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Deutz-Fahr: 11 Fakten, die Sie wissen müssen

Hermann Krauß, agrarheute ,
am
31.07.2015

Die Traktoren von Deutz-Fahr sind heute regelmäßig in den Top drei der Schlepperzulassungen in Deutschland. Die Geschichte des Unternehmens zeigt exemplarisch den Wandel in der Landtechnikbranche.

In den letzten Jahren hat Deutz-Fahr regelmäßig Awards bei seinen Traktoren abgegriffen. Neben einem leistungsstarken und effizienten Innenleben sind Traktoren des Unternehmens auch optisch echte Hingucker. Die Historie von Deutz-Fahr geht weit zurück und zeigt exemplarisch, wie turbulent der Landtechnikmarkt vor allem im letzten Jahrhundert von Zusammenschlüssen und Neugründungen geprägt war. Lesen Sie hier 11 Fakten aus der Geschichte von Deutz-Fahr.
 
1. Deutz wurde 1864 als N. A. Otto & Cie von Eugen Langen und Nicolaus August Otto in einer Ölmühle hinter dem Kölner Hauptbahnhof gegründet. Es gilt damit als ältestes Motorenwerk der Welt angesehen werden.
 
2. Fahr wurde 1870 von Johann Georg Fahr in Gottmadingen in Baden-Württemberg gegründet. 1892 wurde mit einer Eisengießerei in Stockach ein erstes Zweigwerk eröffnet.
 
3. Der erste Deutz Traktor mit einem 26 PS Benzinmotor wird 1894 gefertigt. Gebaut wird er vom Tochterunternehmen Deutz in Philadelphia, USA. Fahr beginnt 1938 mit der Traktorenproduktion.
 
4. Mit dem Deutz MTH 222 läutet Deutz 1927 die Einführung der serienmäßigen Produktion von Traktoren ein. Der MTH 222 fährt mit Dieselmotor und konnte neben Dieselöl auch mit Roh-, Gas-, Paraffinöl und Petroleum betrieben werden. Der zwei Jahre später vorgestellte MTZ erhält 1931 die silberne Preismünze auf der DLG-Ausstellung in Hannover. Die Landtechnik ist zu dieser Zeit eines der wichtigsten Standbeine der Firma. Zum Produktportfolio gehören luft-, öl- und wassergekühlte Diesel- und Gasmotoren sowohl für den stationären als auch für den mobilen Einsatz. Der Leistungsbereich liegt zwischen 40 kW und 4 MW. 

Aus Deutz wird Klöckner-Humboldt-Deutz

5. 1937 kauft Deutz die Klöckner-Werke AG in Duisburg. Die neu entstehende Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) ist zum damaligen Zeitpunkt einer der größten Firmenzusammenschlüsse Deutschlands und deckt alle Sparten der Fahrzeugindustrie ab: Autos, LKW, Züge, Schiffe, Flugzeuge, Traktoren.
 
6. 1949 startet KHD die serienmäßige Produktion des ersten luftgekühlten Traktors mit Dieselmotor von Deutz. Es entstehen die Modelle F1L514 und F2L514.
 
7. 1951 zeigt Fahr auf der DLG-Ausstellung in Hamburg den ersten deutschen Selbstfahrmähdrescher. Ein Jahr später beginnt die Serienfertigung.
 
8. 1961 startet KHD die Zusammenarbeit mit der Fahr AG durch den Kauf einer Aktienbeteiligung. Fahr hatte bereits zuvor Motoren für seine Traktoren von Deutz bezogen.
 
9. 1965 werden die ersten deutschen Mähdrescher mit hydrostatischem Antrieb im KHD-Werk Lauingen gebaut und erfolgreich getestet.

Same erwirbt Deutz-Fahr

10. 1968 kauft KHD einen weitere Teile der Aktien der Fahr AG Gottmadingen. Nach Firmenangaben ist dies die Geburtsstunde der Marke Deutz-Fahr. 1975 wird die Maschinenfabrik Fahr schließlich komplett übernommen. 1977 tritt der Konzern auf dem Landmaschinenmarkt unter der neuen Marke Deutz-Fahr auf.
 
11. Im Jahr 1995 wird der damalige KHD-Agrartechnikbereich (Trakoten) mit der Marke Deutz-Fahr an die italienische SAME-Gruppe verkauft.

Die beliebtesten Traktoren 2014

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