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Ernte und Transport

Worauf achten Sie bei Ballenpressen?

von , am
10.09.2010

Sachsen-Anhalt/NRW/Rheinland-Pfalz - Wer Heu und Stroh presst oder Silageballen herstellt, steht vor der Frage Rund- oder Quaderballen, variable Kammer oder immer feste Größe. agrarheute.com hat sich bei drei Landwirten umgehört, was die Gründe für ihre Entscheidungen bei der Pressen-Wahl waren.

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Service, Schnelligkeit und gute Lagermöglichkeit
Landwirtschaftsbetrieb Gabriel GbR, Wolfgang Gabriel, 39264 Eichholz Sachsen-Anhalt

"Ein Hauptkriterium war für uns der gute Service unseres Landmaschinenhändlers, der Worch Landtechnik GmbH. Außerdem ist unser Modell die schnellste Presse im direkten Vergleich mit anderen Fabrikaten. Der Grund für Rundballen war unter anderem die gute Lagermöglichkeit am Feldrand, da unser gesamtes Stroh draußen gelagert wird." mehr ...

Wahl fiel auf Festkammerpresse
Martin Funke, 33142 Büren-Barkhausen Nordrhein-Westfalen

"Die 255 Roto Cut ist bereits meine vierte Presse vom selben Hersteller. Kaufgründe waren unter anderem die Händlernähe und der Service an Sonn- und Feiertagen. Wir fahren eine Festkammerpresse, weil sie sehr robust gegenüber Fremdkörpern ist. Außerdem lässt sich das kurze späte Herbstgras damit besser pressen als mit einer Bänderpresse. Die Ballen sind gut geformt und lassen sich gut einwickeln. Wichtig für mich ist auch die einfache Handhabung (Abschmieren, Netzwechsel, Messer ein-und ausbauen)." mehr ...

Ballenpresskombination für Silage, Heu und Stroh
Paul Backes 54597 Schwirzheim Rheinland-Pfalz

"Wir haben eine Uniwrap-Ballenpresskombination gekauft, die für Silage, Heu und Stroh universell einsetzbar ist. Dadurch haben wir eine enorme Arbeitserleichterung und sparen so Personal, Zeit und Geld. Unsere Presse hat eine variable Festkammer für die Rundballen. Mit den Ballen haben wir beste Siloqualität, sie eignen sich sehr gut zum Zufüttern im Sommer und wir haben im Winter keine Nachgärungsprobleme bei zu trockener Silage. Die teuren Fahrsilobauten fallen weg. Man ist nicht mehr so Wetterabhängig und schont dadurch die Nerven. Ein Nachteil dieser Verfahrenskette ist allerdings, dass mehr Müll anfällt und die Silofolie relativ teuer ist." mehr ...

Worauf achten Sie bei Ballenpressen?

Nachgefragt - Die agrarheute.com Frage der Woche

Sachsen-Anhalt - Wer Heu und Stroh presst oder Silageballen herstellt, steht nicht nur vor der Frage Rund- oder Quaderballen. agrarheute.com fragt Wolfgang Gabriel, was die Gründe für seine Entscheidungen bei der Pressen-Wahl waren.


6000 Rundballen Heu, Stroh und Silage

"Unser Betrieb liegt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Wir bewirtschaften 300 Hektar Getreide, 90 Hektar Raps, 60 Hektar Gras und zwölf Hektar Zuckerrüben und halten 130 Milchkühe mit weiblicher Nachzucht. Die Tiere stehen im Stall auf Stroh, dafür brauchen wir 4.000 Rundballen Stroh und 1.000 Rundballen Heu. Weitere 1.000 Rundballen Heu, Stroh und Silage machen wir im Lohn für andere. Wir fahren die variable Riemenpresse Claas Variant 365 Rotocut.

Service, Schnelligkeit und gute Lagermöglichkeit

Ein Hauptkriterium war für uns der gute Service unseres Landmaschinenhändlers, der Worch Landtechnik GmbH. Außerdem ist unser Modell die schnellste Presse im direkten Vergleich mit anderen Fabrikaten. Der Grund für Rundballen war unter anderem die gute Lagermöglichkeit am Feldrand, da unser gesamtes Stroh draußen gelagert wird.

Nur noch Neumaschinen

Unsere nächste Presse hat auf jeden Fall einen absenkbaren Schneidboden. Gebrauchtmaschinen kommen für uns nicht mehr in Frage, meist sind der Ärger und die Reparaturen zu groß."

Wolfgang Gabriel
Landwirtschaftsbetrieb Gabriel GbR
39264 Eichholz Sachsen-Anhalt

Worauf achten Sie bei Ballenpressen?

Nachgefragt - Die agrarheute.com Frage der Woche

Nordrhein-Westfalen - Wer Heu und Stroh presst oder Silageballen herstellt, steht nicht nur vor der Frage Rund- oder Quaderballen. agrarheute.com fragt Martin Funke, was die Gründe für seine Entscheidungen bei der Pressen-Wahl waren.


Vierter und fünfter Schnitt zu Rundballen

"Unser Betrieb befindet sich in Ostwestfalen, die Flächen liegen etwa 330 Meter hoch. Wir bewirtschaften 70 Hektar, davon 15 Hektar Getreide, zehn Hektar Ackerfutter, 15 Hektar Mais und 30 Hektar Dauergrünland. Der erste bis zum dritten Schnitt wird ins Fahrsilo eingebracht, den vierten und fünften Schnitt pressen wir in Rundballen, dazu kommt das Lohnpressen für die Nachbarschaft. Dazu pressen wir rund 350 Ballen Stroh für den Eigenbedarf.

Wahl fiel auf Festkammerpresse

Die 255 Roto Cut ist bereits meine vierte Presse vom selben Hersteller. Kaufgründe waren unter anderem die Händlernähe und der Service an Sonn- und Feiertagen. Wir fahren eine Festkammerpresse, weil sie sehr robust gegenüber Fremdkörpern ist. Außerdem lässt sich das kurze späte Herbstgras damit besser pressen als mit einer Bänderpresse. Die Ballen sind gut geformt und lassen sich gut einwickeln. Wichtig für mich ist auch die einfache Handhabung (Abschmieren, Netzwechsel, Messer ein-und ausbauen).

Gebrauchte nur für den Eigenbedarf

Gebrauchte Maschinen können für den Eigenbedarf sinnvoll sein. Pressen, mit denen viel Silage gepresst wird, leiden sehr, deshalb würde ich bei Einsatz im Lohn zur Neumaschine tendieren um Stand- und Reparaturzeiten zu vermeiden."

Martin Funke
33142 Büren-Barkhausen
Nordrhein-Westfalen

Worauf achten Sie bei Ballenpressen?

Nachgefragt - Die agrarheute.com Frage der Woche

Rheinland-Pfalz - Wer Heu und Stroh presst oder Silageballen herstellt, steht nicht nur vor der Frage Rund- oder Quaderballen. agrarheute.com fragt Paul Backes, was die Gründe für seine Entscheidungen bei der Pressen-Wahl waren.


Hauptsächlich Grassilage

"Unser Betrieb liegt in Schwirzheim in der Nordeifel im Landkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Die landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt 80 Hektar. Wir haben rund 80 Prozent Grünland mit der Gewinnung von Grassilage und 20 Prozent Getreideanbau zur Fütterung unser 50 Kühe mit Nachzucht. Wir pressen hauptsächlich für den eigenen Betrieb und kaum im Lohn.

Ballenpresskombination für Silage, Heu und Stroh

Wir haben eine Uniwrap-Ballenpresskombination gekauft, die für Silage, Heu und Stroh universell einsetzbar ist. Dadurch haben wir eine enorme Arbeitserleichterung und sparen so Personal, Zeit und Geld. Unsere Presse hat eine variable Festkammer für die Rundballen. Mit den Ballen haben wir beste Siloqualität, sie eignen sich sehr gut zum Zufüttern im Sommer und wir haben im Winter keine Nachgärungsprobleme bei zu trockener Silage. Die teuren Fahrsilobauten fallen weg. Man ist nicht mehr so Wetterabhängig und schont dadurch die Nerven. Ein Nachteil dieser Verfahrenskette ist allerdings, dass mehr Müll anfällt und die Silofolie relativ teuer ist.

Hangausgleich wo nötig

Technisch im Trend sind sicherlich absenkbare Schneidböden, 25 Messer, Messergruppenschaltung, automatische Schmierung und Kettenspannung. Beim Kauf einer Presse sollte man darauf achten, dass die Maschine gegebenenfalls einen Hangausgleich hat. Die richtige Werkstatt in der Nähe ist ebenso wichtig. Die Maschine sollte einachsig sein, also keine Tandemachse haben, um die Grasnarbe zu schonen. Bei Gebrauchtmaschinen kommt es darauf an, zu welchem Einsatz die Presse gefahren wurde. Zum Beispiel hat eine Maschine vom Lohnunternehmer meist mehr hinter sich als eine aus privater Hand. Weitere Fragen wären für mich, welches Zuggerät davor war, ob Silo, Heu oder nur Stroh gepresst wurde sowie Alter, Zustand und Preis."

Paul Backes
54597 Schwirzheim
Rheinland-Pfalz

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