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Mit Doppeltank spritzen: Gemini und Sirius von Lemken

© Feuerborn/dlz agrarmagazin
von , am
26.03.2015

Fast ein kleiner Selbstfahrer: Das ergibt die Kombi Gemini-Fronttank und Sirius-10-Spritze von Lemken. Die Redakteure des dlz agrarmagazins hatten 2014 die Maschinen im Dauertest.

Der Gemini-Fronttank von Lemken fasst 1.000 Liter und lässt sich mit den Sirius-Anbauspritzen kombinieren. © Feuerborn/dlz agrarmagazin
2014 testeten die dlz-Redakteure die Sirius-Anbauspritze 10 mit 1.600-Liter-Tank, ISOBUS-Bedienung und 27-Metern-SEH-Gestänge mit Heckklappung von Lemken. Das Ergebnis in der Kurzzusammenfassung: Die Anbauspritze ist leicht zu bedienen und hat ein gutes Gestänge sowie  einen guten Pendelausgleich. Das Aluminiumrohr ist verwindungssteif und bietet ausreichend Platz für Drei- oder sogar Fünffach-Düsenkörper. Die Kombination von Gemini-Fronttank und Sirius-10-Spritze macht zusammen nahezu einen kleinen Selbstfahrer.
 
Die Sicht nach vorne über den Gemini- Tank ist gut. Im geklappten Zustand ist die Spritze hinten nur 2,50 m breit. So kann mit den Spiegeln der rückräumige Verkehr gut beobachtet werden und auch die engen Feldwege bereiten keine Probleme.

Pumpenleistung von Sirius 10: 500 Liter je ha

Das Befüllen des Fronttanks ist etwas langwierig, da erst in den Haupttank und dann in den Fronttank eingespült wird. Die Pumpenleistung der Sirius - Anbauspritze 10 reicht aus, um 500 Liter (l) je ha auch noch mit sieben Kilometern je Stunde auszubringen. Das Bedienzentrum auf der linken Seite ist hinter einer Klappe gut geschützt.
 
Auch die Bedienung mit der Megaspray-Steuerung ist gelungen, besonders was die Einbindung in die Schlepperelektronik angeht. Nach Ansicht der dlz Redakteure könnte sie noch etwas stabiler laufen. Die automatische Teilbreitenschaltung SectionControl emöglicht genaues und einfaches Spritzen, fast ohne Überlappung. Die elektronische Füllstandsanzeige funktioniert gut, lässt sich aber im Straßenmodus nicht ablesen. Das wäre aber praktisch, um während der Fahrt den nächsten passenden Schlag auszuwählen, findet die dlz.

Sicherer An- und Abbau des Gemini-Fronttanks

Mit dem QuickConnect-System ist ein sicherer An- und Abbau des Gemini-Fronttanks möglich. Zum Parken gibt es praktische Stützen. Der Fronttank lässt sich mit Hilfe eines demontierbaren Rangierwagens leicht anbauen. Der Tank fasst 1.600 l, mit Fronttank sind es 2.600 l. Die Filter sind zum Reinigen sehr gut zu erreichen.

Gestänge passt auch für schmale Wege

Das 27-m-Aluminiumgestänge der Sirius-Anbauspritze 10 hinterließ bei den dlz Redakteuren einen guten Eindruck. Praktisch fanden sie die symmetrische Klappung, die sehr gut für schmale Wege geeignet ist. Jede Seite kann angewinkelt werden. Der gute Hangausgleich und die ruhige Gestängelage erlauben hohen Geschwindigkeiten. Die Folgesteuerung macht die Klappung einfach und schnell. Mit der Megaspray-Bedienung ist die Einbindung in den ISOBUS-Schlepper samt Joystick leicht möglich. SectionControl steuert jede Düse einzeln elektrisch an. Das entlastet den Fahrer besonders auf ungleichmäßigen Schlägen.  

Dauertest: Gemini-Fronttank und Sirius-Anbauspritze vom Lemken

2.600 Liter Spritzbrühe, verteilt auf zwei Tanks - das zeichnet die Sirius 10 mit dem Gemini-7-Fronttank aus. Wie das Zusammenspiel von Fronttank und Anbauspritze klappt, konnten die dlz Redakteure in der Saison 2014 ausprobieren. © Müller/Feuerborn
In dem Aluprofil ist alles geschützt untergebracht. Eine Besonderheit: Leitung und Düsen lassen sich zur Reparatur auch segmentweise entnehmen. © Müller/Feuerborn
Das Gestänge klappt in rund einer Minute ein und ist platzsparend gefaltet. So ist die Spritze mit 2,50 Metern (m) Breite im zusammengklappten Zustand recht schmal. © Müller/Feuerborn
Die 250-Liter-Pumpe hat eine gute Förderleistung. 500 Liter (l) je ha lassen sich bei 7 km je Stunde Fahrgeschwindigkeit noch gut ausbringen. © Müller/Feuerborn
Das Gestänge lässt sich symmetrisch, aber auch asymmetrisch anwinkeln. © Müller/Feuerborn
Über das Hubgerüst lässt sich der Spritzbalken in der Höhe führen. Der Pendelausgleich hat eine Parasol-Aufhängung. © Müller/Feuerborn
Dämpfung, Steuerung und Hydraulik: Sie sind ordentlich angeordnet und funktionieren gut. Zwei LED-Scheinwerfer machen Störungen an den Düsen auch bei Nacht erkennbar. © Müller/Feuerborn
Das Anbauen an den Traktor erfolgt über das QuickConnect-Koppelsystem. Durch einen speziellen Klappmechanismus kann beim Anbau der Oberlenker schon montiert werden, bevor die Unterlenkertaschen das Gerät fangen. © Müller/Feuerborn
Die Kommandozentrale der Sirius ist klar gegliedert und beschriftet. Die Einspülschleuse fährt beim Öffnen der Seitenklappe mit aus. © Müller/Feuerborn
Mit Hilfe des Vierwege-Ventils lässt die Pumpe sich auch vom Schlepper aus steuern. © Müller/Feuerborn
Die Einspülschleuse lässt sich feinfühlig dosieren. Auch schwer Lösliches wird mit Hilfe der ProFlow-Düse gut aufgerührt und eingespült. © Müller/Feuerborn
Für den 1.000 l großen Fronttank reichen ein doppelt wirkendes Ventil und ein Schlauch zur Sirius 10. © Müller/Feuerborn
Eine hydraulisch angetriebene Pumpe zum Rühren und Reinigen sowie zwei Ventile machen die Bedienung einfach. © Müller/Feuerborn
Die Bedienung erfolgt über das Terminal von Fendt. © Müller/Feuerborn
Der Fendt-Joystick lässt sich durch ISOBUS speziell für die Spritze belegen. © Müller/Feuerborn
Ob über das CCI-Terminal oder über den Fendt-Rechner, der einheitliche Bildschirmaufbau macht das Wechseln leicht. © Müller/Feuerborn
Für das Bedienen des Gestänges gibt es Joysticks. So lässt sich das Gestänge auch am Hang proportional sehr genau bedienen. © Müller/Feuerbor
Zum Klappen reichen ein Tastendruck und rund eine Minute. © Müller/Feuerbor
Fehlt schlepperseitig der Joystick für die Bedienung, lässt sich eine externe ISOBUS-fähige Bedieneinheit wie dieser Multifunktionshebel mittels Software ansteuern und einstellen. © Müller/Feuerborn
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