Login
Verkaufszahlen

11 Prozent mehr Futter-Erntetechnik als in Vorsaison verkauft

Dieser Artikel ist zuerst in der Agrartechnik erschienen.

Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

von am
15.08.2017

Die Hersteller von Erntemaschinen für Grünfutter und Heu blicken hochzufrieden auf das Saisongeschäft 2016/17 zurück, das im Juni zu Ende ging.

Krone Mähwerke
Die Hersteller von Erntemaschinen für Grünfutter und Heu blicken hochzufrieden auf das Saisongeschäft 2016/2017 zurück, das im Juni zu Ende ging. © Krone

Nach Angaben des VDMA Landtechnik sind die Verkäufe von Mähwerken, Zettwendern und Schwadrechen in der Saison 2016/17 um elf Prozent auf 16.380 Einheiten gestiegen. Der Absatz von Lade- und Erntewagen hielt sich stabil bei 635 Einheiten.

"Dass wir in dieser Saison zweistellig im Plus liegen könnten, hätte noch vor einem Jahr kaum jemand zu träumen gewagt", sagt VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer. Erst zum Jahreswechsel habe sich das Blatt allmählich gewendet.

'Mit der Milch steht und fällt das Grünlandgeschäft'

"Die Stabilisierung des Milchpreises hat uns einen kräftigen Schub verliehen", erläutert Scherer. Erste Prognosen sahen den Milchmarkt bereits im Februar deutlich im Aufwind. "Während wir noch im Spätherbst 2016 mit mageren 20 Cent je Kilogramm Milch leben mussten, hat sich das Preisniveau im Frühjahr deutlich zum Positiven entwickelt. Momentan erhalten Milchviehhalter durchschnittlich 35 Cent pro Kilogramm Rohmilch. Mit der Milch steht und fällt das Grünlandgeschäft", sagt Scherer.

Investitionslaune auf hohem Niveau

Von einem Strohfeuer in dem Segment könne nicht die Rede sein, ist sich der VDMA sicher. Die neue Saison hat für die Hersteller von Futter-Erntetechnik in Deutschland vielversprechend angefangen, zumal die Auftragseingänge anhaltend über dem Niveau des Vorjahres notieren.

Entsprechend gut ist die Investitionslaune der Landwirte, "was sich auch in der Bevorratung des Handels widerspiegelt".

Wiesenkämme: Aktuelle Schwadermodelle in der Übersicht

Claas-Einkreiselschwader
Bis vor rund 15 Jahren war auf vielen bäuerlichen Betrieben noch der Einkreiselschwader, wie hier von Claas, weit verbreitet. Sie sind heute als dreipunktangebaute Geräte oder gezogen mit hydraulisch aushebbarem Kreiselfahrwerk verfügbar. © Werkbild
Pöttinger-Seitenschwader
Einer Untersuchung von Pöttinger zufolge lohnt sich die Anschaffung eines Zweikreiselschwaders etwa ab einer jährlichen Einsatzfläche von rund 110 ha, was bei vier Schnitten einer Betriebsgröße von knapp 26 ha entspricht. © Werkbild
Fella-Mittelschwader
Bei Mittelschwadern, wie hier von Fella, ändert sich die Schwadbreite, indem man mechanisch oder hydromechanisch den Kreiselabstand verändert. Bis zu 3,90 m Kreisel-Durchmesser ist möglich. Dadurch sollen sie in puncto Schlagkraft ein wenig zu den wesentlich teureren Vierkreiselschwadern aufschließen. © Werkbild
Vicon-Wurmschwader
Im Segment der Seitenschwader unterscheidet man zwischen Bauformen mit zentralem Rahmen und Fahrwerk sowie diesen Band- bzw. Wurmschwadern ohne eigenes Fahrwerk. Wurm- und Bandschwader (hier Vicon) sind leichter, und man erreicht mit ihnen auch die kleinsten Ecken. Das Überfahren von Schwaden am Vorgewende ist mit Band- bzw. Wurmschwadern ohne separates Fahrwerk komplizierter. © Werkbild
Lely-Vierkreiselschwader
Bei Vierkreiselschwadern bietet der Markt eine breite Auswahl, wobei sich Ausstattung und vor allem das Einsatzgewicht gravierend unterscheiden können. Lely ist einer von vielen Anbietern. © Werkbild
Fendt Vierkreiselschwader
Der Kreiselantrieb erfolgt bei einigen Vierkreiselschwader-Modellen mittlerweile geteilt – hinten mechanisch, vorne hydraulisch. Der hydraulische Antrieb verursacht zusätzliches Gewicht (häufig wird ein eigener Ölhaushalt samt zapfwellengetriebener Ölpumpe mitgeführt), und erfordert einen höheren Leistungsbedarf vom Schlepper. © Werkbild
Krone-Sechskreiselschwader
Bei Profi-Maschinen im Sechskreiselsegment, wie sie unter anderem Krone anbietet, wird die Rechhöhe häufig schon elektrisch oder hydraulisch verstellt. In der Regel sind Schwader im Profi-Segment heute auch ISOBUS-konform und lassen sich, sowohl über Universalterminals als auch über (geeignete, also vor allem ausreichend große und ISOBUS-konforme) Traktorterminals bedienen. © Werkbild
Pickup-Schwader
Pickup-Bandschwader bzw. Merger sind eine Nische. Sie sind vor allem in empfindlichen Kulturen wie Luzerne oder Klee zu finden. Die Schwaden sind sauber und steinfrei. © Werkbild
Kammschwader
Auch Bandrechen- bzw. Kammschwader sind Nischen. Sie eignen sich gut für Heu oder für die Arbeit in Hanglagen mit leistungsschwächeren und leichten Spezialtraktoren.Die Vor- und Nachteile aller Schwader-Bauarten sowie eine komplette Marktübersicht mit allen Modellen, die aktuell am Markt verfügbar sind, finden Sie in der traction-Ausgabe März/April 2017. © Werkbild
Auch interessant