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Grünlandtechnik

Neues bei Wendern und Schwadern: Ein Marktüberblick

Dieser Artikel ist zuerst in der Agrartechnik erschienen.

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Markus Messerer, Agrartechnik
am
18.05.2016

Die niedrigen Milchpreise wirken sich auch auf die Umsätze der Hersteller für Grünlanderntetechnik aus. Innovationen gibt es in dem Bereich trotzdem.

Schon Ende Juli 2015 teilte der VDMA Fachverband Landtechnik in Frankfurt mit, dass die Verkäufe für Mähwerke, Zettwender und Schwadrechen um elf Prozent auf 17.740 Einheiten zurückgegangen seien. Zwar hat sich der deutsche Gesamtmarkt für Futtererntetechnik in den vorangegangenen Jahren auf einem hohen Niveau bewegt, aber dennoch hatte man allgemein auf einen weniger heftigen Absturz gehofft.

Die Agrartechnik (Ausgabe 4/2016) hat sich die Hersteller angesehen und gibt einen Überblick über die aktuellen Modelle. Hier lesen Sie einen Auszug aus dem Beitrag.

AGCO Feucht / Fella

Auf der Agritechnica 2015 hat die AGCO Feucht GmbH unter der Marke Fella den neukonzipierten Vierkreiselschwader Juras 14055 präsentiert. Er verfügt über eine Arbeitsbreite von bis zu 14 Metern, die Lagerung der Kreiselarme ist wartungsfrei, die gesamte Bedienung erfolgt über ISOBUS und zusätzlich hat die Maschine serienmäßig das Vierkreiselschwader- Managementsystem Fella pro- Connect integriert.

Fella proConnect setzt sich zusammen aus drei Funktionen:

  • automatische Rechhöhenanpassung "flexHigh",
  • überwachten Kreisel-Überlappungsfunktion "gapControl" und
  • Schwader-Management-System "Fella myMemory".

Claas

Für die Vierkreiselschwader Liner 3600 und Liner 4000 mit einer Arbeitsbreite von 12,5 bis 15 Meter hat Claas vor kurzem die Tablet-Steuerung "Easy on Board" vorgestellt. Dabei wird es dem Kunden ermöglicht, einen handelsüblichen Tablet-PC zur Steuerung und Überwachung seiner Maschine einzusetzen. Es kann dadurch auf ein separates ISOBUS-Terminal verzichtet werden.

Elho

Elho hat im Bereich Wender und Schwader zwei neue Maschinen auf den Markt gebracht. Erstens handelt es sich um eine neue Generation des Elho TR 300 - eine Maschine, die nach Werksangaben sowohl als Wender, Schwader, Aufbereiter oder Schwadbelüfter dient. Das neue Modell ist im Rotor und Antrieb weiterentwickelt worden.

Zweitens wurde das Schwader-Sortiment von ELHO mit dem Schrägrotor-Schwader V-Twin 950S erweitert. Die Arbeitsbreite des V-Twin 950S ist stufenlos einstellbar, von 4,5 bis 9,5 Meter.

Frandent

Der neue SuperPro Heuwender von der italienischen Frandent Group S.R.L. bietet eine Arbeitsbreite von 8,4 Meter und ist mit sechs Rotoren mit jeweils sieben Armen ausgestattet. Der Wender besitzt wartungsfreie Getriebe. Der Arbeitswinkel kann um fünf Grad in drei verschiedenen Positionen verändert werden.

Krone

Mit dem KW10.02 bietet Krone einen Zehn-Kreiselwender unter zehn Meter Arbeitsbreite. Die Kreisel mit 1,34 Meter Durchmesser erzeugen laut Krone auch im hügeligen oder unebenen Gelände über die gesamte Arbeitsbreite von 9,94 Meter ein vorbildliches Streubild.

Die Kreisel sind mit jeweils fünf Zinkenarme ausgestattet. Da der innere Zinken kürzer ist als der äußere, muss kein Zinken Bodenkontakt haben. Die Transportbreite liegt bei 2,98 Meter.

Kuhn

Kuhn hat auf der Agritechnica 2015 zwei Neuheiten beziehungsweise Weiterentwicklungen im Bereich der Wender und eine Neuheit bei den Schwadern vorgestellt. Bei den Zettwendern handelt es sich um die beiden Modelle GF 13012 und GF 17012 mit zwölf beziehungsweise 16 Kreiseln sowie 13 und 17,2 Meter Arbeitsbreite. Diese beiden Wender sind mit dem Bodenanpassungssystem GSC (Ground Save Control) ausgestattet.

Der neue Vierkreiselschwader GA 13131 mit einer variablen Arbeitsbreite von 8,4 bis 12,5 Meter verfügt über einen hydraulischen Antrieb. Dieser macht die Gelenkwellen überflüssig und punktet beim Verschleiß.

Kverneland/Vicon

Vicon hat vor Kurzem mit dem Fanex 764 einen Zettwender mit 7,6 Meter Arbeitsbreite eingeführt. Außer an der Gelenkwelle finden sich daran keine Schmierstellen. Die beiden äußeren Kreisel werden durch HexaLink-Kupplungen angetrieben. Dadurch kann der Fanex 764 kompakt in die Transportposition geklappt werden.

Im Bereich der Schwader hat Vicon den Andex 804, einen Mittelschwader mit acht bis neun Meter Arbeitsbreite vorgestellt. Die Schwadbreite liegt zwischen 1,2 und 2,2 Meter.

Lely

Auf der Agritechnica stellte Lely ein Schwader- und ein Zettwenderkonzept für bergige Gebiete vor. Der Zettwender Lotus 400 Stabilo Alpincontrol befindet sich aktuell noch in der Testphase. Er ist mit dem kleinsten verfügbaren Lely-Kreisel ausgestattet und soll mit vier Kreiseln und je fünf Zinkenarmen eine Arbeitsbreite von vier Meter bieten.

Beim Einkreiselschwader Lely Hibiscus S 330 Alpincontrol mit Dreipunkt-Anhängung steuert die Tandemeinheit den Gutauswurf des Kreisels und des Schwadblechs. So kann der Schwader Traktorspuren in Kurven folgen, während er am Dreipunkt gekoppelt ist.

Pöttinger

Agritechnica-Neuheiten von Pöttinger waren unter anderem die Mittenschwader

  • TOP 612 (5,9 Meter Arbeitsbreite / Kreiseldurchmesser 2,8 Meter / elf Zinkenarme),
  • TOP 842 C (Arbeitsbreite von 7,7 bis 8,4 Meter / Kreiseldurchmesser 3,7 Meter / 13 Zinkenarme) und
  • TOP 962 C (Arbeitsbreite von 8,9 bis 9,6 Meter / Kreiseldurchmesser 4,3 Meter / 15 Zinkenarme pro Kreisel).

Alle sind mit Toptech Plus- Kreiseleinheiten ausgestattet. Zudem hat Pöttinger die technische Ausstattung seiner aktuellen Zettermodelle nun auch beim gezogenen Sechs-Kreisel Modell HIT 6.80 T mit 7,45 Meter Arbeitsbreite integriert.

SIP

Der gezogene Kreiselzettwender Spider 1100/10 T von SIP deckt mit zehn Kreiseln (jeweils sechs Doppelzinken) eine Arbeitsbreite von 10,8 Meter ab. Die Neigung der Kreisel kann von 15 bis 21 Grad verstellt werden.

Eine weitere Neuheit von SIP ist der Zwei- Kreisel-Mittelschwader Star 1000/30 T mit einer Arbeitsbreite von 8,82 bis 9,94 Meter.

Futterernte: Innovationen bei Wendern und Schwadern

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