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Forst- und Kommunaltechnik

Unimog U 4000 gehört zur Rettungsflotte

von , am
22.05.2014

Aarhus - Finden, bergen, retten: Der neue Unimog U 4000 ist in Dänemark bei Rettung aus Seenot im Einsatz. Sein Vorteil im Gelände, auch wenn mehrere Räder im Sand stecken, der Unimog kann sich freigraben.

An Dänemarks Nordseeküste sind vier U 4000 ein, wenn es um das Retten von Menschen aus Seenot geht. © Daimler AG
Ausgestattet mit Reifendruckregelanlage, Wärmebildkamera und Radarortung sind Dänemarks Nordseeküste vier Mercedes-Benz Unimog-Fahrzeuge des Typs U 4000 im Rettungseinsatz, berichtet der Hersteller. Zusammen mit der Search-and-Rescue- (SAR)-Rettungsbootflotte sind sie eine "wertvolle Voraussetzungen für ein schnelles Auffinden von Personen und das Retten von Menschenleben". An Bord der Fahrzeuge ist eine komplette Ambulanzausrüstung für Wiederbelebungsmaßnahmen.
 
Die Unimog fahren in Agger, Bornholm und Hanstholm sowie auf Rømø, der südlichsten dänischen Wattenmeerinsel.

Schweres Terrain - schwere Allradfahrzeuge

"Der Unimog bietet bei unserer Arbeit so viele einzigartige Vorteile, dass wir jetzt unseren bisherigen U 1250 L sofort wieder durch einen neuen Unimog ersetzt haben", so Stationsleiter Morten Olsen von der SAR-Station im See- und Fischereihafen Hanstholm.
 
Wie der Hersteller berichtet, ist das Team der SAR-Station Hanstholm von der hohen Geländegängigkeit des Unimog überzeugt. "Tirecontrol ist für uns extrem wichtig; wenn wir am Strand zu Einsätzen entlang der Küste fahren, sinken oftmals sogar mehrere Räder tief in den Sand ein. Ohne aussteigen zu müssen, können wir vom Fahrerhaus aus den Reifendruck von 4,2 bar auf 1,2 bar absenken", erklärt Morten Olsen. Pro Reifen stehen so bis zu 50 Prozent mehr Fläche und Grip zur Verfügung. Dadurch könne sich das Fahrzeug aus eigener Kraft freigraben und die Fahrt ohne Verzögerung fortsetzen.

Die Watfähigkeitsanlage erlaube es dem Unimog, bis in 1,20 Meter Wassertiefe auch bei starker Dünung direkt ins Wattgebiet oder ins Meer hineinzufahren. An Land kann der Unimog dank seiner Blaulicht-Einsatzgeschwindigkeit mit bis zu 110 Kilometer pro Stunde (km/h) schnell sein.

Hochdruck-Harpune für den Rettungseinsatz

Im Aufbau des U 4000 befinden sich zahlreiche Spezialgeräte für den Rettungseinsatz: Dazu zählt eine Hochdruck-Harpune, mit der sich Rettungsleinen bis weit ins Meer hinaus zur Rettung Schiffbrüchiger oder in Not geratener Schwimmer abschießen lassen. Für Erste-Hilfe-Maßnahmen stehen neben Krankentragen, Decken und einem kompletten Notarzt-Equipment auch Defibrillatoren bereit.
 
Die Unimog Fahrzeuge sind mit hochmodernen Radarsystemen und Infrarot-Wärmebildkameras ausgerüstet, berichtet der Hersteller außerdem. Die Suche erfolgt mit Zugriff auf Google Earth und einem automatischen Identifikationssystem.
 
Doppelkabine, Frontseilwinde, eine 13-polige Anhängersteckdose und ein nach oben gezogenes Auspuffrohr gehören bei den neuen U 4000 ebenso dazu wie ein Vierzylinder-Dieselmotor mit 160 kW (218 PS).

Unimog ab sofort in der Miete erhältlich

Wie Mercedes-Benz außerdem berichtet, sind Unimog ab sofort in der Miete erhältlich. CharterWay erweitert das Angebot um den Unimog Geräteträger inklusive verschiedener An- und Aufbauvarianten. In der Miete werden aktuell die Varianten U 300, U 400 und U 423 BlueTec 6 (Euro VI) angeboten. Gemeinden und private Dienstleistungsunternehmen erhalten so die Möglichkeit, schnell und unkompliziert hoch spezialisierte Saisonfahrzeuge für ihren Fuhrpark zu beschaffen.
 
Die Fahrzeuge stehen in der Kurzzeitmiete ab 24 Stunden aber auch wochen- oder monatelang zur Verfügung. Die Beratung, Fahrzeugabholung und -rückgabe erfolgt an einem von zurzeit neun CharterWay Unimog deutschlandweiten Mietstützpunkten...

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