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Ernte: Tipps zur Unfallvermeidung mit Großmaschinen

© Mühlhausen/landpixel
von , am
08.07.2016

Während der Ernte häufen sich auch landwirtschaftliche Großmaschinen auf den Straßen. Verständnis, Vorsicht und Weitsicht helfen bei der Unfallvermeidung.

Großmaschinen auf der Straße. Als Autofahrer braucht man zur Erntezeit etwas mehr Geduld. © Mühlhausen/landpixel
Herbstzeit ist Erntezeit, und die Verkehrsteilnehmer müssen auf den Straßen wieder mit langsam fahrenden und übergroßen Erntefahrzeugen sowie mit verschmutzten Fahrbahnen rechnen. Damit die Erntetermine optimal eingehalten werden können, müssen Landwirte und Lohnunternehmer jede Stunde nutzen. Bei gutem Erntewetter kann dies oft einen Einsatz fast rund um die Uhr bedeuten. Damit Autofahrer die Begegnung mit landwirtschaftlichen Großmaschinen richtig einschätzen können, hier einige Tipps.

So vermeiden Sie Unfälle:

  • Unterschätzen Sie beim Überholen die Geschwindigkeit landwirtschaftlicher Maschinen nicht. Traktoren mit Anhängern erreichen Fahrgeschwindigkeiten von 40 km/h und mehr.
  • Landwirtschaftliche Fahrzeuge sind außergewöhnlich groß. Sie sind bis zu drei Meter breit (mit blinkendem gelben Rundumlicht sogar breiter) und durchaus 20 Meter lang.
  • Abstand halten. Moderne landwirtschaftliche Fahrzeuge verfügen über sehr gute Bremsen. Im Falle einer Gefahrenbremsung (Vollbremsung) ist der Bremsweg auch bei voll beladenen Anhängern erstaunlich kurz. Daher sollte immer genügend Abstand gehalten.
  • Rot-weiße Warntafeln sind ein Hinweis auf relativ breite Fahrzeuge oder Arbeitsgeräte. Die Sicht des Traktorfahrers ist nach hinten stark eingeschränkt. Besondere Obacht ist geboten, wenn landwirtschaftliche Züge und Großmaschinen Straßen überqueren oder von dort abbiegen wollen.
  • Beim Rechtsabbiegen wird häufig nach links über die Fahrbahnmitte "ausgeholt", was den nachfolgenden Verkehr irritieren kann. Die Absicht, nach links oder rechts abzubiegen, ist nicht immer eindeutig zu erkennen. Beleuchtungseinrichtungen können durch Fahrten auf staubigem Boden verschmutzt sein. Arbeitsgeräte, die am Traktorenheck angebaut sind, schwenken beim Abbiegen entgegen der Abbiegerichtung aus.
  • Vorsicht auch bei Mähdreschern oder Häckslern: Sie werden über die Hinterachse gelenkt, was ihr Heck beim Abbiegen ebenfalls ausscheren lässt. Warndreiecke am Straßenrand können auf abgestellte landwirtschaftliche Fahrzeuge oder verschmutzte Fahrbahnen hinweisen.

Schmutz zügig von der Fahrbahn entfernen

  • Gerade im Herbst lässt es sich in vielen Fällen nicht vermeiden, dass Straßen in der Erntezeit mit Lehm- und Erdklumpen oder auch durch herabfallende Ladung verdreckt werden. Insbesondere in Verbindung mit Feuchtigkeit können diese Verschmutzungen dann aber gefährlich glatt werden - nicht umsonst spricht man von dem sogenannten "Bauernglatteis". Wie die Polizeiinspektion Cuxhaven schreibt, ist es daher unbedingt notwendig, dass verschmutzte Fahrbahnen unverzüglich und ggf. auch wiederholt durch geeignete Kehrmaschinen gereinigt werden. Zuständig ist hierfür der Verursacher, also der Landwirt oder der beauftragte Lohnunternehmer. Auch sei eine Kennzeichnung von Gefahrstellen geboten.
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