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Ackerbau

Rabe stellt Insolvenzantrag

von , am
23.03.2011

Bad Essen - Die Rabe Agri GmbH, Hersteller von Geräten zur Bodenbearbeitung, hat am 21. März beim zuständigen Amtsgericht in Osnabrück Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt.

Das traditionsreiche Unternehmen Rabe agri beantragte am gestrigen Montag die Insolvenz beim Amtsgericht Osnabrück. © dlz/tg
Zuvor waren Gespräche mit Investoren gescheitert. Das Gericht hat daraufhin Rechtsanwalt Stephan Michels aus Bad Iburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Durch die weltweite Wirtschaftskrise war es in den Jahren 2009 und 2010 zu massiven Umsatzeinbrüchen im Bereich der Landtechnik gekommen. Hiervon war besonders stark der Bereich der Bodenbearbeitung betroffen. "Seit Herbst 2010 zeichnet sich eine merkliche Erholung der wirtschaftlichen Situation ab. Die Auftragseingänge steigen wieder deutlich an. Unsere Auftragsbücher sind voll und das Unternehmen verfügt über eine stabile Kundenstruktur", sagt Geschäftsführerin Stephanie Egerland-Rau.

Insolvenzverwalter zeigt sich zuversichtlich

Der vorläufige Insolvenzverwalter zeigte sich nach seinen ersten Eindrücken zuversichtlich, die Fortführung des traditionsreichen Unternehmens und damit möglichst vieler der derzeit rund 240 Arbeitsplätze am Standort Bad Essen zu sichern. "Unser Ziel ist es, das Unternehmen weiterzuführen", sagt Michels. Die Beschäftigten des Unternehmens werden am Donnerstag, 24. März um 11 Uhr in Bad Essen im Rahmen einer Betriebsversammlung über das weitere Vorgehen informiert. Erst 2006 wurde das 1889 gegründete Traditionsunternehmen von der Unternehmerfamilie Rau erworben. Rabe-Geräte werden heute in über 70 Ländern weltweit eingesetzt.
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