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Agritechnica als Investitionsbarometer

von , am
19.11.2013

Eine Umfrage der DLG bei der Agritechnica bestätigte noch einmal das momentan gute Investitionsklima in der Landwirtschaft. Auch die Hälfte der Abstimmenden einer agrarheute-Umfrage will investieren.

Rund 450.000 Tagesbesucher besuchten 2013 die Agritechnica. © DLG
"Möchten Sie nach dem Besuch der Agritechnica in Landtechnik investieren und wenn ja, in welchen Bereich?" fragte die agrarheute.com-Redaktion am 04. November. 15 Tage später haben 1.282 Nutzer abgestimmt. Demzufolge planen zirka 15 Prozent, nach der Agritechnica einen neuen Traktor anzuschaffen, knapp 20 Prozent wollen in Bodenbearbeitungs- und Erntetechnik investieren, rund 10 Prozent klickten bei der Frage nach geplanten Investitionen nach der Agritechnica die Antwort "Ja, in Hoftechnik" an. Laut agrarheute.com-Umfrage planen 54 Prozent der Abstimmenden keine Investitionen.

DLG-Umfrage: 70 Prozent mit konkreten Investitionsplänen

Noch deutlich positiver fällt eine Befragung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) aus. Die DLG beauftragte das Unternehmen Wissler & Partner Trade Fair Marketing mit einer repräsentativen Umfrage während der Messe. Von den 4.833 an verschiedenen Standorten befragten Besuchern planen 70 Prozent der Land- und Forstwirte in den nächsten beiden Jahren zu investieren. 23 Prozent befänden sich demnach im Moment in einer Planungsphase für eine Investition, nur sieben Prozent verneinten die Frage "Werden Investitionen in den nächsten beiden Jahren geplant?".
 
Von den investierenden Betrieben wollen 53 Prozent bestehende Betriebszweige erweitern, 53 Prozent Maschinen und Geräte ersetzen sowie 15 Prozent die Produktion in einem neuen Betriebszweig aufnehmen (Mehrfachnennungen waren hier erlaubt.
Erfreut zeigte sich denn auch der VDMA Landtechnik über die Investitionsneigung und Professionalität der Besucher. "Was dabei besonders auffällt, ist die durchweg hervorragende Qualität der Fachgespräche", betonte VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer im Rahmen der Abschlusspressekonferenz. "Wir rechnen damit, dass von dieser Ausstellung deutliche Impulse für die globale Landwirtschaft ausgehen werden", so Scherer weiter.

Neuer Spitzenwert bei Auslandsbesuchern

Mit 112.000 internationalen Besuchern hat die Agritechnica 2013 auch in diesem Bereich einen neuen Spitzenwert erzielt. Jeder vierte der insgesamt 450.000 Besucher kam aus dem Ausland, davon die meisten aus den EU-Nachbarländern und der Schweiz.
 
Die Besucher aus Deutschland teilten sich wie folgt auf:
  • 33 Prozent Norddeutschland (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen)
  • 17 Prozent Westdeutschland (Nordrhein-Westfalen)
  • 24 Prozent Süddeutschland (Bayern und Baden-Württemberg)
  • 14 Prozent Südwestdeutschland (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
  • 12 Prozent Ostdeutschland (Neue Bundesländer und Berlin)

Video: Internationale Landtechnikhersteller zielen auf Europa (15. Nov)

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