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Technik-Test

Fliegl WoodKing: Astsäge für den Frontlader

Astsäge am Traktor mit Frontlader
Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
am
29.09.2016

Mit drei Sägeblättern am Frontlader kappt die Astsäge von Fliegl Büsche und Bäume. Beim Besuch der Fliegl WoodKing zeigte sich, ob er zu Recht den Königstitel trägt.

Das Reich des WoodKing sind Windschutzhecken, Waldränder und Gestrüpp am Feldrand. Hier fühlt sich die Astsäge für den Front- oder Teleskoplader wohl. Das einfache Anbaugerät mit den scharfen Sägeblättern baut Fliegl Agrocenter, also der Teil des Fliegl-Imperiums, der Verschleiß- und Ersatzteile im Angebot hat und auch kleine Geräte für Hydraulik und Lader vermarktet.

Damit der WoodKing dort hinkommt, wo ausladende Äste sich ihren Weg zum Licht bahnen, hängt die 850 kg schwere Säge in der Euro-Aufnahme am Traktor oder am Radlader. Fliegl bietet für alle Hersteller die passenden Koppelpunkte. Um die Neigung der Sägeblätter zu verstellen, den gesamten Sägekopf zur Seite zu verschieben und den Hydromotor mit Öl zu versorgen, sind insgesamt drei Steuerblöcke notwendig. Theoretisch ist das mit einem Frontlader und drei Steuerkreisen machbar, aber nur wenige Lader haben diese Ausstattung. Komfortabler ist der elektrohydraulische Steuerblock, so wie er an unserem Gerät verbaut war.

In Stufen schneiden

Astsäege von Fliegl

Waldränder stutzt man in mehreren Fahrten. Der Frontlader bleibt auf einer Höhe und sägt die Äste ab. Danach geht es eine Etage höher. Äste mit bis zu 10 cm Dicke während der Fahrt zu kürzen, damit hat die Säge keine Probleme. Größere Durchmesser kappt man mit dem obersten Sägeblatt und abgekipptem Sägekopf. Wer verhindern möchte, dass die Äste ausreißen, macht vorher einen Entlastungsschnitt von der Astunterseite – ebenfalls mit dem obersten Sägeblatt.

Einfacher Kraftfluss

Innenansicht einer Astsäge von Fliegl

Die Kraft des Hydraulikmotors verteilen zwei Keilriemen auf die drei Sägeblätter. Die sind zweifach gelagert und verursachen mit jeweils zwei Schmierstellen (alle 10 Stunden) den größten Wartungsaufwand. Nur noch den Teleskoparm mit den Hartplastiklagern schmieren und das war‘s schon an Wartung. Vier Bolzen halten die 700-mm-Sägeblätter auf der Welle. Eine Innensechskantschraube sichert die scharfen Scheiben an ihrem Platz. Das macht den Wechsel einfacher.

Der vollständige Testbericht ist im dlz agrarmagazin Oktober 2016 erschienen.

Hier geht es zum kostenlosen Probeheft.

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