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Max Eyth-Abend

Agritechnica 2017: Gold- und Silbermedaillen offiziell verliehen

awardgewinner mit Urkunden
© DLG
von , am
14.11.2017

Auf dem Max Eyth- Abend wurden die Gold- und Silbermedaillien an die Gewinner offiziell verliehen. Das sind die Preisträger.

Mehr als 320 Neuheitenanmeldungen gingen dieses Jahr beim Agritechnica-Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) ein. Daraus wurden zwei Gold- und 29 Silbermedaillen ausgewählt.

Eine Innovation Award Agritechnica 2017 in Gold wurde für den ersten Tangentialmähdreschers vergeben, der sich vollautomatisch sowohl auf die Frucht als auch auf die Bedingungen einstellen lässt. Die zweite Goldmedaille ging an die Integration eines Stoppelmulchers in das Schneidwerk eines Maishäckslers. Sie soll Pflanzenschutzmitteln und Diesel sparen und einen  geringeren Schädlingsdruck beim wichtigsten Widersacher im Maisanbau bringen.

Die Gewinner des Agritechnica Innovation Award 2017 in Gold

  • Claas mit dem Cemos Auto Threshing - das autonome Dreschwerk für Schüttler- und Hybrid-Mähdrescher
  • Kemper Maschinenfabrik mit dem StalkBuster, eine ins Mais-Schneidwerk integrierte Mulcheinrichtung, die eine gemeinsame Entwicklung mit John Deere ist

 

Die Gewinner des Agritechnica Innovation Award 2017 in Silber

  • AGCO für den Ideal Mähdrescher, der unter den Marken Fendt und Massey Ferguson auf den Markt kommt
  • Agrocom mit der Smart Crop Damage Identification, einem intelligenten Erkennungssystem von Wildschäden
  • Amazone mit dem SwingStop pro, das die Verteilgenauigkeit der Pflanzenschutzmittel verbessert und gemeinsam mit Rometron B.V. entwickelt wurde
  • Amazone mit dem SmartService 4.0, eine Virtual-Reality-Lösung zur Schulung von Endkunden und dem Kundendienst
  • Claas mit dem Halbraupentraktor Axion 900 Terra Trac mit Vollfederung der Gesamtmaschine
  • Claas mit dem Cemos für Traktoren, dem Fahrerassistenzsystem zur optimalen Einstellung von Traktor und Maschine
  • Claas mit der Stereoskopischen Reihenkamera CULTI CAM für das mechanische Hacken, die gemeinsam mit Einböck, Hatzenbichler, Bednar und Carre entwickelt wurde
  • Claas mit dem Telematics Large Vehicle Alert System, das Automobil-Fahrer vor Landmaschinen im Straßenverkehr warnt
  • DKE-Data mit dem agrirouter, eine universelle Datenaustauschplattform für Landwirte und Lohnunternehmer, die Maschinen und Agrarsoftware herstellerübergreifend verbindet und zusammen mit führenden Landtechnikherstellern entwickelt wurde
  • Farmdok mit der Automatisierung landwirtschaftlicher Aufzeichnungen mit Smartphones
  • Fendt mit dem VarioPull zur Einstellung des Anhängepunktes von Geräten
  • Fendt mit dem e100 Vario, AGCOS erster batteriebetriebener Elektrotraktor
  • Fendt mit dem mobilen Roboterschwarm MARS
  • Fliegl mit dem Büffel, einer Überladevorrichtung für Halmgut
  • Fliegl mit dem Counter SX, einem Beacon mit Zusatzfunktion für die Produktverfolgung vom Feld bis zum Verbraucher, das zusammen mit Pöttinger entwickelt wurde
  • Fruit-Tec mit dem SmaArt Kamerasystem für die automatisierte Blütenausdünnung mit Darwin
  • GSI mit dem Flexwave Grain Silo Unloading System, eine Entleerungshilfe für Getreidesilos
  • Grimme mit dem Ventor 4150, einem 4-reihigen selbstfahrenden Kartoffelroder mit Leistungsverdoppelung eines weltweit führenden Rodesystems
  • Holmer mit SmartTurn, einer integrierten Software-Lösung für den vollautomatischen Wendevorgang eines Rübenroders am Vorgewende, die zusammen mit Reichhardt entwickelt wurde
  • John Deere mit EZ Ballast Wheels, eine Hilfe zur Radballastierung beim Reifenwechseln
  • Kuhn mit der Optimierung der Pflugarbeit durch automatisches GPS-gestütztes Ausheben der Pflugkörper
  • John Deere mit AutoTrac Implement Guidance, eine traktor-integrierte aktive Anbaugerätelenkung mit Infield Automatisierung für Hochleistungshacken, die gemeinsam mit Monosem entwickelt wurde
  • Krone mit LiftCab, welches die Häckslerkabine bei Bedarf um 70 cm anhebt
  • Landmaschinen Wienhoff mit dem LevelTuner, der bei mehrachsigen Güllefässern den Luftdruck in den Federbälgen der vorderen Achse automatisch anpasst
  • Lechler mit dem ESV (Elektrisches-Schließ-Ventil), eine Einheit aus Ventil, Verkabelung und Stecker für eine einfache und verwechslungsfreie Montage auf gängigen Einzel- oder Mehrfachdüsenträgern
  • New Holland für das erste proaktive automatische Mähdreschereinstellungssystem
  • Petkus mit dem MultiCoater CM 300, mit dem das gebeizte Saatgut in der Mischkammer besonders schonend behandelt und dort bereits getrocknet wird
  • Pöttinger mit einer kameragestützte Saatbettbereitung, die gemeinsam mit New Holland und Josephinum Research entwickelt wurde
  • Pöttinger mit Sensosafe, einem direkt am Mähwerk installierten Sensorbalken, der versteckte Wildtiere über optische Infrarotsensoren mit integrierter LED-Beleuchtung erkennt

Agritechnica: Gold- und Silbermedaillien verliehen

Claas Cemos Auto Threshing
Bisher musste der Fahrer eines Mähdreschers selbst über den besten Kompromiss zwischen Dreschtrommelgeschwindigkeit, Dreschspaltweite und Ausdrusch bzw. Kornqualität entscheiden. Claas hat nun das Cemos Auto Threshing zur Einstellung des Tangential-Dreschwerkes in Schüttler- und Hybrid-Mähdreschern entwickelt. Je nach Strategievorgabe werden die Dreschtrommeldrehzahl und die Dreschspaltweite automatisch auf die Erntebedingungen optimiert. Das Alleinstellungsmerkmal der gesamten Automatisierung ist die Kommunikation der verschiedenen Automaten untereinander. © Werkbild
Kemper StalkBuster
Seit sich der Maiszünsler vor rund 15 Jahren auf ganz Deutschland ausgebreitet hat, ist er im Silomaisanbau der wichtigste Schädling. Der Kemper StalkBuster ist nun die erste in den Mähvorsatz des Feldhäckslers integrierte stoppelzerstörende Technik. Es ist die einzige Lösung im Markt, die alle Maisstoppeln zerschlägt, bevor diese vom Feldhäcksler oder Transportwagen niedergedrückt werden. Da die Überwinterung der Raupen in den Maisstoppeln erfolgt, stellen die rund 30 % für sonst übliche Schlegelmulcher kaum noch erreichbaren, unzerstörten Maisstoppeln ein großes Reservoir für einen erneuten Schädlingsbefall in der Region im Folgejahr dar. © Werkbild
AGCO-Mähdrescher Ideal
Der neu entwickelte Mähdrescher Ideal von AGCO ist ein Oberklasse-Mähdrescher, der bei Nutzung bodenschonender Fahrwerkstechnik die Transportbreite von 3,3 Metern nicht überschreitet. Dies wird durch eine Dreschkanalbreite von 1,4 Metern erzielt. Es werden zwei 4,85 Meter lange Axialrotoren mit besonders langen Dresch- und Abscheidewegen mit einem Durchmesser von 0,6 Metern und Motoren mit bis zu 480 Kilowatt Leistung verbaut. Für kleinere Leistungsklassen ist der Ideal-Mähdrescher mit einem Axialrotor verfügbar. © Werkbild
Krone Liftcab
Da die modernen Maissorten immer ertragreicher werden, sind inzwischen deutlich größere Wuchshöhen von 4 m und mehr durchaus an der Tagesordnung. Der Fahrer des Häckslers ist dann täglich mit einer hohen beweglichen "Maiswand" konfrontiert. Bei der Krone LiftCab wird die Kabine auf Knopfdruck um 70 cm angehoben, so kann der Fahrer diese anstrengenden Einsatzzeiten entschärfen und zudem einen komfortablen Überblick über Bestand und Abfuhrgespanne erreichen. © Werkbild
Amazone Swingstop
SwingStop pro von Amazone erreicht über eine Kombination aus aktiver, horizontaler Schwingungstilgung des Spritzgestänges und hochdynamischer Mengenregelung an jeder einzelnen Düse eine bisher nicht mögliche Verteilgenauigkeit bei der Applikation mit der Feldspritze über die gesamte Arbeitsbreite in Längsrichtung. Die Ausbaustufe "pro" sorgt mit neuartigen Ventilen an jeder Düse für eine ständige Anpassung der Ausbringmenge, um die verbleibenden Ungenauigkeiten auszugleichen. © Werkbild
Grimme Ventor
Grimme hat beim Kartoffelroder Ventor 4150 erstmals das äußerst knollenschonende und sehr leistungsstarke Schrägelevator-Erd- und -krauttrennsystem in eine vierreihige, selbstfahrende Kartoffelerntemaschine unter Einhaltung einer Transportbreite von 3,5 m integriert. In den beiden je zwei Reihen aufnehmenden Siebkanälen schließt sich an die aus zwei getrennten Gurten bestehende erste Siebkette eine durchgehende, steil ansteigende zweite Siebkette, die von einer weitmaschigen Krautkette mit Mitnehmern umschlungen wird, an. © Werkbild
Claas Axion Terra Trac
Der mit einer Halbraupe ausgestattete Claas Axion 900 verfügt erstmals über eine Federung an der Vorder- und Hinterachse, wodurch sich der Komfort gegenüber den alternativen Triangel-Halbraupen deutlich verbessert. Die im Vergleich zu Triangel-Halbraupen deutlich vergrößerte Aufstandslänge sorgt sowohl im Feld als auch bei schneller Straßenfahrt für eine sehr gute Richtungsstabilität. © Werkbild
Fendt e100 Vario
Der von Fendt vorgestellte erste batteriebetriebene Elektrotraktor für vielfältige Anwendung im Markt basiert auf dem Antriebskonzept eines konventionellen 50kW Vario-Traktors. Verbrennungsmotor, Abgas- Zuluft-, Kraftstoffanlage und Motorkühler werden durch einen Akkublock, einen kompakten Elektromotor und die Steuerungselektronik ersetzt. Der 100kWh Hochvolt-Akku ist schnelladefähig und speichert für die Arbeit bei mittlerer Last für 4 h ausreichend Energie. © Werkbild
GSI Flexwave
Das Flexwave Grain Silo Unloading System besteht aus zwei Luftkissen, die zunächst leer beidseitig der Austragstechnik in das Silo eingebaut werden. Sie bedecken den Boden und die Wand bis zur Höhe des Kegels, der sich bei der Entleerung typischerweise einstellt. Sobald das Getreide nicht mehr selbst nachströmt, wird das erste Luftkissen gezielt mit Luft gefüllt. Dadurch drückt es den Getreidekegel nach und nach von der Wand zur Silomitte. Nachdem die erste Seite restlos entleert ist, beginnt auf der zweiten Seite der gleiche Prozess. © Werkbild
Pöttinger Sensosafe
Mit dem direkt am Mähwerk installierten Sensorbalken Sensosafe können versteckte Wildtiere über optische Infrarotsensoren mit integrierter LED-Beleuchtung während des Mähens erkannt und somit vor dem Mähtod bewahrt werden. Sobald die Infrarotsensoren ein verstecktes Tier erkennen, wird ein Signal an die Mähwerkshydraulik gesendet und das Mähwerk automatisch ausgehoben. © Werkbild
Wienhoff Leveltuner
Da bei wechselnden Anbaugeräten am Güllefass mit sehr unterschiedlichen Gewichten die Schwerpunktlage des Güllefasses stark variiert, verändert sich dadurch auch die Stützlast. Der LevelTuner passt bei mehrachsigen Güllefässern in Abhängigkeit von der in der Deichselfederung gemessenen Stützlast den Luftdruck in den Federbälgen der vorderen Achse automatisch an. So wird eine ausreichende Stützlast sichergestellt und die Fahrsicherheit auf der Straße erhöht. © Werkbild
Farmdok
Die Aufzeichnungspflichten für landwirtschaftliche Betriebe nehmen weiter zu. Farmdok ist eine Agrarsoftware für die mobile und automatische Dokumentation landwirtschaftlicher Maßnahmen direkt am Feld mit Smartphone und/oder Tablet. Die innovative Musterauswertung von Bewirtschaftungs- und GPS-Daten ermöglicht die nahezu vollständige Automatisierung der Datenerfassung. © Werkbild
Amazone Smartservice
Immer komplexere Maschinen machen auch eine immer spezialisiertere Ausbildung der Servicetechniker nötig. Im Umfeld immer komplexerer Maschinen nutzt Amazone SmartService 4.0 die Techniken der "Virtuellen Realität" und der "Erweiterten Realität", um für den Endkunden und den Kundendienst die Lern- und Schulungsprozesse weiter auszubauen und um die Kunden und Servicetechniker bei Wartungsarbeiten zu unterstützen. © Werkbild
Fendt VarioPull
Mit dem Fendt VarioPull kann erstmalig die Position des Anhängepunktes von Geräten auch während der Arbeit horizontal um bis zu 80 cm hin zur Hinterachse frei eingestellt werden. Durch den nach vorne verschobenen Anhängepunkt wird die Achslastverteilung optimiert und eine höhere Fahrsicherheit erzielt. Am Vorgewende lässt sich der Koppelpunkt nach hinten verschieben, um ausreichenden Freiraum für die Geräteanhängung zu bekommen. © Werkbild
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