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Fendt: Neues Werk und neue Baureihe

© Fendt
von , am
23.11.2012

Ende September hat Fendt eines der modernsten Traktorenwerke der Welt eröffnet. Für über 300 Millionen Euro wurden durch die Kapazitätserweiterung an den Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim die Weichen für eine jährliche Traktorenproduktion von bis zu 25.000 Einheiten gestellt.

In solch einem Lichttunnel prüft die Automobilindustrie sonst nur Luxuslimousinen. Pro Traktor soll die Prüfung zwei Stunden dauern. © Werkbild
Die Nachfrage nach moderner Landtechnik ist weiterhin ungebrochen. Trotz der weltweit bröckelnden Konjunktur schauen Landtechnikhersteller optimistisch in die Zukunft. Die Produktion von Traktoren und Komponenten zählt zum Kerngeschäft des Landtechnikkonzerns AGCO.
 
Die derzeitige Kapazität in der Traktorenproduktion der Allgäuer liegt bei etwa 17.500 Einheiten. "Mittelfristig soll die Produktion durch den Werksneubau auf bis zu 25.000 Traktoren steigen", erklärte Peter-Josef Paffen, neu ernannter Vorsitzender der Geschäftsführung bei Fendt, bei der Werkseröffnung im September vor über 250 internationalen Journalisten und Fernsehteams. Zusätzlich wird auch die Getriebefertigung und der Kabinenbau ausgedehnt.

Stabiles Geschäft erwartet

Martin Richenhagen President & CEO bei AGCO betonte auf der Abendveranstaltung die Wichtigkeit der Investition in den deutschen Standort und in die Marke Fendt. Aufgrund der Erntesituation und der aktuellen Preisentwicklung prognostiziert er für 2013 ein stabiles Absatzgeschäft.
 
Fendt  spielt als Technologieführer für AGCO eine wichtige Rolle. Die Zulassungszahlen  von August 2012 bei den Traktoren über 51 PS und der Marktanteil von 24  Prozent beweisen, dass das Unternehmen mit seinem Portfolio gut aufgestellt ist. Seit September ist auch eine komplett neue Traktorenbaureihe im Programm. Mit dem neuen 500 Vario will Fendt im Leistungsbereich zwischen 125 und 165 PS neu angreifen.

Just-in-Sequence Produktion zwischen beiden Werken

Vom Stellenabbau betroffen ist unter anderem das Werk in Marktoberdorf. © Werkbild
Mit der Kapazitätserweiterung der Endmontage in Marktoberdorf ging die Ausdehnung der Produktionskapazität der Kabinen- und Haubenfertigung in Asbach Bäumenheim einher. 18 Roboter fertigen hier bereits seit 2010 in einer Schweißanlage die Fahrerhäuser vom 500er bis rauf zum 900er Vario. Eine neue Logistik- und Montagehalle wurde im Rahmen der Erweiterung in diesem Jahr ergänzt. Die Anlieferung der Bauteile zur Endmontage findet nach dem Just-in-Sequence-Konzept statt. Um dafür die 120 Kilometer Wegstrecke zwischen den Werken zu überbrücken ist eine nahtlos funktionierende Logistik notwendig, die von einem intelligenten SAP-System gesteuert wird.

Der 500er Fendt ist zurück

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