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Ackerbau

traction-Arbeitsprobe: Joker RT von Horsch im Einsatz

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Matthias Mumme , traction
am
16.04.2015

Die traction-Redakteure testeten im Oktober 2014 die neue Baureihe Joker 6 RT von Horsch auf einer Zwischenfrucht- und einer Silomaisstoppelfläche. Hier die Test-Ergebnisse zusammengefasst.

Neben der Joker RT classic gibt es eine neue Joker RT-Baureihe von Horsch. Diese zeichnet sich in erster Linie durch ein integriertes Fahrwerk zwischen Scheibenfeld und Walze aus. Sie ist in den Arbeitsbreiten fünf, sechs, acht und zehn Metern (m) erhältlich. Die traction-Redakteure haben sich die sechs Meter breite Variante Joker 6 RT im Einsatz auf Zwischenfrucht und Silomaisstoppel näher angesehen. Als Schlepper verwendeten sie einen Claas Axion 850 und einen Fendt Favorit 822.

Joker RT im Einsatz

Bei Arbeitstiefen von fünf bis acht Zentimetern (cm) kam der 260 PS starke Claas gut mit der Kurzscheibenegge klar. Der Fendt war mit seinen 210 PS bereits auf ebenen Flächen deutlich an seiner Leistungsgrenze - auch was die Traktion anbelangt. Unter 250 PS sollte man daher nicht ansetzen. Auf schweren Böden und in Hanglagen sind aber auch 300 bis 350 PS sicher nicht zu viel. Auf den mittelschweren bis leicht lehmigen Einsatzflächen hatte die Joker 6 RT keine Probleme mit dem Einzug.
 
Auch auf der oberflächlich sehr fest gefahrenen Silomaisfläche kam das Gerät problemlos auf die eingestellte Arbeitstiefe. Das Arbeitsergebnis war sehr gut. Die circa 40 cm hohe grüne Zwischenfrucht wurde sehr sauber eingearbeitet.

Abstand Scheibenfeld-Walze sehr groß

Auch die Silomaisstoppel arbeitete die Joker 6 RT akkurat ein. Randfurchen oder -dämme konnten die traction Redakteure nicht feststellen. Hohe Arbeitsgeschwindigkeiten verschlechtern das Arbeitsergebnis nicht. Wegen des integrierten Fahrwerks ist der Abstand zwischen Scheibenfeld und Walze sehr groß, sodass sich der Erdstrom vor der Rückverfestigung beruhigen kann. Somit bleibt weniger Feinerde auf der Obefläche liegen. An den Walzenabstreifern setzt sich viel organisches Material fest.

Testergebnisse im Überblick

  • Die neue Joker 6 RT ist eine mittelschwere Kurzscheibenegge.
  • Sie zeichnet sich durch eine sehr gute Mischqualität aus.
  • Aufgrund der groben Scheibenzahnung und der starren Bauweise ist der Einzug auch auf schwerem Boden sichergestellt. Das Ausheben am Vorgewende per Walze ist etwas ungewohnt, verhindert aber ein Aufschaukeln.
  • Unter besonderen Einsatzbedingungen kann man das Fahrwerk zum Ausheben nutzen. Die hydraulische Tiefenführung ist komfortabel.
  • Mit Hilfe des Deichselzylinders passt sich die Joker RT auch in Fahrtrichtung Bodenunebenheiten an.
  • Der Straßentransport ist sicher. Drei Meter Transportbreite sind für ein sechs Meter -Gerät viel.
  • PLUS:
  • sehr gutes Einzugsverhalten
  • gute bis sehr gute Einmischung
  • sehr gute Einebnung ohne Furchen und Dämme
  • Bodenanpassung per Deichselzylinder
  • breite Transportachse 
  • MINUS:
  •  Walzenabstreifer nicht zentral verstellbar
  •  Positionsanzeige für Crossbar

In Bildern: Die Kurzscheibenegge Joker RT von Horsch

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