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Geschäftsjahr 2016

Stihl: Rekordumsatz von 3,46 Mrd. Euro und 100 offene Stellen

Mann sägt Baum mit Stihl-Kettensäge
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Julia Eder, agrarheute
am
26.04.2017

Der Umsatz der Stihl-Unternehmensgruppe stieg 2016 um 6,6 Prozent auf eine neue Rekordsumme von 3,46 Milliarden Euro. Nun werden neue Mitarbeiter gesucht.

Der Umsatz der Stihl-Unternehmensgruppe stieg im Geschäftsjahr 2016 um 6,6 Prozent auf eine neue Rekordsumme von 3,46 Milliarden Euro – und das im Jahr des 90. Firmenjubiläums.

"Mit den Wechselkursen des Vorjahres hätte das Umsatzplus sogar bei 9,5 Prozent gelegen", teilte der Stihl-Vorstandsvorsitzende Bertram Kandziora mit.

Der Umsatz des deutschen Stammhauses Andreas Stihl AG & Co. KG stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 2,4 Prozent auf erstmals eine Milliarde Euro. Die Exportquote liegt mit 88,9 Prozent auf Vorjahresniveau.

Stihl integriert Viking

Anfang des Jahres hat Stihl verkündet, den Gartengerätehersteller Viking vollständig zu integrieren. Für die Saison 2019 rechnet der Vorstandsvorsitzende mit einem zusätzlichen Wachstumsschub, da Stihl dann das gesamte Produktsortiment von Viking unter der Marke Stihl anbietet. "Ich rechne 2017 mit einer noch deutlich höheren Nachfrage als im vergangenen Jahr – insbesondere bei unseren Akku-Geräten", so Kandziora.

Auch Viking zieht für das Geschäftsjahr 2016 eine positive Bilanz. Das Unternehmen steigerte den Umsatz um 37,6 Prozent auf 267 Millionen Euro und beschäftigte 414 Mitarbeiter, was einem Personalzuwachs von elf Prozent im Vergleich zu 2015 entspricht. Die Bilanzsumme 2016 erreichte die Marke von 167 Millionen Euro und stieg damit um über ein Drittel. Die Eigenkapitalquote 2016 liegt bei 60 Prozent.

Nordamerika als Wachstumsmotor

Das Umsatzwachstum bei Stihl wurde 2016 durch ein deutliches Absatzplus getrieben. Wichtigster Wachstumsmotor war dabei der nordamerikanische Markt. Auch in Westeuropa stieg die Nachfrage kräftig, was unter anderem auf die Markteinführung des AkkuSystems Compact zurückgehe, berichtet das Unternehmen.

Der Markt in Russland habe sich zudem leicht erholt und auch im deutschen Markt konnte Stihl im vergangenen Jahr deutliche Umsatzsteigerungen erzielen. Diese Entwicklung setzte sich auch im ersten Quartal 2017 fort.

Eigenkapitalquote und Investitionen

Stihl plant besonders am deutschen Stammsitz erhebliche Investitionen. Derzeit werden laut Stihl 100 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht, vor allem für die Bereiche Akku, Elektronik, IT und Connected Products. Bereits heute besteht die Möglichkeit, den Robotermäher Viking iMow über eine App zu steuern. Die neuen Projekte gingen weit darüber hinaus, in Richtung "Smart Garden". "Wir geben Gas bei der Entwicklung neuer Akku-Geräte und werden gleichzeitig in der Benzin-Technologie weiterhin führend sein", so Dr. Kandziora.

Die weltweiten Investitionen (209 Millionen Euro) überstiegen die Abschreibungen (151 Millionen Euro). Investiert wurde vor allem in die Fertigungs- und Logistikeinrichtungen des Unternehmens und auch in die Entwicklung neuer Produkte. Die Eigenkapitalquote der Stihl-Gruppe liegt bei 70,5 Prozent.

Das Investitionsvolumen der Andreas Stihl AG betrug 70 Millionen Euro und lag wie auch in den Vorjahren über den Abschreibungen. Die Mittel flossen hauptsächlich in Baumaßnahmen, Produktionsanlagen und IT-Aktivitäten.

Das Absatzplus führte zu mehr Beschäftigung, sodass sich der Personalstand bis zum Jahresende um 4,7 Prozent erhöhte – auf weltweit 14.920 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 4.366 bei der Andreas Stihl AG.

Mit Material von Stihl/Viking

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