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Gülletechnik

Im Test: Güllewagen Joskin Modulo2 mit Schleppschuhverteiler

Müller/Feuerborn/dlz agrarmagazin/Krauß
am
26.02.2016

Präzise und umweltgerechte Gülleverteilung erfordert einen hohen technischen Aufwand. Ob dabei mit dem Einsatz des Güllewagens Joskin Modulo2 mit Schleppschuhverteiler der sprichwörtliche Schuh draus werden kann, hat sich das dlz agrarmagazin angesehen.

Wer jetzt in neue Gülletechnik investieren will, sollte keine Kompromisse eingehen und auf Technik setzen, die auch einer künftigen Düngeverordnung standhält. Bei Joskin hat man die Qual der Wahl. Eine Produktpalette aus zwölf Baureihen mit 75 Basistypen und über 1.200 Zubehörteile ergeben mehrere tausend Möglichkeiten für verschiedene À-la-carte- Fasskonfigurationen.

Die Technikredakteure des dlz agrarmagazin haben sich in einem Dauertest für ein 16-m³-Modulo2-Fass in der Win-Pack-Variante entschieden. Win Pack bedeutet, dass die Fässer in Serienherstellung gefertigt werden und je nach Kundenwunsch entsprechend ausgestattet sind. Das ermöglicht schnellere Lieferzeiten. Hier lesen Sie einen Auszug aus dem im dlz agrarmagazin (Ausgabe 01/2016) erschienenen Test.

Das Modulo2 Win Pack von Joskin ist ein 16-m³-Stahlfass mit leistungsfähiger Vakuumpumpe und vielfältiger Ausstattung wie:

  • Andockarm Jumbo mit Turbofüller,
  • Schleppschuhverteiler mit 12 m Arbeitsbreite,
  • einfacher Bedienung mit Vorgewendemanagement.

Technische Daten: Joskin-Güllefass Modulo2 MEB 16000

  • Art: Vakuumfass
  • Fassungsvermögen: 16 m³
  • Material Tank: Stahl
  • Pumpentyp: Jurop PN 155
  • Ansaugleistung Luft: 15.500 l
  • Befüllung: über Dom
  • Ansaugung: Saugarm links oder rechts mit Turbobefüller
  • max. Ansaugtiefe: 4 m
  • Füllstandsanzeige: Schauglas
  • Ölversorgung: Load-Sensing
  • Schmierung: automatisch

Verteiler

  • Anbau für Verteiler: Heckhubwerk
  • Verteiler: Pendislide-Schleppschuhverteiler
  • Arbeitsbreite: 12 m
  • Teilbreiten: 2 Teilbreiten à 1,5 m
  • Verteilerkopf: zwei vertikale Scalper-Verteilerköpfe
  • Bedienung: elektrohydraulisch mit Bedienkasten

Fahrwerk

  • Anhängung: Untenanhängung mit K-80-Kugel
  • Deichsel: quergefederte V-Deichsel
  • Fahrwerk: Joskin Roll-over Boggie
  • Achsfederung: Parabelfeder
  • Bereifung 750/45 R26.5
  • Radstand: 1,80 m
  • Lenkung: hydraulisch sperrbare Nachlaufachse
  • zulässige Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
  • Leergewicht: 7,5 t
  • zulässiges Gesamtgewicht: 23 t

Fazit der dlz-Techniktester

  • Pumpenleistung: Die Leistung der Vakuumpumpe ist absolut in Ordnung. In Verbindung mit dem Turbofüller füllt er ein Fass in unter drei Minuten. Befüllen: Die Befüllung mittels Saugarm und Dockingstation ist einfach und komfortabel. Befülltrichter und Saugschläuche sind gut aufgeräumt und immer dabei. Bei der Obenbefüllung lief das Fass öfter mal über, weil die Füllstandsanzeige über Zeiger und Schauglas nicht allzu deutlich ist. Hier wäre das optionale Schaurohr besser gewesen.
  • Fahrwerk, Achsen und Reifen: Das Fahrwerk ist stabil und macht einen langlebigen Eindruck. Die Boggie-Achsen sorgen in Verbindung mit der Deichselfederung und der750/45 R 26.5 Bereifung für ein angenehmes Fahren auch auf unebenem Gelände.
  • Ausbringtechnik: Der stabile Schleppschuhverteiler macht gute Arbeit und bringt exakt und pflanzenschonend aus. Es gab keine Störungen an den Scalper Verteilern. Allerdings ist der Fremdkörper- und Strohanteil im Biogassubstrat auch relativ gering.
  • Bedienung: Die elektrohydraulische Steuerung mittels Bedienkasten hat den Testern gut gefallen. Sie ist einfach aufgebaut, verständlich und sorgt vor allem durch das Vorgewendemanagement für komfortables Arbeiten.

Den ausführlichen Test finden Sie im dlz agrarmagazin (Ausgabe 01/2016).

Güllewagen Joskin Modulo2 im dlz-Dauertest

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