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Firma Zenz wird Trendbetrieb

von , am
19.07.2013

Oft bieten Familienbetriebe einen ausgezeichneten Service. Die dlv-Fachzeitschrift Agrartechnik vergibt jedes Jahr den Titel Trendbetrieb. Dieses Mal ging der Sieg an die bayerische Firma Zenz.

© AT
Wie bei vielen Landmaschinenwerkstätten lassen sich auch die Wurzeln der Firma Zenz aus dem oberbayerischen Lengmoos, etwa 50 Kilometer östlich von München, auf eine Schmiede zurückführen. 1859 wurde sie gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Vater des jetzigen Firmeninhabers mit dem Verkauf von Landmaschinen.
 
Seit 1989 führt Josef Zenz den Familienbetrieb in sechster Generation und auch der Fortbestand der Firma ist gesichert: Sowohl Sohn, als auch Tochter richten Studium beziehungsweise Ausbildung darauf aus, später im elterlichen Betrieb einzusteigen.

Verantwortung abgeben

In der sechsten Generation übernahm Josef Zenz 1989 den Familienbetrieb. Mit dem Bau von Silokämmen und Blockbandsägen schuf er sich neben der Landtechnikwerkstatt ein zweites Standbein. © AT
Josef Zenz hat schon frühzeitig begonnen Verantwortung an verschiedene Mitarbeiter im Betrieb abzugeben. Ein Grund für diese Entscheidung ist, dass er selbst viel im Außendienst unterwegs ist. "Wenn der Betrieb nicht eine Woche ohne Chef auskommt, stimmt etwas nicht", sagt der Firmeninhaber. "Und auch Zwei Wochen Urlaub müssen machbar sein."
 
Einen eigenen Mitarbeiter leistet sich die Firma Zenz für Vorführungen, Maschineneinweisungen, die Organisation von Ausstellungen und das Bearbeiten der Garantieanträge. "Ein Verkäufer kann heute nicht mehr alle technischen Details wissen. Unser Mitarbeiter hingegen ist selbst Landmaschinenmechanikermeister und weiß, worauf es ankommt", sagt Josef Zenz. Außerdem entlaste er den Werkstattmeister sowie die Verkäufer und zudem noch B-Händler bei Vorstellungen der Maschinen.
 
Über die Teilnahme am Service Award der Agrartechnik sagt Zenz: "Das Beantworten der Fragen hat zwar viel Arbeit gemacht, aber wir haben auch wertvolle Anregungen bekommen. Zum Teil sind es ganz einfache Dinge. Zum Beispiel hängt nun an jeder unserer Gebrauchtmaschinen ein Schild mit den technischen Daten und wir schreiben jetzt sogar die Preise dazu."

Service-Stützpunkt

Im September 2009 entschied sich Zenz für Traktoren von Deutz-Fahr, denn mit dem A-Händler-Status sah er bessere Absatzchancen. Jetzt arbeitet er mit zehn weiteren Händlern in seinem Gebiet zusammen und verkauft pro Jahr etwa 50 Traktoren. Dabei liegt der Marktanteil über dem Bundesdurchschnitt. Eine weitere wichtige Marke ist Krone, mit der er seit über 20 Jahren als Direkthändler zusammenarbeitet. "Gerade die Maschinen zur Futterernte haben in unserer Grünlandregion eine hohe Bedeutung", sagt Josef Zenz. Außerdem vertreibt er vor allem die Produkte von Pühringer, Kirchner, Lemken und Unterreiner.
 
Für den Komponentenhersteller Rauh-Hydraulik ist das Familienunternehmen sogar Stützpunkt und hat ein breites Sortiment bis Nennweite 40 auf Lager. Ganz neu ist die Zusammenarbeit mit dem Futtermischwagen-Hersteller Keenen, für den Zenz jetzt ebenfalls Werkstatt-Stützpunkt ist. Eine besondere Kooperation besteht mit dem Frontladerproduzenten Mammut, der im benachbarten Österreich nur etwa 100 Kilometer entfernt ist. Für diese Frontlader hat Zenz den deutschlandweiten Vertrieb.
 
 
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