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Deutz legt Zahlen vor und kündigt Umstrukturierung an

Deutz AG Zentrale Köln Porz
© Deutz AG
von , am
03.05.2014

In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres gingen bei Deutz Bestellungen im Wert von 414,2 Millionen Euro ein. Gegenüber dem Vorjahreswert ein Plus von 6,6 Prozent.

Im ersten Quartal 2014 konnte Deutz den Motorenabsatz gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich steigern. © Same Deutz-Fahr
Insbesondere der Anwendungsbereich Mobile Arbeitsmaschinen verzeichnete nach Unternehmensangaben in den ersten drei Monaten 2014 wesentlich mehr Aufträge. Der sehr hohe Wert des Vorquartals von 446,1 Millionen Euro wurde jedoch nicht erreicht, da das erste Quartal insgesamt saisonal bedingt ein schwächeres Quartal ist. Der Auftragseingang hat im Berichtsquartal den Umsatz um knapp 21 Prozent übertroffen.
 
Mit 44.457 verkauften Motoren ist der Absatz im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 22,7 Prozent gestiegen (01/2013: 36.238 Motoren). Im vierten Quartal 2013 konnten mit 49.329 Motoren 9,9 Prozent mehr abgesetzt werden . Der Umsatz erhöht e sich im ersten Quartal 2014 um 18,2 Prozent auf 342,7 Millionen Euro (01/2013: 289,9 Millionen Euro). Dabei wurden laut Deutz in allen drei Regionen - EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), Amerika und Asien/Pazifik - die Umsatzerlöse gesteigert. Im vierten Quartal 2013 waren die Umsatzerlöse mit 410,1 Millionen Euro höher.
Das Konzernergebnis der ersten drei Monate betrug 0,6 Millionen Euro und habe sich damit gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Millionen Euro verbessert (01/2013: 6,9 Millionen Euro).

Standort Köln-Deutz soll geräumt werden

Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass binnen zwei Jahren der Standort Köln-Deutz geräumt werden und am größten Standort Köln-Porz ein neues Wellenzentrum zur Fertigung von Nocken- und Kurbelwellen errichtet soll. Die Kurbelgehäusefertigung für die Baureihe 2011 wird ausgelagert.
 
Für den Standort Köln habe sich das Unternehmen außerdem dazu verpflichtet, innerhalb von vier Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen ohne Zustimmung des Betriebsrates auszusprechen und alle Auszubildenden unbefristet zu übernehmen.
 
Im Rahmen der Standortoptimierungsstrategie werde ferenr die Möglichkeit untersucht, das Werk für Austauschmotoren in Übersee am Chiemsee zu schließen und in das Werk Ulm zu integrieren. "Es ist unsere Aufgabe, Deutz bestmöglich für die Zukunft aufzustellen. Dazu gehört es auch, alle Kosten und Strukturen immer wieder kritisch zu hinterfragen und weiter zu optimieren", erläutert Dr. Helmut Leube, Vorstandsvorsitzender der Deutz AG.

Besseres operatives Ergebnisses ab 2016 erwartet

Die Maßnahmen werden das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr einmalig mit etwa 15 bis 20 Millionen Euro belasten. Auf der anderen Seite rechnet das Unternehmen mit einer wesentlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses ab dem Jahr 2016; ab 2017 soll diese voraussichtlich jährlich mehr als 10 Millionen Euro betragen. Die Investitionen vor allem für das Wellenzentrum Köln-Porz belaufen sich auf etwa 20 Millionen Euro.
 
Im Geschäftsjahr 2014 soll der Umsatz im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen.
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