Login
Schwader

Im Dauertest: 4-Kreisel-Schwader von Fella

Kreiselschwader von Fella © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Bernd Feuerborn, dlz agrarmagazin/Anke Fritz/agrarheute
am
20.01.2016

Schlagkraft ist beim Schwaden immer gefragt. Mit dem TS 12555 Pro bietet Fella einen Vierkreisler mit Mittenablage ohne viel Schnickschnack an. Die Redakteure des dlz agrarmagazins haben den Schwader getestet.

Der TS 12555 Pro ist zurzeit das Topmodell der Vierkreiselschwader mit Mittelschwad von Fella. Je zwölf tangential angeordnete Kreiselarme werden über die Kurvenbahn aus Sphäroguss gesteuert. Die Kurvenbahn lässt sich werkzeuglos verändern, um die Stellung der Zinken zu verstellen und die Rechqualität zu optimieren. Die Redakteure des dlz agrarmagazins sind mit der Mittelstellung gut gefahren und waren mit der Rechqualität zufrieden.

Lob und Tadel

  • Das Fahrwerk mit der 500er- Bereifung macht einen soliden Eindruck. Mit 3,00 m Transportbreite und 8,50 m Länge ist auf kurvigen Strecken Vorsicht geboten.
  • Das Ausklappen in Arbeitsstellung klappt nach dem Entriegeln der Sperrklinken problemlos. Wer legal unterwegs sein will, muss nach dem Transport immer drei Zinken je Kreisel montieren.
  • Die Rechqualität und die Schwadformung haben uns gefallen. Die hydraulische Folgesteuerung ist gewöhnungsbedürftig, aber funktional. Die elektrische Rechhöhenverstellung gefällt.

Fazit eines Praktikers

Martin Mayr bewirtschaftet mit seiner Familie einen Milchviehbetrieb mit 40 Kühen und Nachzucht in Hausen bei Geltendorf und hat den Schwader auf rund 50 ha einge- setzt. Generell hat ihm der Schwader gut gefallen. Er hat eher schmalere Schwaden gezogen. „Besonders bei der Kurvenfahrt muss der Schwader dann etwas schmaler gestellt werden. Bei 12,50 m Arbeitsbreite bleibt dann schon mal was liegen“, so Martin Mayr. „ Wir konnten rund 7,5 ha/h rechen, inklusive umsetzen.“ Mit der Rechqualität und der Schlagkraft des TS 12555 Pro ist er zufrieden. Die Folgesteuerung funktioniert gut. „Eine einfache, aber praktikabel Lösung“, so Martin Mayr.

Nicht gefällt dem Landwirt der Anschlag für die vorderen Tasträder am Schwadkreisel. Bei Kurvenfahrt, besonders bei den ersten Schwaden rund um die Wiese, radieren die Räder und beschädigen die Grasnarbe. Er fragt sich, ob die Anschläge, die die Räder begrenzen, überhaupt notwendig sind. Praktisch findet er, dass für die Bedienung des Schwaders nur zwei Hydraulikventile notwendig sind. Allerdings muss der Schwader zum Ausklappen gerade stehen, sonst klappen die hinteren Kreisel schwer herunter.

Technische Daten:

HerstellerFellaTypTS 12555ProArbeitsbreite10,50 bis 12,50 mSchwadablageMitteSchwadbreite1,20 bis 2,20 mAnzahl Kreisel4Kreiseldurchmesser3,20 mHöhenverstellung der KreiselelektrischAnzahl der Zinkenarme je Kreisel12Anzahl Doppelzinken je Arm4Bereifung Fahrwerk500/50-17Bereifung Kreisel16/6.50-8AnhängungUnterlenker (Kat. II)Notwendige Hydraulikanschlüsse2 doppelt wirkendTransportbreite3,00 mTransporthöhe (drei Zinkenarme demontiert)3,65Transportlänge8,50Leistungstransport59 kW (80 PS)Zapfenwellendrehzahl540 U/minGewicht4.400 kgPreis58.710 Euro

 

Schlagkraft beim Schwaden: TS 12555 Pro von Fella im Test

In Transportstellung ohne abgenommene Zinken misst der Schwader 4,30 m. Wer unter 4 m bleiben will, muss jeweils drei Zinkenträger entfernen. Alle Kreisel werden über Gelenkwellen angetrieben. Die Zinkenträger aus stabilem Rohrmaterial werden in die Kreiselarme gesteckt. Die Zinken sind von hinten einzeln mit dem Träger verschraubt und nicht über die Rohre geschoben. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Der TS 12555 Pro ist ein 4-Kreisel-Schwader mit Mittelschwadablage. Alle Kreisel werden über Gelenkwellen angetrieben. Die Rechhöhe lässt sich bequem elektrisch verstellen. Die Arbeitsbreite wird hydraulisch eingestellt. Die Schwadbreite lässt sich von 1,20 bis 2,20 m Breite verstellen. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Hinten wird die Schwadbreite über die schwarzen Stangen in vier Stellungen von 1,20 bis 2,20 m Breite eingestellt. Über ein Gestänge lässt sich an jedem Kreisel die Kurvenbahn und damit das Rechergebnis in drei Positionen verstellen. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Das letzte Teilstück des Auslegers lässt sich vorne hydraulisch verstellen und so die Arbeitsbreite anpassen. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Über die Kulisse lässt sich die Abfolge beim Ausheben der vorderen und hinteren Kreisel einstellen. Für das Absenken gibt es etwas ähnliches auf der anderen Seite. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Die Anhängung erfolgt in den Unterlenkern. Die Ketten schützen in erster Linie die Weitwinkelgelenkwelle vor Beschädigung.Die Wendigkeit ist gut.  Da die Gelenkwelle unterhalb des Zentralrahmens durchgeführt wird, lässt sich ein ungewolltes Absenken der Heckhydraulik mit den beiden Ketten verhindern. Die Höhe der Unterlenker stimmt, wenn das Gerät auf der Wiese waagrecht steht. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Die Höhenverstellung erfolgt bequem vom Schleppersitz aus. Über eine kleine Schaltbox lassen sich alle vier Kreisel einzeln elektrisch in der Höhe verstellen. Das funktioniert gut. Für die Grundeinstellung sollte man die Kreisel vorher etwas entlasten oder man verstellt die Rechhöhe unter dem Fahren. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Bodenanpassung, Rechqualität und Schlagkraft überzeugen die dlz-Redakteure bei dem 4-Kreisel-Schwader. Nachteilig ist, dass für den Transport auf der Straße je drei Zinken abmontiert werden müssen und vor dem Klappen der Schutz der vorderen Kreisel hochgeschwenkt werden muss. Ohne Demontage kommt man auf rund 4,30 m Höhe. © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
Auch interessant