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Gartenarbeit

Frühlings-Check in 5 Schritten: So machen Sie Gartentraktor und Co. fit

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Julia Eder, agrarheute
am
21.03.2017

Bevor Sie mit Mäh- und Mulchgeräten in den Garten fahren, lohnt sich ein kurzer Technik-Check. Damit bleiben Rasenmäher-Traktor und Co. auch langfristig einsatzbereit.

Raus aus dem Keller, rauf aufs Gras: Am 20. März war der metrologische Frühlingsanfang und damit kommt die Zeit der Garten- und Rasenpflege. Bevor Sie mit Mäh- und Mulchgeräten ausrücken, sollten Sie jedoch die Technik durchchecken. Diese Punkte gilt es zu beachten.

1. Blick in die Bedienungsanleitung

Unabhängig vom Frühlings-Check gilt: Die Bedienungsanleitung sollte zurate gezogen werden. Beispielsweise gibt es Geräte, die ausschließlich nach rechts oder nur nach links gekippt werden dürfen. Grundsätzlich sollte der Luftfilter beim Kippen immer nach oben zeigen. Wer sich nicht daran hält, riskiert den Luftfilter mit Motoröl zu fluten.

Zudem ist darin festgehalten, wer welche Aufgabe übernehmen kann bzw. darf. Denn: Mäh- und Mulchgeräte durchsehen kann jeder, Reparaturen und einige andere Tätigkeiten, insbesondere an sicherheitsrelevanten Teilen, sollten unbedingt dem Fachhändler oder Motoristen überlassen bleiben.

2. Fragenkatalog durchgehen

Zunächst einmal steht Sicherheit an erster Stelle. Deshalb gilt vor dem Loslegen: den Zündkerzenstecker ziehen! Dann können Sie den Mäher oder Mulcher einer Sichtkontrolle mithilfe dieses Fragenkatalogs unterziehen:

  • Sind verbogene oder beschädigte Teile vorhanden?
  • Hat sich irgendwo Rost gebildet?
  • Sitzen alle Kabel und Züge noch fest?
  • Gibt es Riss- und Bruchstellen oder Verschleißerscheinungen?
  • Sind die Bowdenzüge richtig eingestellt?

Bewegliche Seilzüge wie Schalt- oder Bremszüge sollten auf Korrosion und Risse, auch einzelner Litzen, kontrolliert werden. Bewegliche Teile müssen regelmäßig und nach Anleitung geschmiert werden. Falls bei der Durchsicht Schäden oder Defekte auffallen, empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen der Gang zum Fachhändler.

3. Räder aufpumpen

Während der monatelangen Winterpause verlieren luftgefüllte Reifen etwas an Druck. Vor dem ersten Mähen sollten sie daher, wenn nötig, auf den empfohlenen Luftdruck aufgepumpt werden. Räder sind, wie alle beweglichen Teile, an der Radnabe zu schmieren.

4. Messer schärfen lassen

Die Messer müssen fest sitzen und dürfen keine Schäden aufweisen, z. B. Verformungen, Ausbrüche, Abnutzung über die Verschleißindikatoren, abgenutzte oder löchrige Flügel. Sind sie stumpf oder beschädigt, gilt aus Sicherheitsgründen: Finger weg. Der Fachhändler repariert bzw. schärft die Messer nicht nur, er hat zugleich auch noch die notwendige Ausrüstung für das Auswuchten.

5. Tank leeren und neuen Kraftstoff tanken

Vor dem Tanken ist zu kontrollieren, ob sich noch Kraftstoff aus der vergangenen Saison im Tank befindet. Alter Sprit kann den Vergaser und die Kraftstoffleitungen verharzen und verstopfen. Normaler Otto-Kraftstoff altert schon ab 30 Tagen. Spezielle Additive können die Haltbarkeit über den Winter verlängern. Benzin und besonders 2-Takt-Gemische sollten nicht älter als drei Monate sein. Ansonsten besteht das Risiko von Leistungsverlust oder bei 2-Takt-Motoren sogar Motorschäden. Im Handel erhältliche Sonderkraftstoffe haben im Allgemeinen eine längere Haltbarkeit.

Sind noch Reste im Tank, muss er samt Vergaser zunächst vollständig entleert werden. Das sind die wichtigsten Schritte:

  • den Motor starten
  • den Benzinhahn zudrehen
  • im Leerlauf solange laufen lassen, bis das Gerät von allein abstellt
  • Nun frischen, neuen Kraftstoff nachfüllen.
Mit Material von AS Motor

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