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Ratgeber Maisernte

Checkliste: Daran sollten Sie vor der Maisernte denken

Silomaisernte mit Häcksler.
am Freitag, 04.09.2020 - 12:00 (Jetzt kommentieren)

Auch wenn in Regionen mit starker Trockenheit bereits erste Häcksler den Silomais ernten, bleibt für den Großteil der Äcker noch ein paar Wochen Zeit bis zur Maisernte. Bevor die Häcksler und Gespanne brummen, können Sie einiges vorbereiten. Haken Sie die wichtigsten Punkte ab, damit das Maishäckseln 2020 für Mensch, Maschine und feinste Maissilage gut beginnt.

Es ist immer eine besondere Zeit im Jahr: Maishäckseln. Wir geben Tipps, damit die Abfuhr auf dem Acker klappt, auf dem Fahrsilo alles gemächlich läuft und alle Mitarbeiter und Fahrer während der Maissilage-Ernte bei guter Laune bleiben.

Drandenken, bevor die Maisernte startet

Auf den meisten Betrieben kommen Lohnunternehmer für die Maisernte. Der beauftrage Lohnunternehmer muss wissen, wie viel Hektar anstehen, wie viele Gespanne mitfahren und wer auf dem Silo walzt. Außerdem hilfreich, vor allem für ortsfremde Fahrer: Ein Ablaufplan legt fest, in welcher Reihenfolge die Maisäcker gehäckselt werden sollen. Schläge, Feldgrenzen, Schachtdeckel und Zufahrten sind in einer digitalen Schlagkartei hinterlegt oder auf einer Karte eingezeichnet.

 

Maishäckslen: Was es sonst noch zu beachten gibt

Maisernte mit Feldhäcksler und Traktor
  • Jagdpächter informieren.
  • Wildschutzzäune sind bis dahin abgebaut.
  • Eine WhatsApp-Gruppe hilft Anwohnern über die Erntekampagne zu informiert, und, dass es bis in die Nacht dauern kann.
  • Unterziehfolie und eine ­Silofolie sind für die Silolänge vorhanden.
  • Die Ein- und Ausfahrt zum Silo ist frei. Es steht nichts im Weg.
  • Schächte und Rinnen für Sickersaft sind sauber. Stopfen und Schieber führen Sickersäfte in die Güllegrube oder einen separaten Behälter.
  • Genügend Sandsäcke lagern auf Paletten. Offene oder gerissene Säcke sind aussortiert.

agrarheute-Tipp: Diesel an der Hoftankstelle auffüllen und AdBlue-Vorrat überprüfen!

Wenn der Feldhäcksler auf den Hof fährt und das Maishäckseln startet

  • An den Silowänden sind Randfolien aufgehängt. Der Fahrer des Walzschleppers weiß, dass jede heruntergerissene und eingewalzte Randfolie einen Kasten Bier kostet!
  • Jeder Fahrer kennt die Regeln und alle Straßen und Wohngebiete, die gemieden werden müssen.
  • Für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung gelten 30 km/h Höchst­geschwindigkeit im Ort und auf schmalen Straßen.
  • Warnschilder für verschmutzte Fahrbahnen sind vorhanden. Kehr­maschine oder Schaufel und Besen sind einsatzbereit.
  • Der Betriebsleiter kontrolliert bei den ersten Fuhren die Häcksellänge und ob alle Körner angeschlagen sind.

agrarheute-Tipp: Alle Fahrer in der Häckselkette haben die Mobilnummer des ­Betriebsleiters abgespeichert.

Das Wichtigste auf dem Fahrsilo: walzen, walzen, walzen!

  • Der Luftdruck in den Reifen des Walztraktors beträgt mindestens 2 bar. Der Reifenfüller funktioniert und zeigt den Wert korrekt an.
  • Am Walztraktor sind Zusatzgewichte angebaut.
  • Der Walztraktor arbeitet mit maximal 4 km/h und überfährt das ­gesamte Silo zwei- bis dreimal, bevor die nächste Schicht kommt.
  • Jede Schicht mit Mais ist nicht dicker als 20 bis 30 cm.
  • Sind die Felder abgeerntet und der Anhänger entleert, walzt der Traktor mindestens noch eine Stunde weiter, bevor das Silo abgedeckt wird.

agrarheute-Tipp: Für das Abdecken des Fahrsilos zusätzliche Helfer anfragen!

Mit Material von agrarheute Ausgabe 08/2020
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