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Ernte und Transport

Teleskoplader im Test: Der Kramer KT256 ist robust

© agrartechnik
von , am
28.01.2015

Beim Kramer KT 256 überzeugte die Agrartechnik vor allem das Ladespiel und das hydraulische Schnellwechselsystem für die Anbaugeräte.

Kramer Allrad ist Teil der Wacker- Neuson-Gruppe, zu der auch Weidemann gehört. Der KT256 ist eines von vier Teleskopladermodellen, die unter der eigenen Marke vertrieben werden. Alle größeren Modelle werden in Kooperation mit Claas in Saatengrün vermarktet. Das 68-PS-Aggregat des Kramer war das schwächste im Test, die Zahnrad-Hydraulikpumpe lag mit 86 l/min im Mittelfeld. Trotzdem übertrumpfte der KT256 - lässt man den JCB außen vor - die übrigen Testkandidaten beim Ladespiel deutlich. Hier zeigt sich, dass die Komponenten alleine nicht entscheidend sind. 

Überlastsicherung bietet Schaufel- und einen Gabelmodus

Die Überlastsicherung, bei Kramer Smart Handling genannt, unterscheidet sich von den Mitbewerbern. Sie bietet einen Schaufel- und einen Gabelmodus. Im Schaufelmodus zieht der Hubarm beim Senken automatisch ein. Das Risiko der Überlast wird damit minimiert. Ist der Arm im Gabelmodus über 38 Grad ausgefahren, zieht er beim Senken ebenfalls ein, hört ab 38 Grad aber auf. In welchem Lastbereich man sich aufhält, zeigt eine Leiste im Armaturenbrett an. So kann man sich auch beim Kramer langsam an den Grenzbereich herantasten. Der KT256 war ebenfalls mit einer Schwingungstilgung ausgestattet. Der Hubarm wird per Stickstoffblase gedämpft, was den Fahrkomfort spürbar verbessert.

Hydraulische Schnellwechselsystem überzeugt

Sehr gut gefallen hat den Kollegen der Agrartechnik das hydraulische Schnellwechselsystem für die Anbaugeräte. Egal wie schief wir uns dem Werkzeug genähert haben, das System hat tadellos gekuppelt. Praktisches Detail: Der Hydraulikzylinder der Kupplung ist gut geschützt vor Verschmutzungen verbaut.
 
Mit der durchgängigen Frontscheibe lieferte der Kramer die beste Sicht nach vorne und vor allem nach oben. Zur Seite schränkt die relativ hohe Motorhaube die Sicht allerdings etwas ein. Weniger gut fällt unser Urteil in Sachen Handlichkeit aus. Der Kramer hat den größten Wendekreis im Test und das merkt man auch. Die 20-Zoll-Bereifung tut ihr Übriges.
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