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FARM MACHINE

Sämaschinen - jetzt voten für Lemken, Pöttinger oder Väderstad

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am Donnerstag, 03.02.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Bei der FARM MACHINE, ehemals Machine of the year, kann noch bis zum 27. Februar beim Audience Choice Award abgestimmt werden. Wir stellen Ihnen die Finalisten Lemken Solitair DT, Pöttinger Aerosem VT und Väderstad Proceed, der Kategorie Sä- und Drillmaschinen vor.

Lemken Solitair DT

blaue Sämaschine mit Traktor auf Feld.

Lemken hat die Sämaschinenbaureihe Solitair um eine neue Variante mit integrierter Kurzscheibenegge ergänzt. Die DT hat einen geteilten Tank, um auch zwei Saatgüter oder Saatgut und Dünger gleichzeitig auszubringen.

Die neue Technik kommt zur Herbstaussaat 2022 mit 4 und 6 m Arbeitsbreite auf den Markt. Vor und nach der Kurzscheibenegge läuft je ein Reifenpacker. Die Saat übernehmen die bekannten parallelogrammgeführten OptiDisc-Doppelscheibenschare mit Tiefenführungsrolle.

Der Saatgutbehälter fasst bis zu 5.100 l. Er ist als Doppeltank ausgeführt und nimmt auch Dünger auf. Die Maschine arbeitet im Single-Shot-Verfahren oder optional über ein separates Dünger-Doppelscheibenschar. Dann landet der Dünger unterhalb des Saathorizonts.

Pöttinger Aerosem VT

rote Sämaschine auf einem Feld mit blauem Himmel.

Pöttinger präsentiert seine Drillmaschine Aerosem in der gezogenen, pneumatischen Variante VT. Sie dosiert die Komponenten aus den zwei Tankhälften separat. Anschließend fasst sie beide Mengen in einer Saatgutleitung zusammen (Single Shot). So lassen sich zum Beispiel zwei Komponenten (Saatgut und Dünger) gleichzeitig verwenden und über zwei verschiedene Applikationskarten auch jeweils teilflächenspezifisch ausbringen. Der Tank ist dafür nun längs angeordnet, hälftig geteilt und fasst 2.800 Liter.

Die VT ist so wendig, dass man selbst mit Zwillingsbereifung am Vorgewende in der Regel in die Anschlussspur kommt. Dafür ist die Maschine extra kurz gebaut, der Drehpunkt an der Deichsel weit nach hinten verlagert und der Saatguttank längs angeordnet. Zudem ist der Packer als Fahrwerk integriert. Den Bulldozingeffekt vermeidet Pöttinger durch große Reifen. Ein Rillenprofil am Packer soll die Saatreihen besser rückverfestigen. Auf Geschwindigkeit kommt man laut Hersteller auch durch die Dämpfung des Packers.

Mit dem bereits bekannten Doppelscheibenscharsystem hinterlässt die Aerosem eine V-förmige Furche, aus der das abgelegte Saatgut nicht herausrollen kann. 60 kg Schardruck ermöglichen eine zügige Arbeit.

Väderstad Proceed

Sämaschine und Traktor von Väderstad fahren auf einem Feld.

Eine Sämaschine, alle Kulturen: Väderstad stellt mit der Proceed eine Einzelkorn-Sämaschine vor, die Weizen, Gerste, Raps, Zuckerrüben, Erbsen, Mais, Sonnenblumen und vieles mehr millimetergenau im Boden ablegt. Laut Hersteller erreichte man in Feldversuchen mit Weizen auch bei nur halber Aussaatstärke vergleichbare Erträge zu normaler Aussaatstärke mit derzeitigen Sämaschinen.

Vor der Ablage des Saatguts wird das Saatbett durch einzelne Vorlaufräder rückverfestigt, um gleiche Bedingungen für jedes Saatgut zu gewährleisten. Die Vorlaufräder sind einzeln montiert und arbeiten mit hydraulischem Anpressdruck. Die Reiheneinheiten sind elektrisch angetrieben. So kann die Proceed jede Reihe einzeln abschalten oder auch die Saatmenge laufend variieren.

Bei der Aussaat von Getreide hat die Proceed einen Reihenabstand von entweder 225 oder 250 mm. Durch eine einfache Umrüstung und einen schnellen Wechsel der Saatscheiben kann die Maschine z.B. auf 450 oder 500 mm für Kulturen wie Zuckerrüben oder Raps umgestellt werden, um eventuell anschließend Kulturen wie Mais, Sonnenblumen oder Baumwolle mit 750 mm Reihenabstand auszubringen.

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