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Ackerbau

Traction-Arbeitsprobe: Becker Aeromat Advance 8

von , am
28.07.2014

Mit der Aeromat Advance 8 legt Becker den Grundstein für seine neueste Generation von Einzelkornsämaschinen. Traction hat sich die Maschine angesehen.


Neben einem elektrischen Antrieb der Säaggregate und optional auch der Düngerdosierung zeichnet sich die Maschine durch ein neues Design und einen Kunststoff-Düngerbehälter aus.
 
Mit der Aeromat-Baureihe bietet Becker heute nach wie vor als einziger deutscher Hersteller das Druckluft-Spülverfahren für die Vereinzelung an. Bei der neuen achtreihigen Aeromat Advance 8 übernahmen die Konstrukteure das Innenleben des Säaggregats quasi unverändert von den Vorgängern. Das Säherz des M20-Aggregats besteht nach wie vor aus einem Zellenrad mit Sternauswerfer. Das Saatgut wird von den trichterförmigen Aussparungen der Zellenräder aufgenommen und zur Überdruckdüse geführt. Überschüssiges Saatgut wird aus dem Trichter geblasen, während das vereinzelte Korn am Trichterboden durch die Druckverhältnisse festgehalten wird. Am Abgabepunkt sorgt dann der Sternauswerfer für ein gleichmäßiges Ablösen der Körner vom Zellenrad.

E-Antrieb der zweiten Generation

Für den Antrieb der Zellenräder und des Rührwerks sorgen bei der Aeromat Advance die e-motion-Elektroantriebe der zweiten Generation. Sie arbeiten jetzt mit 3 bis 3,5 A und in einem Bereich von 10,5 bis 16 V (Schutzklasse IP65). Eine weitere wichtige Neuerung: die Stromversorgung und die ISOBUS-Steuerung sind nun getrennt. So sollen sich Spannungsschwankungen an den E-Motoren nicht mehr auf die Motorsteuerung auswirken. Das heißt für die Praxis: Es gibt weniger Fehlermeldungen, die Längsverteilung wird kaum mehr störend durch klemmende Körner und Spannungsschwankungen beeinflusst.

Aggregate überarbeitet

Während das Säherz unverändert blieb, wurde das Säaggregat der Aeromat Advance in Teilen erneuert. Die Vorratsbehälter fassen nach wie vor 55 l, sind aber für eine bessere Optik und ein verbessertes Fließverhalten neu geformt. Für die Verstellung der Ablagetiefe ist nun beispielsweise eine vernünftige Kurbel verbaut, die handlicher als der alte Drehgriff ist. Dafür ist an den V-Andruckrollen die ursprünglich verbaute Drehkurbel durch eine Hebelkulisse mit Rasterhebel und fünf Rasterungen ersetzt worden.
 
Der 1.200 Liter fassende Düngerbehälter ist nun vollständig aus Kunststoff gefertigt. Das erleichtert nicht nur den Fertigungsprozess, sondern spart auch Gewicht und vermeidet Korrosion durch anhaftenden Dünger. Nach wie vor bleibt aber zu viel Restmenge im Tank zurück. Dank der optionalen elektrischen Düngerdosierung kann nun vernünftig abgedreht werden, und vom Fahrersitz aus lässt sich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen einen Funktionskontrolle der einzelnen Düngerleitungen vornehmen.


Hier geht’s zum Probeabo.
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