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Augen auf beim Kauf eines Werkzeugwagens

von , am
24.01.2014

Kein Gegenstand in der Werkstatt ist so viel im Gebrauch wie ein Werkzeugwagen. Da sie meist lange Jahre im Einsatz sind, lohnt es sich, vorher genau zu überlegen, welche Ausstattung man braucht.

Vollständig ausgestattete Werkzeugwagen werden immer beliebter. Je nach Bedarf lassen sich verschiedene Module auswählen.
 Damit Sie auch in Zukunft "alles im Kas­ten" aber trotzdem einiges "auf dem Kasten haben", erläutert die Agrartechnik in der Marktübersicht, worauf es bei der Auswahl des richtigen Werkzeugwagens ankommt. Dabei beschränken wir uns vornehmlich auf Werkzeugwägen mit Schubkästen, wie sie üblicherweise in der Landtechnikwerkstatt zum Einsatz kommen. Daneben bieten zahlreiche Hersteller noch kombinierte Systeme mit Schubkästen und Türen oder offenen Fächern an. Auch fahrbare Montagewerkbänke und extra große Werkzeugwagen finden sich in den Lieferprogrammen. Da diese jedoch unserer Meinung nach für den mobilen Einsatz weniger geeignet sind, lassen wir diese hier außen vor.    
 

Ins Rollen gebracht

Egal welche Ausstattung der Werkzeugwagen letztendlich hat, einige Dinge haben sie doch alle gemeinsam, auf deren Vorhandensein beziehungsweise ihre Ausführung man achten sollte. Dazu gehören zum Beispiel die Laufrollen. Laut Carsten Scholz, Marketing­leiter bei Hazet, machen qualitativ ­hochwertige Rollen einen großen Kos­tenfaktor aus. Auch bei vollbeladenem Wagen oder unebenen Untergrund müssen die Rollen noch leichtgängig sein und sich gut lenken lassen. Eine gute Lagerung und Ausführungen aus beständigem Vollgummi garantieren dafür.
 
Da es durch aus vorkommen kann, dass die Arbeit auch einmal auf abschüssigem Untergrund erfolgen muss, sind wirksame Bremsen an den Lenkrollen natürlich Pflicht. Bei einigen Herstellern wird sogar eine Verdrehsicherung aktiv, wenn die Bremse zu ist. Dominik Breitkreutz von Sonic Equipment ist der Überzeugung: „Die Rollen müssen unter dem Werkzeugwagen angebracht sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie beim Anecken in der Werkstatt schnell defekt sind.“ Allerdings ist zu bedenken, dass außen stehende Rollen eine höhere Standsicherheit garantieren.
 

Stabile Ausführung

"Wichtige Qualitätsmerkmale sind Materialstärke, Verarbeitung wie Schweißpunkte- und Nähte sowie Kantung und Lackierung", sagt Susanne Rudolf aus der Würth-Fachpresseabteilung. Diese Merkmale spiegeln sich zum Beispiel in der Gesamtbelastung des Wagens wider. Bei Gedore ist man der Überzeugung, dass die Punktverschweißung wichtig ist, denn so könne sich beim Befahren von rauen Untergründen nichts lockern. Dieses Problem kann bei verschraubten Modellen bestehen. Carsten Scholz, Hazet, empfiehlt, sich den Werkzeugwagen vor Ort anzuschauen und die Verarbeitung zu prüfen. Da Werkzeugwägen im Dauerbetrieb eingesetzt werden, spielen neben der Verarbeitungsqualität Design und Ergonomie ebenfalls eine wichtig Rolle.
 

Hohe Tragkraft

Das Herzstück des Werkzeugwagens sind die Schubladen. Deswegen kommt ihnen eine besondere Beachtung zu. "Der Anwender muss wissen, welche und wie viele Werkzeuge er unterbringen will. Je nach Umfang wird die Größe des Werkstattwagens definiert und festgelegt, welche Schubladenhöhen notwendig sind", sagt Susanne Rudolf. "Auch die Art der Schubladenauszüge spielt eine wichtige Rolle. Marktstandard sind kugelgelagerte Schubladenauszüge mit einer Tragkraft von mindestens 25 Kilogramm."
 
Bei Gedore beobachtet man ebenfalls, dass die Größe der einzelnen Schublade und deren Belastbarkeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Damit man einfach an die Werkzeuge in den hinteren Ecken kommt, sollten die Schubkästen zu 100 Prozent herausgezogen werden können. Bei den Markenmodellen ist dies üblicherweise der Fall. Allerdings erhöht sich so die Kippgefahr des ganzen Werkzeugwagens. Deshalb empfiehlt Dominik Breitkreutz von der Firma Sonic Equipment darauf zu achten, dass immer nur eine Schublade geöffnet werden kann.
 

Ordnung mit System

Ordnungssysteme mit Softschaum-Einlage werden immer beliebter. So lässt sich schnell erkennen, welche Werkzeuge fehlen.
Trennbleche sind ein bewährtes System, um in den Schubladen Ordnung zu halten. Zumindest eine Grundausstattung sollte zum Lieferumfang gehören. Wie die Hersteller einhellig berichten, nehmen in den letzten Jahren sogenannte Ordnungssysteme zu. Hier hat jedes Werkzeug seinen festen Platz, so dass sich sofort erkennen lässt, wenn ein Teil fehlt. "Das hat nicht nur den Vorteil, dass es weniger Werkzeugschwund gibt und man nicht so lange nach dem passenden Handwerkszeug suchen muss, sondern bedeutet auch einen Sicherheitsaspekt", sagt Carsten Scholz. Denn ein vergessener Schraubenschlüssel könne im Motorraum zu verhehrenden Folgen führen.

Zubehör

Das Zubehör für Werkstattwägen ist so vielfältig wie die Aufgaben im Arbeitsalltag. Da heute üblicherweise der Schubkastenauszug nur nach einer Seite erfolgt, bieten Rück- und Seitenwände zusätzlich Platz, um Werkzeuge und Hilfsmittel unterzubringen. Dazu sind diese meist mit einer Quadratlochung versehen, in die verschiedene Haken und Halter eingehängt beziehungsweise angeschraubt werden können. "Papierrollenhalter, Papierkorb und Dosenhalter werden meist dazu gekauft", sagt Carsten Scholz. Bei den Kunden von Würth sind es Chemiedosenhalter, Haken und Halter, sowie Einteilungsmaterial und Ordnungssysteme für die Schubladen, die auf der Einkaufsliste ganz oben stehen. Neben den Dosenhaltern und Hakensystemen sind für Gedore auch Rückwände und Aufsatztruhen häufig nachgefragte Optionen, um zusätzlichen Stauraum am Wagen zu schaffen.  
 

Kunde will Komplett-Set

"Komplett mit Werkzeug ausgestattete Wagen werden immer beliebter", stellt man bei Würth fest. "Aus unserer Erfahrung heraus bieten wir verschiedene Grundbestückungen an, die dann bei Bedarf modular erweiterbar sind. Diese Werkzeugsätze lassen sich mit dem Würth-Systemkonfigurator schnell und übersichtlich in die jeweiligen Schubladen planen." Gleiches hört man von Gedore: "Der Kunde präferiert gerne Komplettangebote, es entfällt die Auswahl der Einzelwerkzeuge und er erhält ein, für seinen Einsatzbereich abgestimmtes Werkzeugsortiment direkt und übersichtlich im Wagen untergebracht."
 
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