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Ernte und Transport

Selbstfahrende Feldhäcksler: Verkäufe gesunken

von , am
26.11.2013

Frankfurt - Der Markt für selbstfahrende Feldhäcksler in Deutschland ist im vergangenen Saisonjahr kleiner geworden. Mit 528 Maschinen wurden deutlich weniger verkauft als jeweils in den drei Jahren zuvor.

Die Krone Gruppe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Umsatz auf mehr als 1,6 Milliarden Euro steigern. Auch die Zahl der Mitarbeiter stieg. © Krone
Der Markt für selbstfahrende Feldhäcksler in Deutschland sank im vergangenen Saisonjahr, das im Oktober endete. Insgesamt wurden 528 Maschinen verkauft. Im Jahr davor waren es noch 678 Einheiten. Damit wurden deutlich weniger Maschinen verkauft als jeweils in den drei Jahren zuvor.
 
Im Zeitraum von 2010 bis 2012 hatte es eine Sonderkonjunktur für den Feldhäcksler gegeben. Im Rekordjahr 2011 wurden knapp 700 Maschinen verkauft. Diese Investitionswelle entstand im Zuge der Errichtung zahlreicher neuer Biogasanlagen und der damit einhergehenden Ausweitung der Maisanbauflächen.

Nachfrage in Ostdeutschland nach wie vor auf hohem Niveau

Endverkäufe selbstfahrender Feldhäcksler in Deutschland. © VDMA Landtechnik
40 Prozent der gehäckselten Maispflanzen sind in Deutschland mittlerweile für Biogasanlagen bestimmt. Seit diesem Jahr werden nur noch wenige neue Anlagen errichtet, und auch die Ausbaupotentiale für Maisflächen sind sehr begrenzt.
 
Entsprechend geringer fällt der zusätzliche Investitionsbedarf für Feldhäcksler aus. Lediglich in Ostdeutschland, wo noch einige neue Anlagen gebaut wurden, hielt sich auch der Feldhäckslermarkt auf dem hohen Vorjahresniveau.

Stabiler Markttrend für die kommende Saison erwartet

Von den 528 verkauften Häckslern war knapp jede zweite Maschine mit einer Motorleistung von mehr als 530 PS ausgestattet. Im Vergleich zum Trend in den Vorjahren hat sich der Anteil des oberen Leistungssegments jedoch nicht weiter erhöht.
 
Auf Basis regelmäßiger Ersatzbeschaffungszyklen geht der VDMA für die kommende Saison von einem stabilen Markttrend aus.

DLG-Umfrage: 70 Prozent mit konkreten Investitionsplänen

Dies bestätigt auch die Befragung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) während der Agritechnica 2013. Die DLG beauftragte das Unternehmen Wissler & Partner Trade Fair Marketing mit einer repräsentativen Umfrage während der Messe. Von den 4.833 an verschiedenen Standorten befragten Besuchern planen 70 Prozent der Land- und Forstwirte in den nächsten beiden Jahren zu investieren. 23 Prozent befänden sich demnach im Moment in einer Planungsphase für eine Investition, nur sieben Prozent verneinten die Frage "Werden Investitionen in den nächsten beiden Jahren geplant?".
 
Von den investierenden Betrieben wollen 53 Prozent bestehende Betriebszweige erweitern, 53 Prozent Maschinen und Geräte ersetzen sowie 15 Prozent die Produktion in einem neuen Betriebszweig aufnehmen (Mehrfachnennungen waren hier erlaubt).

agrarheute.com-Umfrage: 20 Prozent wollen in Bodenbearbeitungs- und Erntetechnik investieren

Eine Umfrage der agrarheute.com-Redaktion an der 1.282 User teilnahmen, fiel differenzierter aus. Der Befragung zufolge planen zirka 15 Prozent, nach der Agritechnica einen neuen Traktor anzuschaffen, knapp 20 Prozent wollen in Bodenbearbeitungs- und Erntetechnik investieren, rund zehn Prozent klickten bei der Frage nach geplanten Investitionen nach der Agritechnica die Antwort "Ja, in Hoftechnik" an. Laut der agrarheute.com-Umfrage planen 54 Prozent der Abstimmenden keine Investitionen.

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