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Ernte und Transport

traction-Arbeitsprobe: Rostselmash Vector 420

© traction
von , am
15.11.2014

Mit dem Vector 420 bietet Rostselmash einen preiswerten Vierschüttler für Familienbetriebe und kleinere Maschinengemeinschaften an. Die traction-Redakteure haben ihn bei Gerste und Weizen begutachtet.

Mit dem Vector 420 bietet Rostselmash einen preiswerten Vierschüttler für Familienbetriebe und kleinere Maschinengemeinschaften an. Die traction-Redakteure haben in Gerste und Weizen begutachtet, was der Kleine mit Eintrommeldreschwerk so kann.
 
Die nervenaufreibende Druschsaison 2014 zeigte wieder einmal, dass für Mähdrescher der unteren Leistungsklasse nach wie vor ein Markt vorhanden ist - bei wechselhafter Witterung sieht man schließlich nicht gerne zu, wie der Lohnunternehmer beim Nachbarn drischt, während die eigenen Qualitäten sinken. Schon seit einigen Jahren ist wieder vermehrt der eigene Mähdrescher gefragt, sei es als Neumaschine oder als etwas größer dimensionierter Gebrauchter.

Einfaches Dreschwerk

Im Vector 420 setzt Rostselmash wie viele andere Hersteller im Vierschüttlersegment auf ein einfaches Dreschwerk mit einer Trommel plus Strohwendetrommel. Mit 800 mm Durchmesser, zehn Schlagleisten und 1.180 mm Breite ist die Trommel des Vector 420 aktuell die größte am Markt. Verglichen mit einigen Wettbewerbern kann sie laut Hersteller 50 bis 90 Prozent mehr Größe bieten, was sich positiv auf Bruchkornanteile und Strohqualität auswirkt. Der Trommelantrieb erfolgt per riemenangetriebenem Variator, mit dem sich stufenlos Drehzahlen zwischen 335 und 1.050 U/min einstellen lassen. Durch ein optionales Untersetzungsgetriebe kann das Drehzahlband auf 200 bis 450 U/min heruntergefahren werden.

Bis sieben Meter Schnittbreite

Drei Schneidwerke mit den Arbeitsbreiten 5, 6 und 7 Meter sind verfügbar. Serienmäßig ist ein Multikuppler verbaut, außerdem gibt es eine mechanische Schneidwerksführung mit einstellbaren Gleitkufen sowie eine mechanische Pendelsperre bei ausgehobenem Tisch. Messerbalken und -antrieb kommen von Schumacher. Der Fahrer kann das Schneidwerk einfach mit dem Multifunktionshebel steuern; die Haspeldrehzahl kann sowohl manuell als auch automatisch und fahrgeschwindigkeitsabhängig gesteuert werden.

Kritikpunkte

Die Bedienung gibt insgesamt keine Rätsel auf, ab 2015 gibt es zudem eine neue Kabine mit Armlehnenbedienung. Zu kritisieren hatten die traction-Tester den hohen Wartungsaufwand angesichts vieler langer und regelmäßig zu spannender Riemen. Zudem ist die Überladehöhe zu gering und die Entladeleistung niedrig. Dazu ist auch die Umstellung von Schwaden auf Häckseln zu umständlich, und die Häckselverteilung nicht optimal.
 
Den ausführlichen Testbericht lesen Sie in traction November/Dezember 2014.
 
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