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Meilensteine der Landtechnik Going Green

Zwei Betriebe, ein Güllefass: Maschinenteilung in der Praxis

Fliegl-Güllefass mit Schleppschlauchverteiler auf Feld
Fliegl-Güllefass mit Schleppschlauchverteiler auf Feld © Jörg Möbius/agrarmanager
von , am
10.08.2017

Die Betriebe der Familien Birkner und Huber nutzen viele Geräte gemeinsam. Jüngste gemeinsame Anschaffung ist ein Fliegl-Güllefass. So funktioniert das Technik-Teilen.

Zwei Landwirte vor Fliegl-Güllefass
Sebastian Birkner und Paul Huber teilen sich ein Fliegl-Güllefass und andere Geräte. © Jörg Möbius/agrarmanager

Sebastian Birkner führt den alteingesessenen Hof der Familie, seine Eltern arbeiten noch mit. Sie bewirtschaften 90 ha, dazu kommen 25 ha Wald. Im Anbindestall auf dem Hof stehen 30 Milchkühe und die dazugehörige Nachzucht. 2015 hat die Familie in einen neuen Schweinemaststall mit 1.200 Plätzen investiert. Er steht 200 m vom Hof entfernt. Mit einem Mähdrescher und einer Einzelkorndrille ist Sebastian Birk­ner außerdem als Lohnunternehmer in der Region tätig.

Etwas größer ist der benachbarte Hof von Familie Huber. Sie bewirtschaften 175 ha und 13 ha Wald. Paul Huber führt den Hof, die Eltern und Frau Karin arbeiten mit. Im Anbindestall der Hubers auf dem Hof stehen 25 Milchkühe zuzüglich Nachzucht. In 200 m Entfernung wurde ein neuer Schweinemaststall mit 2.400 Plätzen errichtet.

So funktioniert das Teilen der Landtechnik

Bei vielen Geräten sind beide Landwirte gemeinsame Eigentümer. Dazu gehören:

  • Güllefass
  • Feldspritze
  • Grubber
  • Kreiselegge
  • Rückewagen

Der Kaufpreis und die Kosten der Vollkaskoversicherung werden dabei immer nach dem jeweiligen Nutzungsanteil aufgeteilt. So trägt Paul Huber zwei Drittel der Kosten des neuen Güllefasses, aber nur ein Drittel vom Rückewagen. "Damit haben wir eine gerechte Aufteilung der Kosten und bei einem Schaden gibt es keine Schuldzuweisungen, weil die Versicherung einspringt", erklärt Sebastian Birkner die bewährte Zusammenarbeit. Jeder nutzt die Geräte mit seinen eigenen Traktoren. Das erfordert, dass in allen Traktoren und Geräten das gleiche Hydrauliköl verwendet wird.

Zum Ausbringen der Gülle nutzten die beiden Landwirte bis Ende 2016 gemeinsam ein bereits für die Jaucheausbringung angeschafftes 15-m³-Fass von Zunhammer mit einem Möscha-Breitverteiler. Von beiden Betrieben zusammen fallen jährlich rund 12.000 m³ Gülle und Jauche an.

Fliegl-Pumfasswagen mit Schleppschuhverteiler Skate

Im Januar 2017 wurde ein neues Güllefass mit Schleppschuh-Ausbringtechnik angeschafft. "Auslöser für diese Investition in den Pumpfasswagen PFW 16000 waren zum einen die Pflicht zur bodennahen Ausbringung ab 2020 und zum anderen die momentan günstige Förderung dieser Technik durch das bayerische KULAP-Programm", so Paul Huber. Die Entscheidung fiel für einen neuen Fassanhänger von Fliegl aus dem damals neu gestarteten GreenPower-Programm. Mit diesem Label versieht der bayerische Landtechnikhersteller Produkte, die hohe Standards bei Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und Ökologie erfüllen. Sie werden auffällig schwarz lackiert und erhalten entsprechende grüne Label.

Der Schleppschuhverteiler Skate hat 15 m Arbeitsbreite und kann gegen andere Ausbringgeräte getauscht werden. "Wir arbeiten viel mit 13,5 m, weil Düngerstreuer und Pflanzenschutzspritze mit 27 m unterwegs sind", erklärt Sebastian Birkner.

Die vollständige Praxis-Reportage und die technischen Details zum Fliegl-Güllefass, lesen Sie in der Ausgabe Juni 2017 des agrarmanagers.

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