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Test

Pöttinger-Sämaschine Aerosem im Test: Kombizange mit Kompromissen

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Aerosem breit
Matthias Mumme, traction
am
24.03.2017

2013 kombinierte Pöttinger eine Getreidesämaschine mit Vereinzelungsaggregaten für die Maisaussaat. traction hat getestet, was die Maschine kann und wo die Einsatzgrenzen liegen.

Aerosem Schmuck

Die Aerosem 3002 ADD PCS von Pöttinger basiert auf einer konventionellen Aerosem-Sämaschine, die auf einer Lion-Kreiselegge aufgebaut ist.

Die aktive Vorarbeit der Einzelkornsämaschine legt den Grundstein für die Eignung zur Maisaussaat, da der Boden vorgelockert und sehr gut eingeebnet wird. Dadurch kommen die Säschare ohne Parallelogrammaufhängung aus, und benötigen keinen so hohen Schardruck wie herkömmliche Einzelkornsämaschinen. Dennoch müssen angesichts der maximal 80 kg Schardruck und der einfachen Aufhängung hier und da Kompromisse eingegangen werden, was die Ablagetiefe, die Saatguteinbettung und die Rückverfestigung der Saatrille anbelangt. Die maximale Fahrgeschwindigkeit wird dagegen eher durch die Kreiselegge und die Vereinzelungsorgane vorgegeben, wie sich auch im Test zeigte.

Keine Einzelreihenabschaltung bei der Aerosem möglich

Die mechanischen Klemmfingeraggregate von Precision Planting reagieren empfindlich auf hohe Umfangsgeschwindigkeiten. Mit der achtreihigen Aerosem 3002 ADD PCS sind etwa bis 12 km/h Arbeitsgeschwindigkeit möglich, mit der vierreihigen Ausführung sollte nicht schneller als 7,5 bis 8 km/h gefahren werden. Schade: Aufgrund des Zentralantriebs der Klemmfingeraggregate ist keine Einzelreihenabschaltung möglich.

Knackpunkt Düngerbeigabe

Aerosem Feld

Mit den Feldaufgängen und der Längsverteilung der Maispflanzen kann man gut leben, unter Idealbedingungen sind diese sogar gut bis sehr gut. Schwierig wird es bei der Düngerbeigabe. Denn die Düngerbänder, dosiert durch den zentralen Zellenraddosierer für die Getreide- und Rapssaat, werden 12,5 neben die Maisreihen und zudem sehr flach abgelegt. Für eine Startergabe genügt das häufig nicht. Praktiker greifen hier teils zu eigenen Umbauten, wobei die Düngerschare etwas näher an die Maisreihen heran versetzt werden.

Kleiner Düngertank, aber gute Bedienung bei Pöttinger-Aerosem

Zu klein geraten ist auch der Düngertank mit 580 l, der 670 l Mais-Saatgutvorrat gegenübersteht (aufgeteilt in zwei 335 l große Tankbereiche). Hier besteht noch Verbesserungspotenzial. Gut gelungen ist hingegen die Bedienung, die modern und intuitiv ist und zudem eine grafische Kontrolle der Vereinzelung und der Längsverteilung dank Überwachung über Optosensoren ermöglicht.

Alternativ zu Dünger lassen sich zur Maissaat auch Untersaaten ausbringen, was vor allem auf erosiven Standorten eine sehr gute Alternative ist. Hier sollte aber überlegt werden, vor der Maissaat organischen oder mineralischen Dünger in den Boden einzubringen und einzuarbeiten.

Den ausführlichen Einsatzbericht mit Praktikermeinung lesen Sie in traction Ausgabe März/April 2017.

Praxistest: Die Pöttinger Aerosem in Bildern

Pöttinger Aerosem auf dem Acker
Packer an der Pöttinger Aerosem
Luftstrom in der Pöttinger Aerosem
Vereinzelungsaggregate der Pöttinger Aerosem
Steigrohr der Pöttinger Aerosem
DualDisc-Doppelscheibenschare der Pöttinger Aerosem
Terminal der Pöttinger Aerosem
Pöttinger Aerosem 3002 ADD PCS
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