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Checkliste

Arbeitssicherheit und Waldarbeit: Darauf beim Brennholzwerben achten

Neue Husqvarna Kettensäge
am Dienstag, 16.11.2021 - 09:54 (Jetzt kommentieren)

Schuhe und Hose mit Schnittschutz, Helm mit Gesichtsschutz, Jacke mit Signalfarbe – was bei der Waldarbeit und bei der Brennholzwerbung unverzichtbar ist.

Für die Brennholzwerbung im Wald müssen Sie gut vorbereitet sein. Dafür sind Sie erst gerüstet, wenn die Arbeitssicherheit stimmt. Dazu zählt mindestens folgende Ausrüstung:

  • Arbeitshose mit Schnittschutz,
  • Schuhwerk mit Schnittschutzeinlagen,
  • Arbeitsjacke mit Signalfarbe,
  • Arbeitshandschuhe,
  • Schutzhelm mit Gesichts- und Gehörschutz: Der Helm schützt vor herabfallenden Ästen, der Gesichtsschutz hält Sägespäne, Splitter und peitschende Äste ab, der Gehörschutz dämmt Lärm und verhütet Gehörschäden.

Prüfzeichen für Schutzkleidung: Woraus Sie achten müssen

Checken sie, ob der Helm geprüft ist. Prüfzeichen und Herstellungsdatum finden sich meist auf der Unterseite des Schirms. Nicht alle auf dem Markt angebotenen Geräte, Maschinen und Werkzeuge sind sicher. Risiken sind zu vermeiden. Beim Kauf ist auf offizielle Prüfzeichen zu achten, etwa:

  • GS (Geprüfte Sicherheit),
  • DLG-Plakette,
  • FPA-Eichel
  • und andere Zeichen.

Die Ausrüstung ist regelmäßig auf Beschädigungen zu kontrollieren. Schadhafte Teile sind sofort auszutauschen. Das gilt vor allem nach Schlagbeanspruchung, auch wenn äußerlich kein Schaden zu erkennen ist.

Arbeitshandschuhe und Schuhwerk: So schützen Sie Hände und Beine

Arbeitshandschuhe schützen vor Kälte, Nässe, Schmutz und Verletzungen. Meist reicht ein Universal-Handschuh aus kräftigem Vollnarbenleder mit Textilrücken und Pulsschutz aus. Zu achten ist auf die richtige Größe und gute Verarbeitung. Bei Arbeiten mit Drahtseilen bewähren sich Chromleder-Handschuhe mit langen Stulpen und verstärkten Handinnenflächen.

Der Fußschutz schützt nicht nur gegen Schnittverletzungen und herabfallende Zweige, sondern erhöht auch die enorm wichtige Standsicherheit. Nötig ist, auch die Knöchel zu schützen. Bei Stiefeln ist eine Weitenverstellung am Schaft sehr hilfreich. Das Profil im Steg muss mindestens 1,5 mm, die Profilsohle mindestens 6 mm stark sein. Der Schaft sollte mindestens 200 mm hoch sein.

Feste Schnittschutzeinlage und Zehenschutzkappen sind ebenso erforderlich. Der Beinschutz muss fest in der Hose eingenäht sein und den gefährdeten Bereich vom Spann bis zum Becken abdecken. Das schützt gegen Schnittverletzungen und Schlageinwirkungen.

Hier finden Sie ein Merkblatt zur Brennholz-Selbstwerbung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Das sind die Anforderungen an eine moderne Motorsäge

Eine sichere Motorsäge sollte folgende Kriterien erfüllen und folgende Ausrüstung haben:

  • vibrationsgedämpfte Griffe, gegen Durchblutungsstörungen in Fingern und Händen,
  • Handschutz gegen Schlag- und Stichverletzungen; zugleich Auslöser der Kettenbremse,
  • Kettenbremse, damit die Kette bei Zurückschlagen der Säge schlagartig stillsteht,
  • Handschutz im Bereich des hinteren Griffs gegen Schlag- und Stichverletzungen,
  • Kettenfangeinrichtung zum Schutz bei Riss oder Abschlagen der Kette,
  • Krallenanschlag zur sicheren Führung der Säge bei Fäll- und Ablängschnitten,
  • Gashebelsperre gegen unbeabsichtigtes Gas geben,
  • Kurzschlussschalter zum Abstellen des Motors,
  • Auspuffabschirmung zum Schutz gegen Verbrennungen,
  •  Kettenschutz zum Transport der Säge.

So Sägeunfälle vermeiden: Das müssen Sie regelmäßig prüfen

Eine gut gewartete Motorsäge hält länger. Sie ist die Basis für sichere Arbeit. Überprüfen Sie regelmäßig folgende Kriterien:

  • die Gängigkeit von Gashebelsperre und Kettenbremse,
  • die Schärfe der Kette: stumpfe Ketten können gefährlich werden,
  • die Spannung und den Zustand der Kette: defekte Ketten sofort auswechseln,
  • die Leerlaufeinstellung der Motorsäge: die Kette darf sich im Leerlauf nicht mitdrehen.

Unfälle mit Motorsägen sind zu vermeiden, wenn Sie auf folgende Umstände achten:

  • niemand darf sich im Gefahrenbereich der Sägeschiene aufhalten,
  • die Säge ist sicher mit beiden Händen festzuhalten,
  • der Stand muss immer sicher sein,
  • nie über Schulterhöhe sägen.
  • beim Gehen mit laufendem Sägemotor die Kettenbremse einlegen,
  • richtiges Gemisch fahren: 1:40 oder 1:50, je nach Hersteller,
  • die Säge nicht unnötig laufen lassen.
  • nicht mit der Schienenspitze sägen; weil die Säge dann blitzartig hochschlagen kann.
Mit Material von Frank Haufe, LWK Niedersachsen

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