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Leser fragen, agrarheute antwortet

Darf ich für einen privaten Zweck lof-Fahrzeuge fahren?

Oldtimer-Traktor im Herbst auf dem Feld
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Julia Eder, agrarheute
am
14.03.2018

"Muss ich für einen 25 km/h-Oldie einen CE-Führerschein haben, wenn die Sträucher, die ich fahre, nicht vom Bauern sind?" Diese Frage erreichte uns über facebook. Hier die Antwort.

Führerscheinklassen und die Bestimmungen bei Zulassungen und Versicherung mit land- oder forstwirtschaftlichen (lof) Fahrzeugen sind immer wieder ein Thema, bei dem Landwirte verunsichert sind. Über facebook erreichte uns nun diese Frage eines agrarheute-Lesers:

"Darf ich privat lof-Fahrzeuge fahren oder muss ich für ein 25 km/h-Oldie echt einen CE-Schein haben, wenn die Sträucher, die ich fahre, nicht vom Bauern sind?"

Wenn kein lof-Zweck, dann kein L- oder T-Führerschein

Die Lage ist hier eindeutig, wie uns Verkehrsrechtsexperte Martin Vaupel von der LWK Niedersachsen versichert: "Wenn kein lof-Zweck besteht, dann darf hier tatsächlich nicht mit L oder T-Führerschein gefahren werden!"

Die Führerscheinklassen L und T dürfen nur im Rahmen von lof-Zwecken eingesetzt werden. Diese Zwecke sind im § 6 der Fahrerlaubnisverordnung genau definiert.

Hat das Gespann aus Schlepper und Anhänger mit den Sträuchern allerdings ein zulässiges Gesamtgewicht bis 3,5 t, würde der B-Führerschein beziehungsweise, wenn der Anhänger mehr als 750 kg wiegt, der BE-Führerschein ausreichen. Dann ist es egal, ob es sich um einen lof-Zweck handelt. Für Zugkombinationen mit mehr als 3,5 t zulässiger Gesamtmasse ist die Klasse CE erforderlich.

Führerschein: Das gilt als land- oder forstwirtschaftlicher Zweck

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