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Börger Drehkolbenpumpen: Der Block machts

von , am
01.08.2014

Wartungsfreundlichkeit und geringe Verschleißkosten - dafür stehen die Drehkolbenpumpen von Börger. Sie finden ihren Einsatz nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in vielen Bereichen der Industrie.

Auf Drehkolbenpumpen basiert der Erfolg des Familienunternehmens Börger aus Borken-Weseke. Mit der Firmengründung 1975 durch den damals 25-jährigen Landmaschinenmechanikermeister Alois Börger beginnt die recht eindrucksvolle Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Als Vertreter anderer Hersteller konnten 1985 beispielsweise rund 500 Pumpen gehandelt werden. Forderungen der Kunden nach hohen Standzeiten und Wartungsfreundlichkeit trieben Börger schnell zu eigenständigen Entwicklungsarbeiten: 1986 beginnt die Entwicklung der patentierten Drehkolbenpumpen, die bereits 1988 in den nationalen Markt eingeführt wurden. Die internationale Vermarktung startete 1990.
 
Mittlerweile hat das bankenunabhängige Familienunternehmen - darauf legt Inhaber und Geschäftsführer Alois Börger großen Wert - einen weltweiten Vertrieb mit zurzeit neun Tochterfirmen und Vertretungen in mehr als 50 Ländern aufgebaut. Über alle Produktbereiche beträgt der Exportanteil mittlerweile 60 bis 65 Prozent.

Für viele Einsatzbereiche

Was gut in der Landwirtschaft funktioniert, lässt sich auch gut in andere Bereiche übertragen. Inzwischen beliefert Börger führende Unternehmen in vielen Industriebereichen. "Dank des einfachen und doch genialen Förderprinzips hat sich diese selbstansaugende, ventillose Verdrängerpumpe im gesamten industriellen Bereich durchgesetzt", betont Alois Börger.

Klar gegliederter Aufbau

Die Drehkolbenpumpen fertigt das Weseker Familienunternehmen in sechs Baureihen. Beim Gehäuse kann der Kunde zwischen Edelstahl, Grauguss oder Stahlguss wählen.
Die Börger Drehkolbenpumpen gibt es in sechs Baureihen (AL, PL, CL, FL, EL und XL). Insgesamt sind 20 Baugrößen mit Förderleistungen von ein bis 1.500 Kubikmeter pro Stunde verfügbar. Hervorstechendes Merkmal aller Pumpen ist die für Börger charakteristische Blockbauweise - es werden immer nur vier Gehäuseteile benötigt. Diese Blockbauweise mit einseitiger Lagerung garantiert nach Aussage des Unternehmens, eine optimale Wartungsfreundlichkeit und Langlebigkeit.
 
Die Bauteile sind: Träger- und Gleichlaufgetriebe, Quench- und Kontrollraum, Pumpengehäuse in Blockbauweise, Medium unberührte Welle, axialer und radialer Gehäuseschutz, Wellenabdichtung, Drehkolben und der Schnellverschlussdeckel. Aufgrund der Vielfalt der zur Verfügung stehenden Einzelelemente und Werkstoffe kann Börger fast jeden Kunden mit einer auf seine speziellen Bedürfnisse optimal ausgerichteten Pumpe beliefern.


Produktportfolio ausgebaut

Der Markt für Separatoren zieht an. Börger bietet den Bioselect in zwei Ausführungen an: als stationäre und auch als mobile Einheiten. Kernelement des Separators ist die patentierte Spiralschnecke.
Aufbauend auf dem Prinzip der Drehkolbenpumpe und mit im Wesentlichen gleichen Bauteilen stellt Börger seit 2001 den Unihacker her. Dieses effiziente Zerkleinerungsgerät mit Einzugsfunktion hat sich zum Bestseller im Programm entwickelt. Es sind Zweiwellen-Zerkleinerer, die in verschiedenen Baugrößen bis zu Durchsatzmengen von 320 Kubikmeter pro Stunde (5.300 l/min) in platzsparender, kompakter Bauweise angeboten werden. Der Zerkleinerungsgrad ist durch Wahl der Messerkombinationen variabel.

Lagerbehälter

Wenn man schon Pumpen baut, ist der Weg zu Lagerbehältern für Gülle und andere Flüssigkeiten nicht weit. Seit Anfang der 1980er Jahre hatte Börger schon Silos von Zulieferern vertrieben, mit dem Ziel Vollanbieter in der Landwirtschaft zu werden, konnte Börger 1998 die Produktgruppe "Verschraubte Edelstahl-Flachbodentanks" gründen. "Wir haben die Behälter weiterentwickelt und der Kundenzuspruch gibt uns recht. Jährlich bauen wir 100 bis 150 Edelstahlbehälter. Dieser Bereich wäre noch ausbaubar.", berichtet Alois Börger.
 
Das Fassungsvermögen der Edelstahl-Behälter in Segmentbauweise reicht von 30 bis 5.000 Kubikmeter. Sie eignen sich für die Lagerung von jeglicher Art von Flüssigkeiten. Im Agrarbereich werden die Behälter zur Lagerung von Flüssigmist und Futterkomponenten verwendet, während sie im Biogasbereich als Fermenter, Nachgärer und Gärrestebehälter eingesetzt werden.

Separation

Bei den Tauchmotorrührgeräten B-MX dichtet die tausendfach bewährte Börger-Gleitringdichtung die Mediumseite gegen die Quenchvorlage ab.
Mit dem Bioselect engagiert sich Börger auch im Bereich der Fest-Flüssig-Trennung. Durch ein rein mechanisches Verfahren werden aus dem Ursprungsmedium (beispielsweise Gärreste oder Flüssigmist) die flüssigen von den festen Bestandteilen getrennt. Mit dem Bioselect sind Durchsatzmengen bis zu 60 Kubikmeter pro Stunde realisierbar. Den Börger Bioselect gibt es in zwei Ausführungen, zum einen als RC mit der feder-vorgespannten Austragungseinheit Multi-Disc und zum anderen als BS, bei dem eine Drehkolbenpumpe (Dickstoffpumpe) für den sicheren Verschluss und für die gleichzeitige Weiterförderung der eingedickten Masse sorgt. Kernelement des Separators ist die patentierte Spiralschnecke. 
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