Ausschwemmung und Erosion schützt.

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