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Precision Farming in Lettland

Florian Reitzle lebt in Lettland seinen Traum. 3000 ha Ackerbau mit Potenzial nach oben. Seine besonderen Herausforderungen als Pflanzenbauer im Ausland löst er vor allem digital. Er spricht über die Bedeutung der Entscheidungshoheit und die Chancen von Daten.

am Dienstag, 10.12.2019 - 08:51

Vor ziemlich genau vier Jahren wurde Florian Reitzle, damals noch Volontärverwalter bei der Balticagrar in Lettland, zur Agritechnica nach Hannover geschickt. Sein Auftrag damals lautete, eine neue Ackerschlagkartei für den 3000 ha Ackerbaubetrieb zu finden. Zurück kam er mit deutlich mehr - einer digitalen Vision, die er seitdem Schritt für Schritt umsetzt.

Digitalisierung darf nie den praktischen Betrieb ausbremsen

Wichtig ist dem jungen Ackerbauern bei all seinen Entscheidungen die Hoheit zu behalten. „Ich möchte mir nicht von einem Sensor oder Programm vorschreiben lassen was ich mache, ich möchte selbst die beste Entscheidung fällen. Dafür brauche ich valide Informationen. Und die liefert mir mein digitales Farmmanagement. Es ist der wichtigste Datenpool, von dem aus ich mobil und schnell Informationen abrufen kann, um vor Ort auf dem Feld oder auch aus der Entfernung Entscheidungen zu treffen, die transparent und, soweit es eben geht, abgesichert sind. Zusätzlich bietet es mir Möglichkeiten der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung und der Auswertung von Prozessen. Mein Wunsch wäre, dass ich irgendwann auf die Tablets verzichten kann und die Maschinendaten stattdessen direkt bekomme“, sagt der lettische Ackerbauer abschließend. Zu Gute kommt seiner digitalen Vision eine extrem gute Netzabdeckung in Lettland von nahezu 100 Prozent.