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Agritechnica 2011: Alle Neuheiten auf einen Klick

von , am
12.10.2011

München/Hannover - Mit 2.611 Direktausstellern aus 48 Ländern kann die DLG als Veranstalter einen neuen Höchststand verzeichnen. Mit über 39 Hektar ist das weltgrößte Messegelände so gut wie ausgebucht. Wir informieren Sie vorab über die spannensten Neuheiten in der Landtechnik.

Mit uns verpassen Sie nichts!

Wie aus den bei der DLG eingegangenen Neuheitenanmeldungen abzulesen ist, ist auf der diesjährigen Agritechnica mit einem Feuerwerk an Innovationen zu rechnen. Damit Sie den Überblick nicht verlieren stellen wir in diesem mehrseitigen Artikel in den nächsten Tagen nach und nach schon vorab die interessantesten Neuheiten in den Bereichen:

Traktoren: Mehr Leistung, mehr Design, mehr Komfort

Interessierte Besucher tummeln sich am Stand von JCB © DLG

Europas Landwirte blicken optimistisch in die Zukunft. Die Landwirte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien erachten der Umfrage zufolge ihre aktuelle Geschäftslage stabil auf hohem Niveau. Wie die Ergebnisse des aktuellen Trendmonitors zeigen, will fast die Hälfte der Landwirte in den kommenden zwölf Monaten investieren. Mit Blick auf die mittel- und langfristigen Trends kann festgehalten werden, dass über 60 Prozent der Betriebsleiter mit Investitionen die Effizienz der Produktion und damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit steigern wollen. Immer leistungsfähigere Traktoren spielen hier eine wichtige Rolle. Lesen Sie, welche Trends und Neuheiten im Bereich Traktoren, Sie in Hannover erwarten...

Die Neuheiten bei den Selbstfahrern

Selbstfahrer auf der Agritechnica in Hannover © Krone
Selbstfahrende Maschinen gibt es mittlerweile für sämtliche Anwendungen in der Landwirtschaft. Es sind vor allem Lohnunternehmer, die diese Maschinen für den schlagkräftigen Einsatz benötigen. Landtechnik für anspruchsvolle Anwendungen. Die neuen Selbstfahrer in Hannover...

Die neuen Mähdrescher

Die neuen New Holland Mähdrescher © New Holland

Immer größere Schneidwerksbreiten, immer größere Motoren und Abtankleistungen. Auf dem Mähdreschermarkt hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Auf der Agritechnica 2011 wird es wieder einiges zu sehen geben. Lesen Sie vorab, was mit welchen echten Neuheiten die Hersteller auffahren... 

Neuheiten bei den Saat- und Bodenbearbeitungsgeräten

Neue Väderstad Einzelkorn-Sämaschine © Väderstad

Immer größere Schlagkraft und immer höhere Präzision, dass sind die Trends, an denen die Hersteller auf diesem Gebiet tüfteln. Langsam wird auch der Impuls, der Möglichkeit des elektischen Antriebs von Anbaugeräten, der von den Zugmaschinenherstellern vorangetrieben wurde, aufgenommen...

Weiteres in der Außenwirtschaft

Spannende Technik zur Arbeitserleichterung © Stoll
Die Hersteller haben sich wieder einige Gedanken gemacht, wie es möglich ist Ihren Arbeitsalltag zu erleichtern.Lesen Sie mehr über weitere Techniken und Trends in der Außenwirtschaft...

Agritechnica 2011: Die Neuheiten bei den Traktoren

Neuer MAGNUM CVX fährt stufenlos mit innovativer Getriebetechnologie vor © Case IH

Ein echter Besuchermagnet auf der Agritechnica sind in jedem Jahr die Ausstellungsflächen der Traktorenhersteller. Auch in diesem Jahr wird es wieder viel zu sehen geben.


CASE IH wird Neuheiten in allen Leistungsklassen und Traktoren-Serien in Hannover vorstellen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht dabei die neue MAGNUM CVX Serie. Wie das Unternehmen anlässlich der Pressekonferenz zur Agritechnica in Bad Homburg mitteilte, wird die neue MAGNUM-Serie nicht nur exklusiv auf der Agritechnica vorgestellt, sondern fährt auch mit einem neu entwickelten stufenlosen Antrieb sowie dem Efficient Power System von Case IH vor. Insgesamt wird die MAGNUM-CVX Serie aus sechs neuen Modellen bestehen. Top-Modell wird der neue MAGNUM 370 CVT mit einer Maximalleistung von 419 PS sein. Damit stellt er den derzeit leistungsstärksten Serien-Traktor in Standardbauweise dar.
 
{BILD:526165:jpg}Premiere feiert auch die neue MAXXUM EP-Serie von CASE IH, zu der im Modelljahrgang 2012 sechs neue Modelle im Leistungsbereich zwischen 143 und 176 PS, wahlweise mit Vier- oder Sechszylinder-Motoren und elektrischem Commonrail Einspritzsystem gehören. Ein neues Ausstattungshighlight der neuen MAXXUM EP-Modelle ist auch die Multicontroller Bedienkonsole, mit der alle Traktorfunktionen in der rechten Armlehne gesteuert werden können.

Challenger bringt seine Python nach Hannover

Kreativ haben sich die Designer an der Raupe ausgelassen © Challenger
Für Aufsehen in der Messehalle 9 wird Challenger mit der “Field Python“ sorgen. Anlass ist das 25-jährige Jubiläum auf Laufbändern. Dies wird durch eine limitierte Version der MT865C, mit einer speziellen Lackierung und seinen 583 PS (max.) gefeiert. Unter der Bezeichnung 'Field Python' werden diese Traktoren mit allen verfügbaren Optionen ausgestattet. Auf der Agritechnica wird ein exklusiver Traktor in einer speziellen Schlangenoptik ausgestellt.

Neuer Steyr Profi läuft mit Erdgas

Premiere für neuen Erdgas-getriebenen Steyr Profi auf der Agritechnica © Steyr
Für großes Interesse wird der erste mit Erdgas angetriebene Traktor von Steyr sorgen, der auf der Agritechnica als Vorserienmodell präsentiert wird. Basis hierfür ist ein Profi 6125, der mit einem speziellen Mono-Fuel NGV Motor von Fiat Powertrain ausgestattet ist. Der neue Erdgas-Steyr Profi verfügt über einen 3,0 Liter Vierzylindermotor mit 100 kW / 136 PS Leistung und einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmeter. Für die notwendige Einsatzdauer im Gasbetrieb ist er mit neun harmonisch in die Karosserie integrierten Tankbehältern ausgestattet, die 300 Liter Gas beinhalten.
 
Für den Einsatz von monovalenten Erdgastraktoren in der Landwirtschaft sprechen eine Reihe von Argumenten. Dies sind neben deutlich geringeren Betriebskosten vor allem Umweltaspekte. Nach Einschätzung von Steyr Experten passt ein solches Antriebskonzept vor allem für Biogas-produzierende Betriebe, da der Traktor auch mit aufbereitetem Biogas betrieben werden kann

Fendt erweitert die 700 Vario Baureihe nach unten

Fendt bietet die 700er nun von 145 bis 240 PS an © AGCO
Die erste Vorstellung der neuen 700er Varios von Fendt liegt schon ein paar Monate zurück und hat für einiges Aufsehen in der Branche gesorgt. Zur Agritechnica präsentiert Fendt nun drei weitere Modelle: den 714 Vario mit 145 PS, den 716 Vario mit 165 PS und den 718 Vario mit 180 PS. Die 700 Vario Baureihe ist nun mit den sechs Modellen im Leistungsbereich von 145 bis 240 PS auf dem Markt. Für besonderen Fahrkomfort sorgt die VisioPlus Kabine inklusive der ausgezeichneten Fendt Variotronic und modernste Motorentechnik mit der spritsparenden SCR-Technologie zur Abgasnachbehandlung.

JCB fährt stufenlos von 0 bis 70 km/h

Angetrieben werden die neuen Fastrac 8280 und 8310 durch modernste 6-Zylinder Common-Rail-Turbomotoren © JCB
Die beiden neuen JCB Flaggschiffe Fastrac 8280 (206kW / 280PS) und 8310 (228kW / 310PS) ersetzen ab September 2011 das Vorgängermodell Fastrac 8250. Damit steigt JCB erstmals in die Traktorenklasse über 300 PS ein. In den neuen Modellen ist das CVT Getriebe verbaut, welches für eine stufenlose Antriebstechnik von 0 bis 70 km/h sorgt. Die Programmierung für die verschiedenen Fahrprogramme sowie die Tempomaten, Grenzlastregelung oder Zapfwellenmodus erfolgt intuitiv auf dem großen Farb-Touchscreen.

Neues “DirectDrive” Getriebe für 6R Traktoren

Der Landmaschinenkonzern Deere & Company erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Gewinn in Höhe von fast 670 Millionen US-Dollar. © John Deere
Mit dem neuen „DirectDrive“-Getriebe, das für den Einsatz auf größeren landwirtschaftlichen Betrieben und in Lohnunternehmen entwickelt wurde, erweitert John Deere sein Getriebeangebot für 6R Traktoren um eine weitere Variante. Es kombiniert den Bedienungskomfort eines stufenlosen IVT-Getriebes mit dem Wirkungsgrad eines rein mechanischen Getriebes und eignet sich damit für alle Arbeiten, die kontinuierlichen Kraftfluss erfordern, wie das bei schweren Pflug- und Zugarbeiten, bei Zapfwellenarbeiten und beim Straßentransport der Fall ist. Die Doppelkupplungstechnologie ist bereits von Pkw der Oberklasse her bekannt und kommt jetzt erstmals bei Traktoren zum Einsatz. Das Getriebe verfügt über drei Gruppen mit jeweils acht voll lastschaltbaren Gängen.

Massey Ferguson bringt neue Modelle in der oberen Mittelklasse

MF bringt vier neue Modelle mit Leistungen von 185 bis 235 PS © Massey Ferguson
Mit der Baureihe 7600 bringt Massey Ferguson vier neue Modelle (185-235 PS) mit neuester SCR-Technologie mit nach Hannover. Die neue Baureihe umfasst vier Sechszylinder-Modelle in der Klasse über 170 PS, welche wahlweise mit dem vollautomatischen Dyna-6 Lastschaltgetriebe oder stufenlosem Dyna-VT- Getriebe ausgestattet sind. Das wohl herausragendste Merkmal ist das Abgasreinigungssystem der zweiten Generation. Der Zusätzliche Einsatz eines Dieseloxidationskatalysators ermöglicht die Einhaltung der Abgasnorm 3b (EU) bzw. Tier 4 interim (US), bei gleichzeitig verringertem Diesel- sowie auch AdBlue -Verbrauch gegenüber Systemen der ersten Generation. Zudem kommt das System ohne komplexe externe Abgasrückführungslösungen aus und ist wartungsfrei. Mit vollständiger Übererarbeitung von Kabine und Interieur bieten die neuen Modelle der Baureihe MF 7600 mehr Platz, optimierte Sichtverhältnisse sowie eine Vielzahl individuell wählbarer Optionen.

Drei neue stufenlose Großtraktoren von Deutz-Fahr

Alle drei Modelle sind, wie bei DEUTZ-FAHR ab 130 PS üblich, mit einer Load-Sensing Hydraulikanlage (160l/min) ausgestattet. (Foto zeigt noch altes Design) © Same Deutz-Fahr
Pünktlich zur Einführung der TIER 4i Abgasnorm im Jahr 2011 für die Motoren mit einer Motorleistung von über 130 kW stellt DEUTZ-FAHR drei neue Agrotron-Modelle mit TTVGetriebe vor. Da sich das Ansprechverhalten der Motoren verbessert hat, wurden auch die Getriebe auf die neue maximale Dynamik hin optimiert. Das Getriebe erkennt und reagiert nun auf wechselnde Schub- und Zugkräfte im Einsatz. Dies gibt zum Beispiel maximale Sicherheit im Anhängerbetrieb auf der Straße. Die drei neuen Modelle heißen nach der neuen Nomenklatur, die mit der neuen Motorentechnik ebenfalls eingeführt wird: 7210 Agrotron TTV (max. Leistung: 223/164 PS/kW), 7230 Agrotron TTV (max. Leistung: 240/177 PS/kW) und 7250 Agrotron TTV (max. Leistung: 263/194 PS/kW). Mit den neuen Motoren führt DEUTZ-FAHR noch weitere Neuerungen bei den Großtraktoren ein.

Claas Axion – Leistung bis 410 PS

Die Leistung des AXION 900 stammt aus einem Sechszylinder Common Rail FPT Cursor 9 mit Vierventiltechnik und 8,7 Litern Hubraum © Claas
Eine neue Traktoren-Modellreihe ergänzt ab 2012 die Produktfamilie der CLAAS Großtraktoren. Die vier Modelle AXION 920, 930, 940 und 950 mit einer maximalen Leistung von 320, 350, 380 und 410 PS nach ECE R 120 erweitern das umfangreiche CLAAS Traktorenprogramm. Seit 2009 sind die ersten AXION 900 Vorserienmaschinen im Einsatz. Auf vielen Feldern Europas ist der neue Traktor seitdem auf Herz und Nieren und im direkten Dialog mit Praktikern geprüft worden. Wahlweise gibt es eine 40 km/h oder 50 km/h Variante des AXION 900. Um die Kraft des Motors effektiv in Zugleistung umsetzen zu können, ist eine Hinterradbereifung mit einem Durchmesser von 2,15 m erhältlich. Die Vorderräder haben einen Durchmesser bis 1,7 m. Es besteht ebenfalls die Option, Zwillingsräder an Vorder- und Hinterachse zu nutzen. Der neue Fahrhebel CMOTION – bereits bekannt vom XERION 5000/4500 – ist speziell für die Ergonomie der rechten Hand entwickelt worden. Das neuartige Dreifingerkonzept ermöglicht die intuitive Steuerung von bis zu 20 Funktionen ohne umgreifen zu müssen. Bis zu 20 Scheinwerfer einschließlich Xenon-Licht ermöglichen eine 360 Grad Ausleuchtung.

Die Agritechnica-Neuheiten bei den Selbstfahrern

BU: Der Big M 420 ist in drei Aufbereitervarianten erhältlich. © Krone Maschinenfabrik

Auf der Agritechnica in Hannover wird es natürlich auch auf dem Gebiet der selbstfahrenden Maschinen wieder einige Weiterentwicklungen und Neuheiten zu sehen geben. Eine kleine Auswahl finden Sie in diesem Artikel.


Auffälligste Merkmale der neuen Big M-Baureihe Big M 420 sind die neue 420 PS Common-Rail-Motorentechnik von MAN und eine völlig neue Kabine. Ebenso wie die Vorgängermodelle verfügt auch der Big M 420 über den automotiven Fahrantrieb; das bedeutet, die Motordrehzahl passt sich automatisch an die vorgewählte Fahrgeschwindigkeit und die entsprechenden Fahrantriebsbelastungen an. Neben der neuen Motorenausstattung bietet der Big M 420 auch eine völlig neu gestaltete und noch geräumigere Kabine. Mehr Glasfläche und schlankere Holme sorgen für Übersicht im Fahrerhaus. Der von Krone neu entwickelte Joystick wurde speziell für die Anforderungen von selbstfahrenden Mähaufbereitern konzipiert und vereint die neuesten Erkenntnisse ergonomischer Wissenschaft mit umfassender Multifunktionalität.

Futtermischer bis 30 Kubimeter von Sgariboldi

Die Fräsen leisten 95 kW und laufen in zwei Drehrichtungen. Der Frässchutz ist hydraulisch schwenkbar.
In Halle 27 stellt Sgariboldi die neuen Futtermisch-Selbstfahrer der Öffentlichkeit vor. Dabei ersetzen die neuen Modelle die in die Jahre gekommene 6000er Reihe und schließen so die Lücke zwischen den bestehenden Modellen. Von 17 bis 30m³ unterscheidet sich die neue 7000er Serie in erster Linie in der Anbringung des Motors von den 8000ern. Ein vorne rechts angebrachter Motor verkürzt die Länge des Selbstfahrers um gut einen Meter. Diese Veränderung bewirkt eine noch kompaktere Bauweise und ermöglicht die Option eines seitlichen oder rückwärtigen Austrags für den Industrie- und Biogasbereich. Auch die leistungsstarke Überladeschnecke kann durch die neue Lage des Motors hinten angebracht werden. Alle SGARIBOLDI 7000er Modelle verfügen über einen John Deere Motor und erfüllen die aktuelle Abgasnorm

Ropa zeigt das Serienmodell der euro-Maus 4

Ropa euro Maus 4. Ein neuer Kratzbodenantrieb mit drehmomentgesteuerter, stufenloser Geschwindigkeitsanpassung von Längs- und Querkratzboden sowie Automatikfunktion erleichtert das Verladen.
Nachdem in 2010 eine Vorserie von 10 Maschinen in der Praxis getestet wurde, kann nun nach nochmaliger Überarbeitung und Weiterentwicklung erstmals, zur Agritechnica und zur Rübenkampagne 2011/ 2012, das Serienmodell der Ropa euro-Maus 4 präsentiert werden. Die auf 5,1 Meter anhebbare Kabine bietet dem Fahrer eine gute Rundumsicht. Auf einem Farbterminal können alle Maschinenzustände überwacht und optimiert werden. Für die Straßenfahrt lässt sich die komplette Maus vollautomatisch auf kompakte 3 Meter Transportbreite bei 14,97 Meter Gesamtlänge zusammenfalten.

Spritzgestängereinigung aus der Kabine

Hochdruckdüsen werden am Auslegerpaket entlanggefahren. © Amazone-Werke
Die Gestängeaußenreinigung BoomWash ermöglicht beim Amazone Pflanzenschutz-Selbstfahrer Pantera, das Gestänge noch auf dem Feld zu reinigen, ohne die Kabine verlassen zu müssen. Vor allem die besonders kontaminierten Bereiche rund um den Düsenaustritt werden vor dem vollständigen Einklappen des Super-L-Gestänges von unten gereinigt. Die Reinigung erfolgt sehr effektiv und schnell für beide Auslegerpakete gleichzeitig kurz vor dem vollständigen Anklappen der Segmente. Auch die LED-Beleuchtung an der Düse wird ideal gereinigt, bevor der Spritzschleier eintrocknet.

Neuer 400 PS TerraGator

Effizienz und Erleichterung in der Bedienung bietet das neue TechStar stufenlos Getriebe (CVT). © Challenger
Der Challenger TerraGator „TG 845“, der erstmals auf der Agritechnica, in Hannover, im November 2011 vorgestellt wird, ist ein für die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern völlig neu entwickelter Selbstfahrer, der mit komplett neuem Antriebsstrang ausgestattet ist. Das neue Vierrad, wird durch moderne Motoren, mit Selektiver katalytischer Reduktions (SCR)-Technologie ausgestattet, angetrieben und erzeugt gewaltige 400 PS. Das stufenlose, robuste Getriebe ist in mehr als 150.000 landwirtschaftlichen Maschinen verbaut und hat sich bei der Arbeit bewährt. Der TerraGator 845 wird im europäischen Hauptsitz von Challenger in Grubbenvorst in den Niederlanden gebaut.

Agritechnica Mähdrescher Neuheiten

Die Modelle CR8080 und CR9070 werden von einem Cursor-10-Motor mit 9,8 Liter Hubraum angetrieben. © New Holland

Die Agritechnica 2011 wird von einigen Unternehmen genutzt um ihre Neuheiten im Bereich der Mähdrescher vorzustellen. Die Trends liegen im Bereich der Bedienungserleichterung und Optimierung der bestehenden Technik. Hier ein paar ausgewählte Maschinen.


Die Rotormähdrescher der Serie CR sind mit dem Twin Rotor™-System von New Holland ausgestattet. Durch die spiralförmige Ausführung des Doppelrotors wird das Erntegut sanft nach hinten geführt und der Dresch- und Abscheidevorgang unterstützt. Das Korntankvolumen des CR8080 wurde um 1000 Liter vergrößert. Der größte Korntank mit 12.500 l Fassungsvermögen ist in 100 Sekunden entleert. Das Abtankrohr wurde vollständig überarbeitet. Es lenkt den Gutstrom nach vorn und nach außen, um eine bessere Verteilung und größere Überladeweite zu erhalten. Zur Anpassung an die breiteren Schneidwerke und zur Erhöhung der Flexibilität ist für die Modelle CR9070, CR9080 und CR9090 auf Wunsch eine 1,3 m lange Abtankschnecken-Verlängerung erhältlich. New Holland verwendet für die CR-Mähdrescher neue Modellbezeichnungen. Anhand der Modellbezeichnung kann der Kunde sofort erkennen, um welche Leistungsvariante es sich handelt. 'CR' steht für Rotormähdrescher. Die erste Ziffer, entweder eine 8 oder eine 9, bezieht sich auf die Größe des Doppelrotors.

Neuer Rotormähdrescher MF 9530 Fortia

Der MF 9530 Fortia hat einer Höchstleistung von 398 PS bei 1950 U/min (Nennleistung 370 PS). © Massey Ferguson
Der neue Massey Ferguson MF 9530 Fortia feiert seine Europa-Premiere auf der Agritechnica im November 2011. Angetrieben wird der Mähdrescher vom neuesten AGCO SISU POWER-Motor mit 398 PS Maximalleistung. Drusch und Abscheidung erfolgen beim MF 9530 Fortia im von Massey Ferguson entwickelten ATR-Axialrotor mit 700 mm Durchmesser über eine Länge von 3,56 m – es handelt sich dabei um den längsten Rotor auf dem Markt. Die Rotordrehzahl lässt sich dank hydrostatischem Antrieb stufenlos verstellen. Das Rotorkonzept macht eine nachgeschaltete Auswurftrommel überflüssig. Im Gegensatz zu anderen Mähdreschern tritt das Stroh daher direkt aus dem Rotor aus, wodurch sich der Aufbau vereinfacht. Der 10.570 Liter große Korntank des MF 9530 Fortia wird von einer großen Körnerschnecke mit 30 cm Durchmesser gefüllt. Mit 4,34 m Überladehöhe erreicht das Rohr alle Überladewagen und Getreideanhänger.

Neue Case IH AF Mähdrescher fahren in Hannover vor

Neue Bezeichnungen und neue Motorentechnologie bei Case IH. © Case IH
Die beiden AF-Serien wurden überarbeitet und fahren nun als Axial-Flow® Serie 130 und Serie 230 vor. Beide Serien bestehen jeweils aus drei Modellen und zeichnen sich durch zahlreiche Innovationen und Detailverbesserungen gegenüber den Vorgängermodellen aus. Technisches Kernstück ist bei beiden Serien der von CASE IH entwickelte Axial-Flow®-Rotor. Dieses Prinzip wurde im Laufe der Jahre konsequent weiterentwickelt und beispielsweise an die sich ändernden Erntebedingungen angepasst. Mit dem neuen Modelljahrgang führt CASE IH auch bei den Mähdrescher-Modellen das Efficient Power System ein, in dessen Mittelpunkt - neben moderner Motorentechnologie - ein innovatives Abgasreinigungssystem steht.

Fendt bringt neue C- und L-Mähdrescherserie mit

Die L-Serie lässt sich wahlweise mit dem FreeFlow- oder dem PowerFlow-Schneidwerk ausstatten. © AGCO
Ihre Kraft schöpft die neue C-Serie aus einem 6-Zylinder Motor von AGCO Sisu Power, der ebenfalls mit der spritsparenden SCR-Technologie ausgerüstet ist. In den neuen ParaLevel-Modellen kommt zudem ein Hangausgleichssystem zum Einsatz. Dieses ermöglicht einen Fahrwerksausgleich von bis zu 20 Prozent Hangneigung und garantiert so auch in hügeligen Regionen eine gleichmäßige Verteilung des Ernteguts auf den Dresch-, Abscheide- und Reinigungssystemen. Das neue C2000 Terminal mit einem großen Touchscreen-Farbbildschirm (10.5’’) bietet Komfort bei der Bedienung und Überwachung der Maschine. Zur Erntesaison 2012 ist außerdem eine Neuauflage der bewährten L-Serie mit den Modellen 5255 L und 6275 L erhältlich. Die 5- und 6-Schüttler Maschinen sind durch ihre hohe Produktivität und Zuverlässigkeit vor allem für mittlere und große landwirtschaftliche Betriebe und Lohnunternehmen die ideale Wahl. Mit 6,6 Litern Hubraum (5 Schüttler), bzw. 7,4 Litern Hubraum (6 Schüttler), dem Common-Rail-Hochdruckeinspritzsystem und der Vier-Ventil-Technik bieten sie eine Maximalleistung von 243 PS (5255 L), bzw. 276 PS (6275 L).

Neuheiten bei den Saat- und Bodenbearbeitungsgeräten

Der FlexPack für den Anbaupflug Juwel 8 und die Aufsattelpflüge Diamant 12 ist ab Sommer 2012 erhältlich. © Lemken

Immer größere Schlagkraft und immer höhere Präzision, dass sind die Trends, an denen die Hersteller auf diesem Gebiet tüfteln. In diesem Artikel erhalten Sie einen Eindruck über die spannensten Neuheiten in Hannover.


Wenn bei wachsenden Betriebsgrößen die Wege zum Feld immer weiter werden, sind fest mit dem Pflug verbundene Packer eine praktische und zeitsparende Lösung, da sie keinen separaten Transport erfordern. Mit dem FlexPack stellt Lemken einen solchen integrierten Packer vor, der auch mit variablen Arbeitsbreiten bei Anbau- und Aufsattelpflügen zurechtkommt. Im Gegensatz zu bisherigen Packern, deren Arbeitsbreite vorgegeben ist, passt sich der neue FlexPack von Lemken automatisch der Arbeitsbreite des Pfluges an, da der Packerrahmen parallel zum Pflugrahmen läuft. So ist ausgeschlossen, dass Ackerstreifen doppelt gepackt werden, falls der Pflug seine maximale Arbeitsbreite nicht ausnutzt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der FlexPack auch schon beim Pflügen der ersten Furche zum Einsatz kommt und der Packer sowohl am Vorgewende als auch beim Grenzpflügen verwendet werden kann. Paarweise versetzt angeordnete Packerringe mit einem Durchmesser von 60 cm und einem V-Profil sorgen für eine verstopfungsfreie Arbeit. Sie haben einerseits eine gute Packwirkung und verhindern andererseits ein zu tiefes Einsinken auf leichten Böden. Für eine gute Rückverfestigung lässt sich die Druckbelastung des FlexPack hydraulisch einstellen.

Köckerling bringt 6 Meter Ultima CS

Die Köckerling Ultima CS ist nun auch in Arbeitsbreiten bis 6 Meter erhältlich. © Köckerling
Als Nachfolger der bekannten Universalsämaschine Ultima zeigt Köckerling in diesem Jahr erstmalig die Maschine Ultima CS 600 auf der Agritechnica. Die Abkürzung „CS“ steht dabei für „Compact Seeder“, denn die Baulänge konnte gegenüber dem Vorgängermodell um 150 cm reduziert werden. Neu ist auch das Dosiergerät mit hydraulischem Antrieb. Hier hat der Landwirt die Möglichkeit, die Ultima CS über ein ISO-Bus Terminal, eine Bedienkonsole mit 10“ Monitor oder eine einfache mehrzeilige Bedienkonsole zu steuern. Zur Ermittlung der Fahrgeschwindigkeit wird ein Radarsensor eingesetzt. Um ausreichend Saatgut mitführen zu können, wurde die Form des Tanks neu gestaltet. Insgesamt 3.300 Liter misst das Volumen des jetzt längs auf der Maschine aufgebauten Behälters. Im Vergleich zum Vorgänger bedeutet dies auch eine niedrigere Einfüllhöhe und eine verbesserte Sicht vom Schlepper aus nach hinten auf das Arbeitsgerät. Auch die Tanköffnung wurde entscheidend vergrößert, so dass der Befüllvorgang schnell und einfach erledigt werden kann.

Horsch zeigt viele Neuheiten für Groß- und Kleinbetriebe

Die Schardruckeinstellung erfolgt hydraulisch mit einer Gummielement-Überlastsicherung. © Horsch
Beim neuen Horsch Sprinter NT handelt es sich um eine speziell auf die Anforderungen von Großbetrieben in Direktsaat-Klimazonen angepasste Sämaschine. Maschinen in 15 und 24 Metern Arbeitsbreite stehen für maximale Schlagkraft. Die Horsch NT Meißelschar-Sätechnik des Sprinter 15 und 24 NT ermöglicht einen stroh- und klutenfreien Saathorizont und gewährleistet zudem einen hohen Anteil von Feinerde in der Saatreihe. Die Ablage des Saatgutes erfolgt in einer sogenannten „offenen Furche“. Das druckrollengeführte NT Meißelsäschar formt eine Rille und räumt Kluten und organisches Material aus dem Saathorizont zwischen die einzelnen Saatreihen. In diese Furche wird das Saatgut abgelegt und von der Druckrolle in den feuchten Boden gedrückt. Bei der 24 Meter Ausführung steht ein 17.000 Liter Saatguttank SW 17.000 SD zur Verfügung.

{BILD:526964:jpg}
Bei einer maximalen Arbeitstiefe von 15 cm eignet sich der Cruiser XL gleichermaßen für die Stoppelbearbeitung mit optimaler Strohverteilung nach dem Mähdrusch, die Saatbettbereitung, als Feingrubber zur mechanischen Unkrautbekämpfung und zum Auflockern und Belüften der Böden im Frühjahr. Der vierbalkige Grubber hat eine Rahmenhöhe von 60 cm, einen Balkenabstand von 64 cm, einen Strichabstand von 15 cm und verfügt über die neuen kompakten FlexGrip Zinken mit 100 kg Auslösekraft. Der Cruiser XL ist als 3-Punkt-Maschine mit 5 und 6 Metern Arbeitsbreite und als gezogene Variante mit Mittelfahrwerk in 8 Meter Breite erhältlich.

Väderstad macht Tempo

Die Tempo wird es in einer sechs- bis achtreihigen Ausführung geben. © Väderstad
Der schwedische Bodenbearbeitungsgeräte- und Sämaschinenhersteller Väderstad bringt erstmalig eine Einzelkornsämaschine auf den Markt. Das neue Seedmeter ist dabei der Schlüssel für die hohe Leistung. Die Saatgutbeschickung unter Druck macht das System zudem sehr unempfindlich gegen Vibrationen und Stöße. Das Seedmeter verfügt über einen elektrischen Antrieb und kann sehr einfach bedient werden. Die Kalibrierung und Einstellung, zum Beispiel der Aussaatmengen, kann sogar im laufenden Betrieb erfolgen. Jedes Seedmeter hat einen eigenen Saatsensor, der laufend die Aussaatmenge überwacht. Aufgrund des elektrischen Antriebs können auch einzelne Reihen individuell ab- und angeschaltet werden. Neu entwickelt wurden auch die einzelnen Säaggregate. Sie sind konsequent in allen Bauteilen für hohe Fahrgeschwindigkeiten ausgelegt. Um Vibrationen bei hoher Geschwindigkeit zu reduzieren, verfügt jede Säeinheit über zwei parallel geführte, gezogene Andruckrollen, die über ein „Walking Tandem“ miteinander verbunden sind. Dadurch wird eine gleichmäßige Saatgutablage erzielt. Die Tempo ist aus dem größten Forschungs- und Entwicklungsprogramm entstanden, welches das Familienunternehmen Väderstad jemals unternommen hat.

Amazone EDX eSeed steht in Zukunft unter Strom

Der Wirkungsgrad des Gesamtsystems ist durch die elektrischen Antriebe (inkl. Versorgung) deutlich verbessert. © Amazone-Werke
Im Unterschied zur herkömmlichen EDX wurden bei der EDX eSeed die Antriebe für Lüfter und Dosierungen durch Hochvoltmotoren (400 V) ersetzt und werden über die auf dem Traktor befindlichen Wechselrichter. Die Dosierantriebe wurden durch leistungsfähige Servoantriebe mit einer deutlich verbesserten Dynamik ersetzt. Bei großen pneumatischen Sämaschinen werden insbesondere die Lüfter auf den Maschinen hydraulisch angetrieben, was zwar hohe Flexibilität in der Anordnung bringt, aber bedingt durch schlechte Wirkungsgrade zu hohen Kraftstoffverbräuchen führt. Immer mehr Komfortfunktionen führen dazu, dass die elektrischen 12 V-Anlagen herkömmlicher Traktoren oft an ihre Grenzen stoßen. Die Hydraulik des neuen Systems wird nur noch für die Betätigung von hydraulischen Zylindern benötigt, z. B. für das Klappen. Ein weiterer großer Vorteil des Systems ist die Unabhängigkeit von der Motordrehzahl des Traktors, so dass es einfach möglich ist, den Traktor im Verbrauchsoptimum zu betreiben.

Weitere Neuheiten in der Außenwirtschaft

Der neue Futtermischer hat drei Vertikalmischschnecken und eine Kapazität von 52 Kubikmetern. © Trioliet

In diesem Artikel lesen Sie mehr über weitere Neuheiten in der Außenwirtschaft. Gigantische Futtervorlagetechnik, pfiffige Ideen, die den Arbeitsalltag erleichtern und alte Techniken, die überarbeitet neu auf den Markt gebracht werden.


Triple X ist der Name des neuen Mischers. Dahinter verbirgt sich ein Futtermischwagen auf Tridemachse mit drei Vertikalmischschnecken und einer Kapazität von 52 Kubikmetern. Das Fassungsvermögen beträgt 22.500 kg, d.h. es können etwa 360 Milchkühe mit einer Mischung gefüttert werden. Durch den intelligenten Antrieb beträgt die erforderliche Traktorleistung nur 240 PS. Dieses neue Dreiganggetriebe verhindert eine hohe Belastung im Antriebssystem des Mischers und des Traktors.

Strautmann mit mehr Volumen am Markt

Optional sind die Strautmann Giga-Trailer der Serie 5401 mit einem Wiegesystem auszustatten, welches u.a. bei der Abrechnung im Maisverkauf behilflich sein kann. © Strautmann
Mit dem neuen Häckseltransportwagen Giga-Trailer 5401 erfüllt Strautmann mit 52m³ (nach DIN) Ladevolumen, dass entspricht einem Leergewicht von ca. 10,5 t fast 24 t Nutzlast, die Forderung nach mehr Transportvolumen. Dieses Volumen ist nur mit einem sehr hochwertigen Fahrwerk zu realisieren. Denn nicht nur die Erntemengen von Häckselgut steigen stetig, auch die Transportentfernungen werden größer. Die elektrisch-hydraulische Zwangslenkung kennt man bei Strautmann bereits aus dem Ladewagenbau. Durch die schlanke Deichsel entsteht ein höchstmöglicher Lenkeinschlag. So behält dies große Fahrzeug trotz seiner Abmessungen noch eine gute Wendigkeit. Anders als bei rein hydraulischen Zwangslenkungen wird der Lenkeinschlag der Fahrgeschwindigkeit angepasst. Wird mit hohen Geschwindigkeiten im Straßenverkehr gefahren, so wird der Lenkeinschlag reduziert; dies führt zu einer hohen Fahrstabilität.

Pöttinger Ladegutsicherung – cover plus

Die Steuerung der Ladegutsicherung ist in die Bedienung Power Control integriert und arbeitet vollautomatisch. © Pöttinger
Pöttinger greift hier die Diskussionen des Gesetzgebers auf, die bereits in Richtung möglicher gesetzlicher Vorschriften zur Ladegutabsicherung bei landwirtschaftlichen Gütern gehen. Das Erntegut, speziell leichtes Häckselgut, wird mit der cover plus Ladungssicherung gut abgesichert und kann beim Straßentransport nicht mehr verloren gehen. Speziell für Biogasanlagen ein interessantes Thema. Auf Wunsch ist die Ladegutabsicherung derzeit bei den Ladewagentypen JUMBO 7210 L combiline und 10010 L combiline erhältlich, ab nächstem Jahr bei allen JUMBO combiline Modellen verfügbar. Die Steuerung der Ladegutsicherung ist komfortabel in die Bedienung Power Control integriert und arbeitet vollautomatisch. Fehlbedingungen können aufgrund eingebauter Sensoren ausgeschlossen werden.

Krone: Fortima ersetzt VarioPack

Die Stabkettenförderer-Technik besticht durch einen äußerst geringen Antriebsleistungsbedarf; hier reicht ein Schlepper ab ca. 50 PS völlig aus. © Krone
Fortima so heißt das Nachfolgemodell der zehntausendfach bewährten Krone Vario Pack. Die neue Rundballenpressen-Baureihe erinnert optisch an die Comprima. Die Fortima mit variabler Kammer ist in zwei Varianten erhältlich: Fortima V 1500 (Ballendurchmesser 1,0 bis 1,50 m) und Fortima V 1800 (Ballendurchmesser 1,0 bis 1,80 m); beide Typen sind jeweils auch mit MultiCut-Schneidwerk verfügbar. Die Fortima über die EasyFlow Pickup mit 2,05 m Arbeitsbreite, den Stabkettenelevator sowie über Netz- und/oder Garnbindung. Die neue Pick-up EasyFlow kommt komplett ohne Kurvenbahnsteuerung aus, denn hier sind die Zinkenträger direkt auf Rotorscheiben links und rechts der Pick-up befestigt. Die Vorteile der Kurvenbahnlosen Pick-up liegen auf der Hand: Die Maschine hat durch ihren einfacheren Aufbau deutlich weniger bewegliche Teile; folglich treten weniger Verschleißerscheinungen auf. Auch bei der Bedienung setzt Krone Praxiswünsche um. In Verbindung mit dem neuen Komfort-Bordcomputer ist die Maschine ISOBUS-fähig. Neben der Bedienung und Funktionsprüfung kann der Fahrer alle Einstellungen, wie z.B. Netzlagenanzahl, einfach und bequem aus der Kabine steuern. Für eine weitere Entwicklung im Bereich der Rundballenpressen gab es eine Goldmedallie von der DLG.

John Deere entwickelt E-Motoren für Anbaugeräte weiter

Der 6210RE von John Deere wird elektrische Antriebe von Anbaugeräten während der Fahrt mit Energie versorgen können. © John Deere
Zusammen mit den Traktoren Baureihe 6R bietet John Deere künftig auch das Modell 6RE an. Seine beiden Vorgänger 7430 E Premium und 7530 E Premium waren mit einem 20 kW Kurbelwellengenerator ausgerüstet, der bei Bedarf den elektrischen Lüfterflügel und weitere Nebenaggregate des Motors mit Energie versorgte. Gleichzeitig stellte er im stationären Betrieb 5 kW Leistung über zwei Steckdosen bereit. Mit dem neuen 6219RE erklimmt John Deere jetzt die nächste Stufe der Evolution. Der 6210RE wird E-Motoren und elektrische Antriebe von Anbaugeräten während der Fahrt mit Energie versorgen können. Bisher müssen Anbaugeräte entweder über die Zapfwelle oder hydraulisch angetrieben werden. Ein elektrischer Antrieb ist da eine wirtschaftliche Alternative. Beim elektrischen Betrieb eines Düngerstreuers zum Beispiel kann der Fahrer durch Steuerung der Wurfscheiben die Düngermenge binnen Millisekunden verändern. Abgesehen von der mit diesem Antrieb geringeren Kraftstoffeinsparung lässt sich damit auch Dünger einsparen. Es müssen nur zwei Steckverbindungen hergestellt werden.

Triebachse Fliegl “Power DriveElect“

Transportarbeiten sind nun auch unter widrigeren Bedingungen länger möglich. Außerdem können aufgrund höherer Transportgewichte und unterstütztem Vortrieb Fahrten und Motorleistung eingespart werden. © Fliegl
Mit einem neuartigen Transportkonzept wartet die Fliegl Agrartechnik, Töging, zur Agritechnica 2011 auf. Hierzu hat das Unternehmen die elektrisch angetriebene Triebachse Fliegl „Power DriveElect“ für Anhänger entwickelt. Diese nutzt die Energieeffizienz von integrierten Stromgeneratoren künftiger Traktorengenerationen. Triebachsen an Anhängern waren ab Mitte des letzten Jahrhunderts für PS-schwache Traktoren hilfreich. Diese waren in der Lage, schwere Lasten unter schwierigen Bedingungen zu ziehen. Allerdings wurden Triebachsen nur temporär genutzt, meistens nur dann, wenn die Antriebsräder der leichten Traktoren mangels ungenügender Belastung unter erschwerten Bedingungen durchdrehten und der gesamte Zug stecken blieb. Nachdem sich PS-starke Traktoren, dazu mit Allradantrieb, durchgesetzt haben, verschwand bald die Triebachse an Anhängern. Elegantere und flexiblere Lösungen später, wie Antriebe mit Hydraulikmotoren, warten mit geringen Wirkungsgrade zwischen 15 bis 25 Prozent auf. Auch das hydraulische System „Load Sensing Power Beyond“ mit Wirkungsgraden zwischen 25 bis 55 Prozent kann nicht mit dem elektrischen Generatorenantrieb konkurrieren. Dessen Wirkungsgrad liegt deutlich höher zwischen 65 bis 75 Prozent und ist damit die Basis für das Transportkonzept der Zukunft.

Ballenteiler für bequemes Ballenhandling

Durch die Klemmvorrichtung werden die Folien und Netze sicher vom Ballen getrennt.
Stoll stellt in Hannover einen Ballenteiler mit patentierter Netz- und Folienklemmvorrichtung für Rundballen vor. Dank diesem neuartigen Prinzip brauchen Netz und Folie nicht mehr per Hand entfernt werden. Nach der Aufnahme der Folienballen hält beim neuen Ballenteiler von Stoll eine hydraulisch gesteuerte Klammer die Folie und das Netz fest. Das Schneidmesser halbiert den Ballen und die vordere Hälfte fällt herunter. Der Traktor fährt anschließend etwas weiter und kippt die hintere Hälfte aus. Jetzt zieht er Folie und Netz zusammen heraus und legt diese am Folienlager ab. Das Ganze geschieht ohne dass der Fahrer absteigen muss. Auch zum Befüllen von Futtermischwagen ist der Ballenteiler hervorragend einsetzbar. Der Ballen wird geteilt und fällt dann portionsweise in den Mischbehälter. Dadurch werden die Ballen im Mischwagen schneller aufgelöst, die Zeit zur Futterbereitung verkürzt sich. Selbstverständlich können auch Stroh- und Heuballen mit dem Ballenteiler halbiert werden, während das Netz von der Klemmvorrichtung gehalten wird.

Amazone: Neue 12.000 Liter Pflanzenschutzspitze

Die Saugleistung der UX 11200 beträgt über 900 l/min mit dem 4 Zoll-Sauganschluss und trägt damit zu geringen Füllzeiten bei. © Amazone-Werke
Die Amazone-Werke erweitern ihr breites Programm an Pflanzenschutzgeräten um ein neues Modell der UX Baureihe. Das Fahrzeugkonzept der 12.000 l-Spritze umfasst eine niveauregulierten hydropneumatischen Achsfederung mit Wankstabilisierung und hohe Bereifungen bis 1,95 m Durchmesser. Mit 40 km/h Zulassung, serienmäßigem automatischem Bremskraftregler und bis zu 3 t Stützlast in der Untenanhängung macht die UX 11200 sowohl auf der Straße wie auch im Feld eine gute Figur. Die Super-L-Gestänge von 24 bis 40 m Arbeitsbreite sind mit diesem Fahrwerk noch besser geführt und in Transportstellung kompakt geklappt. Das Fahrwerk verfügt serienmäßig über eine nachlaufgelenkte Hinterachse für gutes Fahrverhalten und geringe Spurschäden. Als Option kann die UX 11200 auch mit der elektronisch gesteuerten DoubleTrail-Achsschenkellenkung ausgerüstet werden. Besonders wichtig für Reihenkulturen wie Kartoffeln oder Rüben oder auch kleine Schlagstrukturen ist die elektronische Nachlaufsteuerung beider Achsen. Dabei wird die Spurtreue zum Traktor sehr gut erreicht und vor allem das Gestänge nicht durch die Lenkbewegungen negativ beeinflusst. Eine 750 l/min Pumpenanlage bietet garantierte effektive Rührleistungen auch bei geringen Aufwandmengen oder komplexen Mischungen. Je nach Einsatzfall können 500 l/min für das Rührwerk eingesetzt werden oder auch bis zu 400 l/min für maximale Ausbringmengen mit der HighFlow-Sonderausstattung.

Holmer rodet nun auf neun Reihen

Für mehrreihige Aggregate hat HOLMER das Schnellkuppelsystem HOLMER EasyConnect entwickelt. © Holmer Maschinenbau
Mit dem neuen „9-Reiher“ kann eine Erhöhung der Flächenleistung der Grundmaschine bei gleichbleibender Arbeitsgeschwindigkeit realisiert werden. Dies reduziert den Kraftstoffverbrauch je Hektar und erlaubt so eine Effizienzsteigerung im Gesamtverfahren der Rübenernte. Dabei baut das 9-reihige Aggregat auf das bewährte 6-reihige HR-Aggregat auf und arbeitet mit vergleichbarer Funktionsweise. Für eine Abreinigung der Rüben sorgt der mit 7 Walzen ausgestattete Rodewalzentisch, dessen Drehzahl stufenlos an die Gegebenheiten angepasst werden kann. Zwei Walzen fördern dabei die Rüben auseinander, die verbleibenden Walzen führen wieder zusammen. Dadurch durchlaufen sie bereits am Walzentisch einen langen aber anpassbaren Reinigungsweg. Der verbesserte Windungsaufbau erlaubt es das Drehzahlniveau grundsätzlich zu senken, wodurch Wurzelbruchverluste und Oberflächenbeschädigungen weiter minimiert werden konnten.
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