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Precision Farming

Mais teilflächenspezifisch säen - so geht's

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am Donnerstag, 08.04.2021 - 12:20 (Jetzt kommentieren)

Mais mit unterschiedlicher Saatstärke zu drillen klappt ohne teure Investitionen in neue Technik. Wie das geht und was Sie alles benötigen, zeigen unsere 7 Schritte.

1. Welche Maschine - Elektrische Sämaschine oder Lohnunternehmen?

Die Vereinzelungseinheiten an der Maisdrille müssen elektrisch angetrieben werden. Nur so kann die Saatstärke innerhalb weniger Meter variieren. Wer nicht in teure Technik investieren möchte, sucht sich ein Lohnunternehmen. Sie sind häufig mit der Technik ausgestattet.

2. ISOBUS und TaskController

Traktor und Maisdrille müssen über den ISOBUS miteinander reden. Neben einem ISOBUS-Terminal müssen Traktor und Maschine den Task-Controller geo-based (TC-GEO) unterstützen. Ob Ihre Maschine das kann, können Sie kostenlos auf der Seite Agricultural Industry Electronics Foundation e.V. (AEF) www.aef-isobus-database.org abfragen.

3. Voraussetzung vom Precision-Farming: GPS-Signal

Damit die Sämaschine weiß, wann sie in eine Zone mit veränderter Saatstärke fährt, muss der Traktor einen GPS-Empfänger haben. Es genügt ein frei verfügbares Satellitensignal wie Glonass. Ein RTK-System ist genauer, aber nicht zwingend erforderlich.

4. Informationen und Daten für die Aussaatkarte

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Die Sämaschine hält sich strikt an die Vorgaben, die ihr die Aussaatkarte bereitstellt. Grundlage dafür sind unterschiedliche Informationen. Eine davon kann beispielsweise die Bodenschätzung sein. Außerdem gibt es Karten mit Bodenzonen (durch eigene Beprobung), Biomassekarten von Satelliten, Ertragskarten aus den vergangenen Jahren oder ein Drohnenfoto des Bestands aus der Vogelperspektive.

5. Eigene Erfahrung in die Aussaatkarte einbauen

Sie als Landwirt müssen die Aussaatkarten mit Ihren Erfahrungen abgleichen und dort korrigieren, wo Beschattung am Waldrand, kaputte Drainagen oder weitere Ausnahmen die Technik überlisten.

Mais einfach teilflächenspezifisch säen

6. Digitale Aussaatkarte mit einer Software erstellen oder buchen

Die Karte erstellen Sie mit einer Software. Wer den Schritt vorerst nicht machen möchte, kann die Dienstleistung buchen. Einige Unternehmen bieten an, Aussaatkarten zu erstellen. Wichtig: Die Karte muss im Format Shape oder ISOxml gespeichert sein.

7. Letzter Schritt: Sämaschine mit Daten befüllen

Per USB-Stick oder Mobilfunk wandern die Daten auf das ISOBUS-Terminal im Traktor. Diesen Schritt sollten Sie vor der Aussaat an der eigenen oder der Lohnunternehmermaschine testen.

Ein Tipp vom Competence Center ISOBUS e.V.: Die Terminals der verschiedenen Hersteller haben unterschiedliche Ansprüche, in welchem Ordner die Datei auf dem USB-Stick liegen muss, damit sie für einen Import berücksichtigt wird. Im Standard ISO 11783-10 ist der Name „TASKDATA“ für den Ordner vorgegeben. Manche Terminals öffnen keine komprimierten Dateien, dann auf einem PC entzippen und nochmals versuchen.

Wie sät man Mais teilflächenspezifisch nach Karten?

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