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Aktuelle Forschungsvorhaben zur Robotik in der Landwirtschaft

von , am
10.12.2012

Bonn - Die Entwicklung neuer Schlüsseltechnologien ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Landwirtschaft. Die BLE koordiniert als Projektträgerin wichtige Entwicklungsvorhaben.

BoniRob, der autonome Feldroboter von der FH Osnabrück, soll die Arbeit der Pflanzenzüchter erleichtern. © FH Osnabrück
Um den Einsatz von Informationstechnik, Automatisierungstechnik und Robotik in der Landwirtschaft auszubauen, koordiniert die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) verschiedene Projekte der Agrartechnik. Wie die BLE vergangene mitteilte, arbeiten Hochschulen und Unternehmen in einer Reihe von Projekten gemeinsam an innovativen, technischen Lösungen zur Entwicklung von autonom agierenden Trägerfahrzeugen. Die bisherigen Ergebnisse seien vielversprechend und bauten aufeinander auf, betonte die BLE.
 
Der Feldroboter "Boni- Rob" erkenne Einzelpflanzen und speichere ihre Positionen und Eigenschaften. So würden der Wachstumsverlauf und veränderte Parameter festgehalten. Das Projekt "RemoteFarming" schließe an "BoniRob" an. Ziel sei die Entwicklung eines Roboters, der direkt vom Feld Daten auf den PC übermittle, um Unkräuter zu identifizieren. Auf Grundlage dieser Daten werde dem Anwender eine automatische Unkrautregulierung vorgeschlagen, berichtete die Bundesanstalt.

Internationale Zusammenarbeit

Der Schwerpunkt des jüngst begonnenen Vorhabens "elWObot" liege in der Konstruktion eines elektrisch angetriebenen, autonomen Plantagenroboters für den Obst- und Weinbau. Das geplante System ermögliche die lückenlose Dokumentation zur Rückverfolgung ausgebrachter Spritzmittel, unterstrich die BLE.
 
Für die Tierhaltung entwickle ein internationales Forscherteam derzeit das Frühwarnsystem "PIGWISE", das die Leistung und das Wohlsein von Mastschweinen überwacht. Ein Online- Monitoring-System erfasst und bewertet dabei das tierindividuelle Fressverhalten. Weichen Daten bei einem Tier von den Erwartungswerten ab, alarmiert das Frühwarnsystem den Tierhalter. So könnten Erkrankungen, die mit einer Veränderung des Fressverhaltens einhergingen, frühzeitig erkannt werden.

Video: Melktechnik auf der Eurotier

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