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Ackerbau

Vorne mischen, hinten säen

von , am
30.05.2013

Kurzscheibeneggen im Frontanbau sind in Deutschland ein eher seltenes Bild. Zu Unrecht? Das haben die dlz-Technikredakteure in einem Dauertest überprüft.

 
In Skandinavien werden aufgelöste Kombinationen aus frontangebauter Kurzscheibenegge und gezogener Mulchsaatdrille häufig eingesetzt. Denn dort kommt es bei der Frühjahrsbestellung auf Schlagkraft an. Zudem sind die Boxdrillen skandinavischer Bauart auf ein ebenes und gut verfestigtes Saatbett angewiesen, können aber nur begrenzt organisches Material einarbeiten. Hier kommt die Front Terra Disc von Kongskilde ins Spiel: Sie kann bei Verwendung nach dem Pflug das Saatbett verfestigen, wenn der Scheibenwinkel hydraulisch auf rund Null Grad eingestellt wird. Oder Sie arbeitet beim Einsatz direkt auf Stoppel oder Zwischenfrucht mit schräg angestellten Scheiben organisches Material ein und unterstützt dabei die Einarbeitungswerkzeuge der Drillmaschine.

Breites Einsatzfeld

Doch auch in Kombination mit einem Grubber macht die Front Terra Disc durchaus Sinn, allerdings vorrangig auf schweren Böden. Dort verbessert sie signifikant die Krümelung - ein Effekt, der auch bei Grubberkombinationen wir dem Horsch Terrano MT oder dem Väderstad TopDown zu verzeichnen ist. Nur ist die aufgelöste Variante aufgrund der besseren Gewichtsverteilung für kleinere Traktoren besser geeignet. Als Nachteil muss jedoch in Kauf genommen werden dass der Schlepper lockeren Boden überfährt und dort unter Umständen weniger Traktion findet. Vor der Zapfwellenkombination konnten die dlz-Redakteure eine deutlich verbesserte Einarbeitung bei pflugloser Bestellung feststellen. Die Krümelung konnte die Front Terra Disc hier jedoch nicht verbessern.
 
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