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Ernte und Transport

Teleskoplader im Test: Der JCB überzeugt

© Werkfoto
von , am
07.01.2015

Die Agrartechnik hat vier Teleskoplader ausführlich getestet. In einer Serie stellen wir die einzelnen Testergebnisse vor. Wir starten mit dem JCB 527-58.

Kleine Teleskoplader sind Allrounder, die maximale Leistung mit minimalen Abmessungen vereinen sollen. Die Zeitschrift Agrartechnik konnte Maschinen von vier Herstellen ausführlich testen: den JCB 527-58, den Kramer KT256, den Manitou MLT 625-75H und den Merlo P25.6. Der JCB 527-58 lief allerdings im Test außerhalb der Wertung.
 
 
 
Das der Leistungsklasse entsprechende Modell, der 525-60 Agri, war zum Testzeitpunkt leider noch nicht verfügbar. Darum starten wir unsere Tsestserie mit dem nächstgößeren Modell JCB 527-58.

JCB: Große Räder, kleiner Wendekreis

Beim JCB fallen sofort die großen 24-Zoll-Reifen auf. Dass der JCB die größten Abmessungen und die meiste Bodenfreiheit im Test hatte, verwundert daher nicht. Der JCB beweist aber, dass große Räder keinen großen Wendekreis bedingen. Hier bewegt er sich im Mittelfeld. Wer eine kompaktere Maschine benötigt, kann optional auch 20-Zoll-Räder und eine Niedrigkabine ordern. Mit 81 kW/(109 PS) und einer 126 -Liter Zahnradpumpe für die Hydraulik war der JCB der leistungsstärkste Teleskoplader im Test.

JCB erfüllt Abgasnorm Stufe 3B ohne Abgasnachbehandlung

Die Messwerte beim Ladespiel (Heben, Senken, Kippen) fallen dementsprechend gut aus. Die hohe Leistung erlaubt auch gleichzeitige und dabei flüssige Bewegungen - dies war nicht bei allen Testkandidaten der Fall. JCB ist der einzige Hersteller im Test, der eigene Motoren verwendet. Dadurch kann man den Motor mit einer auf die Anforderungen eines Teleskopladers abgestimmten Kennlinie mit hohem Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen versehen. Zudem erfüllt der JCB-Motor die Anforderungen der Abgasnorm Stufe 3B als einziger ohne Abgasnachbehandlung. Der Hydrostat beschleunigte unsere Testmaschine auf bis zu 40 km/h - sehr gut für schnelles Umsetzen und sehr komfortabel dank Schwingungs- tilgung im Hubarm.

Bucket Raddle Funtion überzeugt die Tester

In der Kabine glänzt der JCB mit einer hochwertigen Verarbeitung und viel Komfort. So lassen sich beispielsweise die Lenkarten bequem elektronisch während der Fahrt schalten. Das Display ist gut ablesbar und bietet Informationen zu Hubhöhe, Winkel des Hubarms, Tankinhalt, etc. All diese Werte können über das Telemetrie-System JCB LiveLink in Echtzeit im Webbrowser des Büro-PCs ausgelesen werden. Eine Lichtleiste in der A-Säule zeigt den Laststatus an, sodass man sich einfach an den Grenzbereich herantasten kann. Gut gefallen hat uns die Funktion Bucket Raddle: Per Knopfdruck aktiviert, schüttelt der Lader die Schaufel automatisch, wenn man den Joystick nach rechts drückt. Damit muss man nicht, wie sonst, schnell von links nach rechts und wieder zurückgehen, um die Schaufel ordentlich leer zu bekommen.
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