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Ackerbau

TRISTA: Gülle-Nährstoffe beim Tankwagen-Befüllen messen

© Zunhammer
von , am
16.10.2014

Um die Gülle-Nährstoffe gleich beim Befüllen des Tankwagens festzustellen, hat der Landtechnik-Hersteller Zunhammer ein elektronisches Steuer- und Regelsystem namens TRISTA entwickelt.

Um die Nährstoffe in der Gülle gleich beim Befüllen des Tankwagens festzustellen, hat Zunhammer ein elektronisches Steuer- und Regelsystem namens TRISTA entwickelt. © Zunhammer
Die Änderung der Düngeverordnung wird eine Hoftor-Bilanz bei der Gülledüngung vorschreiben. Deshalb ist es besonders wichtig, die tätsächlichen Nährstoffe dieses organischen Düngers zu kennen. Eine Labor-Analyse vor der Gülledüngung ist hier ungeeignet. Denn große Güllesilos kann man nicht ausreichend homogenisieren. Durch Sink- oder Schwimmschichten sind Abweichungen bei praktischen Messungen von 50 Prozent (%) durchaus im üblichen Bereich.
 
Deshalb hat der Gülletechnik-Spezialist Zunhammer ein elektronisches Steuer- und Regelsystem namens TRISTA zur präzisen Gülledüngung - ähnlich wie beim Mineraldünger - entwickelt, dass die Nährstoffe beim Befüllen des Tankwagens misst.

Befüllstation TRISTA ermittelt die Nährstoffe der Gülle

Der bereits in Tankwagen bewährte NIR-Sensor (VAN-Control von Zunhammer) ermittele dabei in der Befüllstation TRISTA (Transportable Andockstation) die Nährstoffe der Gülle, meldet der Landtechnikhersteller. Direkt beim Laden der Transportfahrzeuge werden so Stickstoff, Phosphor und Kalium jeder einzelnen Tankwagenfüllung ermittelt und dokumentiert. Durch die Nährstoffmessung in der TRISTA-Andockstation könne sofort in jeder Güllekette ohne Umbauten oder Anpassungen präzise nach dem Nährstoffgehalt der Gülle gedüngt werden. Es können mehrere Tankwagen auch verschiedener Fabrikate an der Absaugstelle eingesetzt werden.
 
Mit dem "Nährstoff-Protokoll" vom Ladevorgang könne dann das vorhandene Gülle-Verteilfahrzeug mit Mengenregelung exakt den organischen Dünger dosieren. Zur Fahrerentlastung gebe es verschiedene Ausbaustufen der elektronischen Steuerung (Komponenten über ISOBUS vernetzt) der Arbeitsabläufe bis hin zur automatischen Dokumentation. Dadurch bestehe keine Gefahr mehr, dass die max. Nährstoffmengen nach Düngeverordnung überschritten würden. Zudem stünden zuverlässige Daten zur "Hoftor-Bilanz" laut Gülleverordnung zur Verfügung, berichtet Zunhammer.
 
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