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Forst- und Kommunaltechnik

Schlepper im Forsteinsatz

von , am
30.11.2012

Schlepper werden sehr häufig im Forst eingesetzt. Da jedoch die meisten Stunden auf dem Acker verbracht werden, wird dieses Feld oftmals stiefmütterlich behandelt. Steyr versucht, diesem Trend entgegen zu wirken.

Da Steyr von 55 bis 115 PS (Kompakt) und von 110 bis 230 PS (Profi und CVT) immer das gleiche Kabinensystem verwendet, kann das Unternehmen auch ein ausgereiftes Niedrigdach für den Forsteinsatz anbieten. © Werkbild
Die Zahl der Schlepper, die in deutschen Wäldern zum Einsatz kommen, ist gewaltig. Vom Bauernwald mit wenigen Hektar bis hin zu den großen Forstverwaltungen mit mehreren Quadratkilometern Waldfläche - niemand kommt langfristig ohne die vielseitige Leistungskraft der Traktoren aus.
 
Jedoch gibt es - unter den Anwendern und Regionen - massive Unterschiede zwischen den Motorleistungen, den Ausstattungen und den verwendeten Anbaugeräten.
 
Bei Landwirten mit nur einigen Hektar Wald wird meist der Ackerschlepper verwendet, der in den Wintermonaten mit der Winde und dem Frontlader zum Einsatz kommt. Spezielle Schutzeinrichtungen für diesen gefährlichen Einsatz findet man bei "Nebenerwerbs-Forstwirten" eher selten, was aber für den Anwender schnell teuer - ja sogar gefährlich - werden kann. Mit der Wald-Hektar-Zahl und dem Anteil des Waldes an der Gesamtfläche steigern sich dann auch die Spezialausstattungen an den Traktoren. Die beginnen dann bei den erwähnten Schutzeinrichtungen und enden bei aufgebauten Spezial-Geräten. 

Marke mit Tradition

Eine Marke, die den Bereich Forst stark im Fokus hat, ist Steyr. Im Markenverbund Case IH - Steyr im CNH-Konzern haben die rot-weißen Maschinen den kompletten Bereich Non-Agri im Fokus. Dazu gehört - neben dem Bereich Kommunal - auch der Forsteinsatz. Das ist traditionsbedingt, denn im vielseitigen Wechsel der österreichischen Landschaft und deren Jahreszeiten mussten die Schlepper aus Sankt Valentin seit jeher sehr flexibel agieren.
 
Heute, so Herbert Lahm von Steyr (Key-Account-Manager Kommunal und Forst), biete das Unternehmen für den Einsatz im Wald "effiziente Lösungen für jeden Einsatz".

Profi-Schlepper nicht nur für Forst-Profis

Im Forst kommen am häufigsten Schlepper im Bereich von 100 bis 150 PS vor. Dieses Feld wird bei Steyr vor allem von der Baureihe Profi abgedeckt. Herbert Lahm: "Dieser Traktor ist - neben seiner für den gängigen Forsteinsatz völlig ausreichenden Motorleistung - durch seine Wendigkeit und Flexibilität zum Poldern und für den Seilwinden- und Frontladereinsatz geeignet."
 
Allerdings würden auch der Steyr CVT zwischen 131 und 228 PS und der Steyr CVT Trac (160 bis 175 PS) verwendet. Hier gehören dann zusätzlich noch anspruchvollere Arbeiten, wie zum Beispiel der Antrieb und das Beschicken einer Holzhackmaschine, zum gängigen Aufgabenbereich. Das stufenlose CVT-Getriebe ist im Forst­einsatz vor allem bei Arbeiten mit dem Frontlader hilfreich, da es eine stufenlose Geschwindigkeitsanpassung und sanftes Reservieren ermöglicht. Zudem erlaubt es - zum Beispiel für die Arbeit mit einem Forstmulcher - den Schritt in ganz niedrige Geschwindigkeiten, die andererseits nur per Superkriechgang möglich wären.

Kompakte Schlepper mit Motorleistungen unter 100 PS, wie zum Beispiel die Steyr Kompakt-Serie, sind aber natürlich auch sehr oft im Wald-Einsatz, hier aber zumeist auf kleineren landwirtschaftlichen Betrieben, auf denen sie noch andere Aufgaben zu erfüllen haben. Als anderes Extrem kann man auch schwerste Traktoren im Forst beobachten. Herbert Lahm berichtet von Magnum-Schleppern, die für den Antrieb schwerer Häcksler verwendet werden. Allerdings ist die Stückzahl von Forst-Schleppern mit Motorleistungen über 250 PS eher gering.

Landtechnik im Forsteinsatz (Januar 2011)

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