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Schnell am Vorgewende wenden und richtig Geld sparen

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am Donnerstag, 09.08.2018 - 16:24 (Jetzt kommentieren)

Die richtige Fahrstrategie am Vorgewende spart Zeit und Geld. Wir haben verglichen, wie Sie flott in die nächste Spur kommen. Das sind die besten Wendemanöver.

Wenn man eine Party unter Ackerbauern etwas beleben möchte – einfach mal sagen: „Also die Breite des Vorgewendes wird überbewertet!“ Und schon wird lautstark diskutiert. Aber was ist die richtige Strategie? Wie dreht man am schnellsten in die nächste Spur? Was ist schädlicher für den Boden? Ein schmales oder ein breites Vorgewende? Muss man immer Anschluss fahren? Landwirte, die ohne Spurführung fahren, können allenfalls beim Grubbern oder ­ähnlichen Arbeiten in Beeten fahren, ­allerdings mit dem Risiko, beim Anschluss zwischen den Beeten nicht die volle ­Arbeitsbreite auszunutzen.

Mit GPS einfacher am Vorgewende

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Mit GPS-Spurführungssystemen lassen sich die Beete genau planen und es bleibt zwischen den beiden Beeten genau eine Arbeitsbreite übrig. Das ist kein Problem bei der Bodenbearbeitung. Schwieriger wird es beim Säen. Da müssen zusätzlich die Fahrgassen stimmen! Mit einer normalen Fahrgassenschaltung braucht es ordentlich Hirnschmalz und auch Zeit, um die Fahrgassen passend zu schalten. Hier helfen Fahrgassenschaltungsassistenten, die automatisch nach der jeweiligen Fahrspur die Fahrgassen ein- oder ausschalten.

In der Furche Pflügen

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Ganz ohne Spurführung geht es bei Pflügen in der Furche, aber auch hier steht die Frage im Raum: Schmal und bis auf den Weg rausfahren oder breit und im Anschluss etwas öfter am Vorgewende ackern? Wie breit ein Vorgewende sein soll, hängt sicher auch vom Zuschnitt des Felds und dessen Größe ab. Aber auch Dünge- und Spritzbreite sowie der damit verbundene Fahrgassenrhythmus spielen eine Rolle.

Fazit

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Die richtige Fahrstrategie bringt einen deutlichen Zeitvorsprung. Es werden bei allen Maschinenkombinationen mehr als 22 Prozent Zeit eingespart. Geldmäßig bewertet, lassen sich durch die richtige Strategie beim Grubber 1,51 Euro/h sparen, bei der Drillmaschine sind des 1,64 Euro/h und beim Pflug sind es 2,36 Euro/h. Die Ersparnis lässt sich beim Pflügen ohne Hilfsmittel erzielen. Es reicht, das Vorbeet breiter zu machen.

Wird in Beeten wie bei der Drille gefahren, sind ein Spurführungssystem und idealerweise noch eine Fahrgassenautomatik notwendig. Beim aufgesattelten Grubber reicht ein automatisches Lenksystem. Zusätzlich werden die Mehrfachüberrollungen am Vorgewende geringer und verringern das Risiko der Bodenverdichtung. Bei ungünstigeren Bodenbedingungen wären die Vorteile sicher deutlicher ausgefallen.

Mehr lesen Sie in der Ausgabe August 2018 von agrarheute

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