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Corona

Fendt: Gesichtsschutz aus dem 3D Drucker

Gesichtsschutz
am Donnerstag, 23.04.2020 - 14:37 (Jetzt kommentieren)

Masken und andere Corona-Schutzausrüstung sind immer noch Mangelware in vielen Unternehmen, vor allem aber in medizinischen Einrichtungen. Das AGCO/Fendt Kabinenwerk in Asbach-Bäumenheim produziert seit Anfang April sogenannte Face Shields, sprich Visiere, die das Gesicht vor Tröpfchen schützen sollen.

Fertigung Gesichtsschutz

„Seit zwei Jahren setzen wir in unserer Produktion 3D Drucker ein, um schnell und individuell Vorrichtungen für unseren Fertigungsprozess herzustellen oder Montagehilfen zu bauen, die die Mitarbeiter im Montageprozess qualitativ und zeitlich unterstützen“, erklärt Thorsten Miethe, Werksleiter des europäischen AGCO Kompetenzzentrums für Kabinen.

Das Know-How nutzt das Landtechnikunternehmen jetzt für die Herstellung dringend gesuchter Visiere zum Schutz vor dem Coronavirus. Diesen Gesichtsschutz bekommen zum einen die eigenen Mitarbeiter, zum anderen wird er an medizinische Einrichtungen in der Region um Asbach-Bäumenheim abgegeben, um sie in der Corona-Krise mit etwas zu unterstützen, was dringend benötigt wird.

 

Gesichtsschutz für Fendt-Mitarbeiter und medizinisches Personal

Übergabe Gesichtsschutz

Mit Hilfe des Druckerherstellers Ultimaker sowie der Firma Reifenhäuser, die kostenlos die Folie für die Visiere zur Verfügung stellt, können über 100 dieser Schutzvisiere pro Tag gefertigt werden. „Die Produktion läuft teilautomatisiert. Mitarbeiter aus unserem Produktionsbereich verpacken die Sets für Ärzte und Hilfsorganisationen, welche den Einsatz und die Tauglichkeit für das jeweilige Einsatzfeld eigenverantwortlich prüfen“, so Thorsten Miethe.

Die bisherigen Rückmeldungen seien ausgesprochen positiv. Das medizinische Personal setzt sie gerne ein, weil sie leicht und angenehm zu tragen sind. Die Visiere sind aus PET gefertigt und nur knapp 55 Gramm schwer. Die Reinigung und Desinfektion ist mit handelsüblichen Mittel möglich. Die Face Shields werden kostenlos an Ärzte und Hilfsorganisationen gespendet, die keine zertifizierte Schutzausrüstung mehr bekommen.

Face Shields "angenehm zu tragen"

Das Visier des Face Shield liegt durch die spezielle Stirnhalterung nicht direkt am Gesicht des Trägers an. Dadurch wird das Atmen nicht behindert und das Visier beschlägt auch nicht. Das ist eines der wichtigsten Merkmale für die Nutzung zum Schutz vor dem Coronavirus beim Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Nordschwaben. „Unsere Mitarbeiter sind jeden Tag aufs Neue einer extremen Belastung ausgesetzt, denn sie wissen nicht, was sie beim nächsten Einsatz erwartet. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass wir diese Face-Schilds zur Verfügung gestellt bekommen haben“, erläutert der Kreisgeschäftsführer des BRKs Arthur Lettenbauer. 

Mit Material von AGCO/Fendt

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