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Geschäftsbericht

Fendt plant leichte Preiserhöhung nach stabilem Jahr

Fendt 1000 Vario von vorne mit Zwillingsreifen
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Julia Eder, agrarheute
am
01.09.2016

Die Talsohle de Landtechnik-Industrie dürfte erreicht sein. Fendt und der Mutterkonzern AGCO berichten von einem stabilen Geschäftsjahr. Das sind die Zahlen.

Bei Fendt laufen die Geschäfte dieses Jahr stabil und nach Plan. Das teilte Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der AGCO/Fendt Geschäftsführung, heute bei einer Pressekonferenz in Marktoberdorf mit. „Nach einer kontinuierlichen Verbesserung der Stimmung im Jahr 2015 ging das CEMA Business Barometer in den ersten vier Monaten 2016 wieder nach unten“, berichtete Paffen. Die zukünftigen Erwartungen wurden im Juli erstmals wieder etwas besser eingeschätzt als die Monate zuvor. Das könne laut Paffen darauf hindeuten, dass die Talsohle erreicht und die Stimmung in der europäischen Landtechnikindustrie zukünftig wieder besser werde.

Im Jahr 2015 ging der Traktorenmarkt in Deutschland nach einer mehrjährigen stabilen Phase um rund 7 Prozent zurück. 2016 setzt sich laut Fendt die rückläufige Marktentwicklung aufgrund der niedrigen Investitionsbereitschaft mit einem Minus von 9,7 Prozent weiter fort. „Unser Ziel ist, die gute Marktposition in Deutschland bis zum Jahresende zu halten, bzw. leicht auszubauen“, sagte Paffen.

Für das Jahr 2017 kündigte AGCO Preiserhöhungen in der Landtechnikbranche an. Alle Fendt-Produkte werden 1,9 Prozent teurer.

Die Fendt-Geschäftszahlen im Detail

  • Traktorenabsatz 2015: 13.678 Einheiten
  • Traktorzulassungen in Deutschland 2015: 5.493 (Marktanteil 17 Prozent)
  • Marktanteil Deutschland im ersten Halbjahr 2016: 19,7 Prozent
  • Traktorabsatzziel 2016: 13.500 Einheiten
  • Mitarbeiter 2015: 4.220
  • Mitarbeiter Mitte 2016: 4.203
  • Budget für Forschung und Entwicklung: 60 Mio. Euro (sowohl 2015, als auch 2016)

Für 2016 erwartet Fendt außerdem einen leicht steigender Absatz von Fendt Mähdreschern und Ballenpressen sowie einen stabiler Absatz der Feldhäcksler Fendt Katana. Im Bereich Futtererntetechnik beginnt die Auslieferung der ersten Maschinen jetzt im September. Bis zum Jahresende gehen noch über 500 Fendt Mähwerke, Wender und Schwader in den Markt. Die Markteinführung für den Fendt Vario-Liner beginnt im Jahr 2017.

Neue Märkte im Fokus

Über 90 Prozent der Fendt Traktoren und Erntemaschinen gehen in die Region West- und Zentraleuropa. „Oberstes Ziel ist, mittelfristig den Fendt Marktanteil in Europa von aktuell 8,3 Prozent kontinuierlich auf zehn Prozent zu steigern. Wachstumspotential sehen wir nach wie vor in den EU-Ländern Großbritannien, Spanien, Italien, Skandinavien und in allen zentraleuropäischen Ländern, die im Schnitt bei rund fünf Prozent Marktanteil liegen. Wir gehen davon aus, dass in jedem einzelnen Land in Europa ein Marktanteil von zehn Prozent für Fendt machbar ist.“

Grundsätzlich hat sich Fendt zum Ziel gesetzt, zukünftig das gesamte Fendt Programm weltweit in allen Ländern und Regionen mit einer modernen Landwirtschaft anzubieten. „Außerhalb Europas gibt es in Nordamerika und in den Regionen Australien/Neuseeland und Japan/Südkorea inzwischen stabile und weiter ausbaufähige Vermarktungsstrukturen“, so Paffen. Im Fokus hat Fendt weiterhin vor allem

  • Afrika
  • Brasilien
  • Iran
  • China

Aufwärtstrend bei AGCO

Auch der AGCO-Konzern, zu dem neben Fendt auch die Marken Massey Ferguson, Challenger und Valtra gehören, gab vorläufigen Ergebnisse für 2016 bekannt: Im 2. Quartal 2016 stieg der Absatz um 5 Prozent. Die Umsatzrendite des zweiten Quartals 2016 lag über der des zweiten Quartals im Jahr 2015. In Nordamerika ist der Traktorenmarkt im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent und in Südamerika sogar um 30 Prozent zurückgegangen. Der Markt in Europa hat im Vergleich dazu nur um ein Prozent abgenommen.

Der Fendt 1000 Vario gewinnt den Publikumspreis

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