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agrarheute-Fahrbericht

Ropa: Der einreihige Kartoffelroder Keiler im Test

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am Dienstag, 04.09.2018 - 06:02 (Jetzt kommentieren)

Ropa ist neu in der Kartoffeltechnik und der Keiler 1 sein erster Wurf. Wir pirschten uns an den 6-t-Keiler. Unser Eindruck.

Männliche Wildschweine gelten nicht als besonders sanftmütig. Der Keiler genannte, einreihige Kartoffelroder von Ropa muss das aber sein, wenn er die ­sensiblen Knollen aus dem Boden rodet. Der angriffslustige Name gilt eher den Mittbewerbern im Rodermarkt. Bisher waren Grimme und DeWulf (rot) oder AVR (grün) ­dominierende Marken. Ropa mischt hier die Farbpalette neu.

Kartoffelroder mit hydraulischem Antrieb

Den Keiler gibt es als Ein- oder Zweireiher – immer mit Bunker. Alles, was sich dreht, rüttelt, hebt und senkt, bekommt Druck von Ölmotoren oder Zylindern. Die eigene Bordhydraulik beliefert die meisten Verbraucher. Dabei gibt es zwei Kreisläufe, die unabhängig bedient werden und ihre volle Leistung, also die maximale Drehzahl der Bänder, bereits mit 450 U/min Zapfwellendrehzahl erreichen. Der Traktor versorgt lediglich noch das Verleseband und den Bunkerhub über eine Load-Sensing-Pumpe. So steht beim Rangieren am Vorgewende die Zapfwelle still und das Personal kann trotzdem am Verleseband weitersortieren – clever gelöst!

Fahrwerk und automatische Lenkung

Ropa kennt sich mit Tiefenführung aus und wuchert mit 30 Jahren Erfahrung in der Zuckerrübe. Das sieht man an der Dammrolle. Sie tastet den Erdwall ab und steuert die schwenkbare Deichsel. Lenkt der Fahrer aus der Spur, gleicht der Keiler das sanft aus und hält automatisch das Rodeschar in der Dammmitte. Ob und wie stark die Rolle auf den Damm drückt, regelt sie anhand der eingestellten Drücke automatisch. Wie tief der Roder arbeitet stellt der Fahrer übrigens aus der Kabine über Hydraulikzylinder ein (2.600 Euro).

Maschinentest: Ropa Kartoffelroder im Praxistest

Am Hang ausgleichen

Ropas Steckenpferd ist das Fahrwerk um den zentralen Holm in der Fahrzeugmitte. Am Hang hält es den Roder waagrecht und gleicht hydraulisch bis zu 9 Grad Seitenneigung aus. Für unseren Einreiher nicht verfügbar, gibt es für mehr Standsicherheit unter dem Keiler II eine hydraulisch teleskopierbare Achse. Ebenfalls nicht in unserem Keiler verbaut war die hydraulische Triebachse, die Ropa im vergangenen Jahr vorstellte.

Fazit

Mit einem 6-t-Bunker ist der Keiler I das Modell für den Profibetrieb mit Speisekartoffeln. Der möchte zeitlich flexibel in den Acker fahren und mit Personal am Band sauber verlesen. In Rekordzeit ist Ropa technisch in der Kartoffelerntetechnik groß geworden. Jetzt müssen die Marktanteile nachziehen. Das Know-how aus der Rübentechnik zu Siebketten, Fahrwerk und Regelung übertrugen die Ingenieure in den Keiler. Mit ISOBUS-Technik, hydraulischem Antrieb, unabhängig von der Drehzahl aller Aggregate, und der Triebachse, drängt der Frischling an die Spitze und stürmt das Rudel der Erntetechnik.

Den ausführlichen Fahrbericht lesen Sie in der Ausgabe ararheute 09/2018.

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