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Praxistest

So pflügt der Lemken Diamant 11VT

Dieser Artikel ist zuerst in der Agrartechnik erschienen.

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Tammo Gläser/agrartechnik/bes
am
08.04.2016

Der Lemken Diamant 11 gehört zu den Premiumprodukten bei den Aufsattelpflügen. Agrartechnik hat die Einstiegsmaschine genau unter die Lupe genommen.

Das hat er zu bieten

  • Äußerst verschleißarmer und wartungsfreundlicher DurraMaxx Pflugkörper.
  • Bohrungen, Stanzungen und Verschraubungen an sämtlichen Flächenverschleißteilen wurden durch geklebte Befestigungshaken ersetzt. Dadurch konnten die Standzeiten deutlich verlängert und die Rüstzeit enorm verkürzt werden. Als Verriegelung genügt in dem System die Streichblechkante und ein Klappstecker.
  • Das Prinzip "werkzeuglos" wurde auch auf die Verstellung der Düngereinleger übertragen: Mit Hilfe von kleinen Steckbolzen lassen sich hieran Arbeitstiefe und Wurfwinkel justieren.
  • Für sehr flaches Pflügen bietet Lemken zur Saison 2016 einen verlängerten Düngereinlegerhalm.
  • Wechseln von Einstellungen und Verschleißteilen funktioniert auch an der stark verschmutzten Maschine problemlos.
  • Die Arbeitstiefe lässt sich bei der Variante Diamant 11V (mit variabler Schnittbreitenverstellung) stufenlos verstellen.
  • Die Überlastsicherung (Hydromatic genannt) mit dem dazugehörigen Absperrhahn und einem Manometer befindet sich am Pflugturm und muss zum Einstellen des gewünschten Drucks auch hier bedient werden.
  • Die Veränderung der Arbeitstiefe erfolgt über werkzeugloses Umstecken eines Bolzens in den Bohrungen einer Verstellplatte am Aufsattelrad.
  • Das Vorgewende lässt sich schmal halten.
  • Ein interessantes Extra ist der Traktionsverstärker. Dieser wird wie die Hydromatic mittels Steuergerät sowie Absperrhahn und Manometer eingestellt. Auch dies befindet sich am Pflugturm.
  • Richtig rund wird das System mit einem anständigen Frontgewicht.

Technische Daten

  • Arbeitsbreite (Testmaschine 7-furchig): 210 - 385 cm
  • Rahmenhöhe: 80 cm
  • Vierkantprofilrahmen: 160 x 160 x 10 mm
  • Variable Arbeitsbreitenverstellung je Körper: 30 bis 55 cm
  • Gewicht: 3.659 kg
  • Zugkraftbedarf: ab 180 PS

Fazit

  • Die Durra Maxx Pflugkörper überzeugen
  • Die hydraulische Vorderfurchenbreitenverstellung gibt es optional
  • Die Beschriftung beispielsweise der Absperrhähne am Pflugturm könnte besser sein.
  • Positionierung der Manometer nicht optimal, da sie von der Kabine aus nicht zu sehen sind.
  • Den Traktionsverstärker muss man am besten ausprobieren, um die Wirkungsweise am einfachsten zu verstehen.
  • Der Arbeitsdruck wird einmal eingestellt und bleibt sowohl beim Pflügen als auch am Vorgewende unverändert.
  • In sehr starken Hanglagen gilt es beim Wenden die Kippsicherheit zu beachten.
     

Pflug im Test: Der Lemken Diamant 11VT

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