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Ackerbau

Schwarzmacher: Der Horsch 4 Terrano MT im Test

von , am
24.01.2013

Zur Agritechnica 2011 wurde der neue Horsch 4 Terrano MT, ein Schwergrubber, vorgestellt. Das dlz Agrarmagazin hat mit ihm die Feldprobe gemacht.

Der Horsch 4 Terrano MT wurde speziell für das Einarbeiten hoher Massen von Ernterückständen und die Bearbeitung schwerer, nasser Böden mit geringem Feinerdeanteil entwickelt. Er kombiniert zwei vorlaufende Scheibenreihen (520 mm Durchmesser, 12,2 cm Strichabstand) mit zwei Zinkenreihen (40 cm Strichabstand) zur Lockerung bis maximal 30 cm Tiefe. Dahinter sorgen gezackte Hohlscheiben für eine ebene Bodenoberfläche.
 
Als Nachläufer bietet Horsch aktuell drei Varianten: Den schweren, geschlossenen Stahlpacker mit 58 cm Durchmesser (SteelDisc), eine offene Federstahlwalze (Doppel RollFlex) und eine offene Walze aus U-Ringen (Doppel RollPack). Die Arbeitstiefe der vorlaufenden Scheiben wird hydraulisch eingestellt, die Tiefe der Zinken mit den bekannten Steckclips und den Schlepperunterlenkern (beziehungsweise bei Zugpendelanhängung per Knickdeichsel). Die Nivellierscheiben lassen sich mit Spindeln einfach den Bedingungen entsprechend anpassen. 

Mehr als nur ein Grubber

Bei der Arbeit auf schweren Lehmböden und stark anhaftenden Moorböden musste der Terrano 4 MT auf gemulchter Körnermaisstoppel zeigen, was er kann. Im direkten Vergleich mit einem herkömmlichen dreibalkigen Grubber konnte der neue Horsch etwas mehr Material einarbeiten, krümelte aber vor allem wesentlich besser. Große Kluten oder Hohlräume gab es dadurch nicht.
 
Der besonders für schwere Böden geeignete SteelDisc-Packer sorgte für eine super Rückverfestigung. Nach Körnermais wurde so ein saatfertiger Oberboden hinterlassen. Das linke Randblech, welches häufig stopfte, wurde von Horsch inzwischen weiter nach außen versetzt.

Wendig und flexibel

Auch unter extrem nassen Bedingungen konnten die dlz-Tester mit dem Terrano 4 MT arbeiten. Denn dank des integrierten Fahrwerks lässt sich die Walze falls notwendig entlasten. Und da hinter jedem Transportrad einer der insgesamt elf Zinken läuft, werden quasi keine Fahrspuren hinterlassen. Das integrierte Fahrwerk ermöglicht außerdem sehr enge Wendevorgänge.
 
Negativ fiel die geringe Stützlast der Deichsel auf, für die Horsch nun aber optional Ballastgewichte anbietet.
Was den dlz-Testern sonst noch positiv wie negativ am Horsch Terrano 4 MT auffiel, lesen Sie im aktuellen Februarheft des dlz Agrarmagazin.
 

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