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Feldbewässerung

Bewässerungstechnik der Zukunft

Michael Bindl/agrarheute
am
11.04.2016

'Wien Energie' startet mit einer mobilen Tröpfchenbewässerung in die Serienreife. Betrieben wird die Anlage mit Solarstrom, der vor Ort erzeugt wird.

Die Bewässerung von Kulturpflanzen wird in naher Zukunft aufgrund sich ändernder klimatischer Bedingungen eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft einnehmen. Um künftig auch mit dem Einsatz von Bewässerung nachhaltig produzieren zu können, ist eine effiziente, ressourcenschonende Technik von höchster Bedeutung. In Österreich startet nun eine mobile Tröpfchenbewässerungsanlage, die mit Solarstrom betrieben wird, in die Serienreife.

Positiver Feldversuch

Die von der österreichischen Firma Wien Energie entwickelte mobile, Solarstrom-betriebene Tröpfchenbewässerungsanlage ist nun serienreif. Im Sommer 2015 wurde ein Feldversuch auf einem 3,5 Hektar großen Bio-Maisfeld in Österreich durchgeführt. Die Bewässerung erfolgte von Juni bis August. Das Ergebnis sei erfreulich: "Die Pflanzen hatten zu keinem Zeitpunkt Wassermangel und bildeten trotz Dürre und Hitze zwei bis drei Kolben pro Pflanze aus", so Biobauer Michael Hütteneder.

30 Prozent weniger Wasserverbrauch

Aufgrund der Bewässerung in Tröpfchenform treten nur geringe Verdunstungsverluste auf. So könne im Gegensatz zu Sprinkler-Bewässerungssystemen 30 Prozent Wasser eingespart werden. Das Pflanzenwachstum, das durch eine Zeitrafferkamera erfasst wurde, sei dabei gleich gut, wie bei der Bewässerung mit einer Sprinkleranlage. Ein weiterer Vorteil sei, dass auch mit kleineren Brunnen eine Fläche von bis zu zehn Hektar mit Wasser versorgt werden kann.

Keine Einsatzausfälle

Die Monitoring-Daten zeigten laut Wien Energie keine Ausfälle aufgrund von technischen Problemen und dokumentierten die Leistung der Tauchpumpe. Die Erwartungen der Experten seien bestätigt worden: Mehr Ertrag mit weniger Wasser und mit umweltfreundlicher Energie. Daneben werden im Vergleich zu einer konventionellen Bewässerungsanlage mit Diesel nicht nur die Energiekosten, sondern auch jährlich 6.200 kg CO2-Emissionen eingespart.

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